Land · Asien

Nepal

Wo acht der vierzehn höchsten Berge der Erde über Tempelstädten, Dschungel und Gebetsfahnen aufragen.

Über Nepal

Urlaub in Nepal

Nepal staffelt sich auf gut 200 Kilometern vom subtropischen Terai-Dschungel bis zu acht der vierzehn höchsten Berge der Erde. Im Kathmandu-Tal drängen sich drei alte Königsstädte mit ihren Durbar-Plätzen, riesigen Stupas und dem Tempelkomplex Pashupatinath am heiligen Bagmati; westlich davon liegt Pokhara am Phewa-See als Tor zu den Annapurnas, während sich im Nordosten das Khumbu unter dem Everest auftürmt. Der Süden ist eine andere Welt – im Chitwan-Nationalpark ziehst du auf der Suche nach Panzernashörnern durch hohes Gras, und in Lumbini nahe der indischen Grenze wurde der historische Buddha geboren. Nepal ist zugleich das große Trekkingland Asiens und ein tief hinduistisch-buddhistisches Kulturland, das du am besten langsam bereist – nach dem Monsun im klaren Herbst oder im blühenden Frühling.

Nepal – Karte
Reiseführer

Nepal von A bis Z

Aktualisiert Juli 2026

Nepal ist kaum größer als die Hälfte Deutschlands, und trotzdem reichst du in wenigen Tagen von den Krokodilbänken im Dschungel von Chitwan bis auf über fünftausend Meter unter den Everest. Dieser Reiseführer nimmt dich mit vom Kathmandu-Tal über den Phewa-See in Pokhara bis an den Fuß der Achttausender – Region für Region, mit den Höhenmetern, Flugzeiten und Umwegen, die den Unterschied machen.

Regionen & Orte

Die schönsten Regionen in Nepal – vom Kathmandu-Tal bis zum Everest

Nepal lässt sich grob in drei Höhenstufen lesen – den heißen Terai im Süden, das hügelige Kernland um Kathmandu und Pokhara und die vergletscherte Hochgebirgszone entlang der tibetischen Grenze.

Das Kathmandu-Tal auf rund 1.400 Metern ist fast immer der Startpunkt. Hier liegen die drei alten Königsstädte Kathmandu, Patan und Bhaktapur so nah beieinander, dass du sie in wenigen Tagen abfahren kannst – dazwischen die großen Heiligtümer Boudhanath, Swayambhunath und Pashupatinath. Der Verkehr ist laut und staubig, die Altstädte und Tempelhöfe dafür ein dichtes Freilichtmuseum newarischer Baukunst. Rund um das Reiseviertel Thamel bündeln sich Agenturen, Ausrüster und Cafés, und wer einen Tag mehr hat, fährt in die alten Handwerksstädte Kirtipur oder Bungamati am Talrand.

Gut 200 Straßenkilometer westlich, aber sechs bis sieben Fahrstunden entfernt, liegt Pokhara am Phewa-See – deutlich entspannter, tiefer und wärmer als die Hauptstadt und das Tor zur Annapurna-Region. Von der Seepromenade siehst du bei klarer Luft den Fischschwanzgipfel Machapuchare, und die meisten Annapurna-Treks beginnen mit einer kurzen Fahrt in die umliegenden Berge. Am frühen Morgen lohnt die Auffahrt nach Sarangkot, von wo die Sonne die Annapurna-Kette und den Dhaulagiri nacheinander rosa färbt.

Der Nordosten gehört dem Khumbu unter dem Everest, das die meisten Reisenden mit einem kurzen Flug nach Lukla betreten. Weiter westlich ziehen sich die Trekkingregionen von Langtang bis Mustang und Dolpo. Ganz anders der Süden – im Terai schützt der Chitwan-Nationalpark Panzernashörner und Tiger im hohen Gras, und in Lumbini nahe der indischen Grenze wurde der historische Buddha geboren.

Zwischen den großen Namen lohnen die Zwischenstopps. Das Newar-Bergstädtchen Bandipur sitzt auf einem Höhenrücken über dem Marsyangdi-Tal, der Aussichtsort Nagarkot am Talrand reiht bei klarem Wetter eine lange Himalaya-Kette am Horizont auf, und das ruhige Bardia im fernen Westen ist die Alternative für alle, denen Chitwan zu belebt geworden ist.

Sehenswürdigkeiten

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Nepal – Mount Everest führt an

Das größte Bild Nepals hängt am Horizont – der Everest, den die einen zu Fuß über zwei Wochen erreichen und die anderen bei einem Rundflug vom Fenster aus abhaken.

Der Mount Everest, auf Nepali Sagarmatha, ist mit 8.849 Metern der höchste Berg der Erde und die Ikone des Landes. Aus der Nähe sehen ihn nur Trekker, die über Lukla, Namche Bazaar und den Aussichtshügel Kala Patthar auf 5.545 Meter steigen. Wer die Höhe scheut, bucht in Kathmandu einen der morgendlichen Bergrundflüge, die auf Augenhöhe an der Gipfelkette entlangziehen, oder fährt nach Nagarkot, von wo die Kette bei klarer Luft am Horizont steht.

Im Kathmandu-Tal reihen sich die Sehenswürdigkeiten dicht. Die drei Durbar-Plätze von Kathmandu, Patan und Bhaktapur sind alte Palastensembles aus Backstein und geschnitztem Holz und stehen wie das ganze Tal auf der UNESCO-Liste. Dazu kommen die mächtige Stupa von Boudhanath mit ihren wachenden Augen, das Affentempel-Heiligtum Swayambhunath über der Stadt und der Hindu-Tempelkomplex Pashupatinath, an dessen Ghats am Bagmati offen eingeäschert wird.

Außerhalb des Tals sind es vor allem die Berge selbst, die die Reisenden ziehen – die Annapurna-Kette hinter Pokhara, der spitze Machapuchare und die Sonnenaufgänge über Poon Hill und Sarangkot. Im Süden ergänzt der Chitwan-Nationalpark die Liste um seine Tierwelt, und Lumbini bewahrt mit dem Maya-Devi-Tempel und der Ashoka-Säule den Geburtsort Buddhas. Viele Höhepunkte stehen unter Denkmalschutz und wurden nach dem Erdbeben von 2015 restauriert.

Praktisch sortieren sich die Höhepunkte nach Lage. Im Kathmandu-Tal machst du in zwei bis drei Tagen die Königsstädte und die großen Tempel, in Pokhara kommen der Phewa-See und das Bergpanorama dazu, und für die Tierwelt planst du zwei Nächte in Chitwan ein. Den Everest aus der Nähe siehst du nur mit mehr Zeit und einem Trek – wer die nicht mitbringt, nimmt den frühen Bergrundflug als kleinen Ersatz.

Trekking & Himalaya

Trekking in Nepal – die großen Runden um Annapurna und Everest

Nepal ist das Trekkingland schlechthin – acht der vierzehn Achttausender stehen hier, und die berühmtesten Wege führen als Hüttentrek von Dorf zu Dorf, nicht über Gletscher und Seil.

Rund um Pokhara liegt die vielseitigste Trekkingregion des Landes, die Annapurna. Die große Annapurna-Umrundung führt in zwei bis drei Wochen über den 5.416 Meter hohen Thorong La und hinunter zum Pilgerort Muktinath; kürzer und beliebter ist der Weg zum Annapurna-Basislager auf 4.130 Metern im Talkessel unter den Riesen. Für ein langes Wochenende reicht die Runde über Ghorepani und Poon Hill mit ihrem Sonnenaufgang über Annapurna und Dhaulagiri.

Der zweite große Name ist das Everest-Gebiet im Sagarmatha-Nationalpark. Der klassische Weg zum Everest-Basislager beginnt mit dem kurzen, wetterabhängigen Flug nach Lukla und braucht mit Akklimatisierungstagen in Namche Bazaar gut zwei Wochen. Der Höhepunkt ist weniger das Basislager selbst als der Blick vom Kala Patthar auf die Gipfel von Everest, Nuptse und der schlanken Ama Dablam.

Wer den Trubel meidet, wählt ruhigere Regionen – das nahe Langtang nördlich von Kathmandu, das tibetisch geprägte Mustang im Regenschatten oder das abgelegene Dolpo. Für die großen Treks brauchst du Permits, und in den Nationalparks ist ein lizenzierter Guide inzwischen vorgeschrieben; beides organisierst du am einfachsten über eine lokale Agentur. Wichtiger als jede Ausrüstung ist genug Zeit zum langsamen Aufsteigen.

Ganz unten, im Terai, sieht Natur anders aus. Der Chitwan-Nationalpark und das stillere Bardia schützen mit Panzernashorn, Tiger und Gangesgavial eine der artenreichsten Tieflandzonen Südasiens, die du per Jeep, Einbaum oder zu Fuß erkundest. So lässt sich der klare Bergblick oben gut mit ein paar warmen Dschungeltagen unten verbinden. Für die Safari gilt derselbe Rhythmus wie fürs Trekking – die klare, kühle Zeit nach dem Monsun ist auch im Terai am angenehmsten, während der Hochsommer schwül wird und der Frühling gute Tiersichtungen am schrumpfenden Wasser bringt.

Rundreise & Routen

Nepal-Rundreise – Kathmandu, Chitwan und Pokhara verbinden

Die klassische Nepal-Runde spannt sich zwischen drei Punkten auf – dem Kathmandu-Tal, dem Dschungel von Chitwan und dem See von Pokhara, oft ergänzt um einen kurzen Trek.

Fast jede Rundreise beginnt und endet in Kathmandu, weil hier der internationale Flughafen liegt. Zwei bis drei Tage gehen für das Tal mit seinen drei Königsstädten und den großen Stupas drauf, bevor es weitergeht. Von hier aus fahren Touristenbusse und Jeeps in alle Richtungen, und die Inlandsflüge nehmen dir die längsten Strecken ab.

Der gängigste Dreiklang führt südwärts in den Chitwan-Nationalpark für zwei Nächte Safari, dann weiter nach Pokhara an den Phewa-See. Die Straße von Kathmandu nach Pokhara ist rund 200 Kilometer lang, kostet aber je nach Verkehr sechs bis acht Stunden; die 25-minütige Flugverbindung ist die bequeme Alternative. In Pokhara hängst du gern ein paar ruhige Seetage oder die kurze Poon-Hill-Runde an. Unterwegs zwischen Kathmandu und Pokhara lohnt ein Stopp im Bergstädtchen Bandipur über dem Marsyangdi-Tal.

Für eine erste Runde ohne großen Trek solltest du zehn bis vierzehn Tage einplanen. Wer das Everest- oder Annapurna-Basislager anhängt, rechnet noch einmal knapp zwei Wochen dazu. Sinnvolle Ergänzungen sind Lumbini als Geburtsort Buddhas im Süden, der Königspalast von Gorkha als Wiege der Shah-Dynastie oder ein Sonnenaufgang in Nagarkot am Rand des Tals. Wer im Osten mehr Zeit mitbringt, hängt das ruhige Ilam mit seinen Teegärten an.

Der wichtigste Planungshinweis ist das Tempo. Die Luftlinie täuscht, weil sich die Straßen durch enge Täler winden und Bergstrecken selten schnell gehen. Plane pro Tag lieber eine Etappe weniger, lege Puffer für wetterbedingt verschobene Gebirgsflüge ein und kombiniere Bus, Jeep und Inlandsflug je nach Strecke, statt alles auf der Straße zu erzwingen. Wer nur eine Woche hat, lässt lieber Chitwan oder Pokhara weg, als beides zu hetzen.

Essen & Trinken

Essen und Trinken in Nepal – Dal Bhat, Momos und Newari-Küche

Das Nationalgericht heißt Dal Bhat und kommt so oft auf den Tisch, dass Träger es zum geflügelten Wort gemacht haben – Reis mit Linsen, dazu Gemüse und Pickles, meist mit Nachschlag.

Dal Bhat ist das Rückgrat der nepalesischen Küche – ein Teller Reis mit einer Linsensuppe (Dal), einem gedünsteten Gemüsecurry (Tarkari) und würzigem Pickle (Achar). In den Lodges bekommst du meist Nachschlag, solange du magst, daher der Trekkerspruch von der Dal-Bhat-Power für den ganzen Tag. Je nach Region kommen Fleisch, Blattgemüse oder ein Klecks Joghurt dazu. Gegessen wird traditionell mit der rechten Hand, in Lokalen für Reisende liegt aber immer Besteck bereit.

Der zweite Klassiker sind Momos, gefüllte Teigtaschen tibetischer Herkunft, gedämpft oder gebraten und mit Büffel, Huhn oder Gemüse gefüllt. Aus derselben Ecke stammen Thukpa, eine kräftige Nudelsuppe, und in den Bergen Tsampa aus geröstetem Gerstenmehl. Je höher du kommst, desto tibetischer wird der Speiseplan. In den Bergen kommen deftige Kartoffelgerichte der Sherpa dazu, etwa der Eintopf Shyakpa.

Im Kathmandu-Tal lohnt der Ausflug in die newarische Küche – Choila aus scharf gewürztem Grillfleisch, knusprige Linsenpuffer namens Bara, der Reisfladen Chatamari und der dicke Büffeljoghurt Juju Dhau aus Bhaktapur. Getrunken wird süßer Milchtee (Chiya) oder Masala Chai, in den Hügeln probierst du den warmen Hirsebier-Becher Tongba. Als Absacker reicht man dort gern den klaren Reisschnaps Raksi.

Beim Essen gilt die übliche Fernreise-Vorsicht. Trink kein Leitungswasser, sondern abgefülltes oder aufbereitetes Wasser, sei bei rohem Salat und ungeschältem Obst zurückhaltend und iss dort, wo viel Betrieb ist und frisch gekocht wird. Fleisch ist in den Bergen oft schon lange unterwegs gewesen, weshalb viele Trekker oben ohnehin vegetarisch bleiben. Zum Frühstück gibt es häufig Sel Roti, einen ringförmig frittierten Reiskrapfen, oder tibetisches Fladenbrot mit Ei.

Reisen mit Kindern

Nepal mit Kindern – wo Safari und See besser passen als der große Trek

Mit Kindern verschiebt sich Nepal weg von den großen Höhen hin zu Dschungel und See – die Safari in Chitwan und das Bootsleben in Pokhara begeistern Kinder mehr als jeder Pass auf über fünftausend Metern.

Der familienfreundlichste Teil des Landes liegt unten und in der Mitte, nicht oben. Im Chitwan-Nationalpark sitzen Kinder im Jeep oder Einbaum auf Tuchfühlung mit Nashörnern, Krokodilen und Vögeln, und viele Lodges haben Pool und Garten. In Pokhara ruderst du über den Phewa-See zum Inseltempel, leihst Fahrräder und schaust den Gleitschirmen über dem Sarangkot zu. Elefanten begegnest du in Chitwan heute eher im Zuchtzentrum bei Sauraha als beim Reiten, das viele Anbieter aus Tierschutzgründen zurückfahren.

Auch das Kathmandu-Tal bietet für Kinder mehr, als der laute Verkehr vermuten lässt – die frechen Affen an der Treppe von Swayambhunath, die riesige Stupa von Boudhanath mit ihren Gebetsmühlen und eine Rikschafahrt durch die Altstadt bleiben hängen. Bhaktapur ist weitgehend autofrei und lässt sich mit Kindern entspannter erkunden als das Zentrum von Kathmandu. Auch die Töpferplätze der Stadt, wo Tonwaren offen in der Sonne trocknen, kommen bei Kindern gut an.

Trekken geht auch mit Kindern, aber in Maßen. Kurze, tief gelegene Wege wie die Runde über Dhampus, Australian Camp oder Poon Hill sind gut machbar und belohnen mit Bergblick ohne extreme Höhe. Von den hohen Basislager-Treks jenseits der 4.000er-Marke solltest du mit kleinen Kindern absehen, weil die Höhenkrankheit sich bei ihnen schwerer einschätzen lässt. Rechne großzügig Pausen ein und lass die Kinder das Tempo vorgeben.

Zwei Dinge gilt es zu bedenken – der lange Anflug mit Umstieg und die Hygiene. Achte konsequent auf aufbereitetes Wasser und gut durchgekochtes Essen, packe eine Reiseapotheke ein und hol vor der Reise ärztlichen Rat zu Impfungen und Höhe. Am angenehmsten reist es sich mit Kindern im stabilen Herbst oder Frühling, wenn es unten warm und oben klar ist.

Anreise & Planung

Nepal-Reise planen – Anreise, beste Reisezeit und Budget

Nepal beginnt fast immer in Kathmandu, denn Direktflüge aus Deutschland gibt es nicht – mit einem Umstieg am Golf oder in Istanbul bist du rund einen halben Tag unterwegs.

Von Deutschland führt kein Direktflug nach Nepal. Üblich ist ein Umstieg an einem der Drehkreuze am Persischen Golf oder in Istanbul, sodass du mit Aufenthalt meist elf bis vierzehn Stunden unterwegs bist. Gelandet wird am Flughafen Tribhuvan in Kathmandu; seit 2023 hat auch Pokhara einen internationalen Flughafen, der bislang aber nur wenig international angeflogen wird.

Im Land nimmt dir das Flugzeug die längsten Strecken ab – Kathmandu nach Pokhara dauert knapp 25 Minuten statt sechs bis acht Stunden auf der Straße, und das Khumbu erreichst du über den kurzen, wetterabhängigen Flug nach Lukla. Auf der Straße sind Touristenbusse und private Jeeps das Mittel der Wahl; wegen enger, kurviger Bergstraßen solltest du großzügig Zeit einplanen. Die Inlandsflüge nach Lukla oder Pokhara buchst du am besten früh am Morgen, weil sich das Bergwetter oft schon am Vormittag zuzieht.

Die beste Reisezeit ist der klare Herbst mit Oktober und November, dahinter der Frühling von März bis Mai; der Monsun von Juni bis September verhängt die Berge. Nepal gehört zu den günstigeren Reiseländern Asiens – die größten Posten sind der Flug, die Trek-Permits und ein lokaler Guide, während Unterkunft und Essen vor Ort wenig kosten. Für die großen Treks ist ein lizenzierter Guide in den Nationalparks inzwischen vorgeschrieben.

Um Formalitäten kümmerst du dich am besten früh. Für die Einreise brauchst du in der Regel ein Touristenvisum, das sich unter anderem bei Ankunft beantragen lässt – die genauen Regeln ändern sich, prüfe sie deshalb offiziell beim Auswärtigen Amt. Lass dich rechtzeitig ärztlich zu Impfungen und Höhenkrankheit beraten und schließe eine Reiseversicherung ab, die einen Hubschrauber-Rücktransport aus großer Höhe einschließt.

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Beste Reisezeit & Wetter

Beste Reisezeit für Nepal – Trekking-Fenster im Herbst und Frühling

Zwischen Oktober und November stehen die Achttausender am klarsten am Himmel, und der Monsun von Juni bis September wäscht im Sommer die Bergblicke weg.

Das Wetter in Nepal wird vom Monsun und von der enormen Höhenspanne bestimmt. Das Kathmandu-Tal auf rund 1.400 Metern ist subtropisch mild mit warmen, feuchten Sommern und kühlen, aber sonnigen Wintern – die Werte in der Tabelle gelten für dieses Tal. In den Hochlagen sieht es völlig anders aus: Auf dem Weg zum Everest-Basislager fallen die Nächte schon in der Hauptsaison weit unter den Gefrierpunkt, und die Hochpässe der Annapurna-Runde sind im Winter verschneit. Der Herbst nach dem Monsun bringt die klarste Bergsicht, der Frühling die Rhododendrenblüte, und von Juni bis September verhängen Monsunwolken die Gipfel – außer in den Regenschatten-Regionen wie Mustang und Dolpo.

Jan19°2°kalt nachts, klar am Tag
Feb21°4°kühl, oft klar
Mär25°8°Frühjahrssaison, Rhododendren
Apr28°12°warm, gute Sicht
Mai30°16°heiß im Tal, spät diesig
Jun29°19°Monsun beginnt, schwül
Jul28°20°Regenzeit, Wolken
Aug28°20°feucht, Blutegel auf Wegen
Sep28°18°Monsun klingt ab
Okt27°13°Hauptsaison, klarste Sicht
Nov23°7°stabil, klar, kühler
Dez20°3°kalt nachts, Pässe verschneit

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Die beste Reisezeit für Nepal ist der Herbst mit Oktober und November – dann steht nach dem Monsun die klarste, stabilste Luft über den Bergen, und die Trekkingpfade sind am verlässlichsten. Das zweite gute Fenster ist der Frühling von März bis Mai, wenn die Rhododendren blühen, die Tage aber später zunehmend diesig werden. Von Juni bis September bringt der Monsun Regen, Wolken und Blutegel auf die Wege, während der Winter zwar klare Sicht, aber eisige Nächte und verschneite Hochpässe wie den Thorong La bedeutet.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Nepal

Wie viele Tage sollte man für Nepal einplanen?
Für eine erste Runde aus Kathmandu-Tal, Chitwan und Pokhara reichen zehn bis vierzehn Tage. Willst du das Everest- oder Annapurna-Basislager anhängen, plane noch einmal knapp zwei Wochen dazu, weil die Höhentreks mit Akklimatisierung viel Zeit brauchen.
Wann ist die beste Reisezeit für Nepal?
Am klarsten und stabilsten ist der Herbst mit Oktober und November, dahinter der Frühling von März bis Mai mit der Rhododendrenblüte. Von Juni bis September verhängt der Monsun die Berge, im Winter sind die Hochpässe oft verschneit, die Sicht dafür klar.
Wie lange fliegt man von Deutschland nach Nepal?
Es gibt keine Direktflüge. Mit einem Umstieg an einem Drehkreuz am Persischen Golf oder in Istanbul bist du inklusive Aufenthalt meist rund elf bis vierzehn Stunden unterwegs. Gelandet wird am Flughafen Tribhuvan in Kathmandu.
Braucht man als Deutscher ein Visum für Nepal?
In der Regel ja, für die meisten Reisenden ist ein Touristenvisum nötig, das sich unter anderem bei Ankunft in Kathmandu beantragen lässt. Weil sich die Bestimmungen ändern, prüfe die aktuellen Vorgaben vor der Reise offiziell beim Auswärtigen Amt.
Muss man zum Trekken in Nepal erfahren sein?
Nein. Die klassischen Teahouse-Treks um Annapurna und Everest sind Wanderungen ohne Kletterei, du schläfst in einfachen Lodges. Wichtiger als Technik sind Kondition und genug Zeit zum Akklimatisieren, und kurze Wege wie Poon Hill gehen auch mit wenig Erfahrung.
Wie gefährlich ist die Höhenkrankheit?
Oberhalb von rund 3.000 Metern kann die Höhenkrankheit unabhängig von der Fitness jeden treffen. Der beste Schutz ist langsames Aufsteigen mit Akklimatisierungstagen, viel Trinken und im Zweifel wieder absteigen. Hol dir vor der Reise ärztliche Beratung.
Braucht man in Nepal einen Guide und Permits?
Für die großen Treks brauchst du Permits, und in den Nationalparks ist ein lizenzierter Guide inzwischen vorgeschrieben. Beides organisierst du am einfachsten über eine lokale Agentur, die dir auch Träger und die Anmeldung der Route abnimmt.
Womit bezahlt man in Nepal?
Gezahlt wird mit der Nepalesischen Rupie. In Städten und größeren Hotels wird oft Karte akzeptiert, auf dem Land, in den Bergen und für Trinkgeld brauchst du aber Bargeld. Auf den Treks solltest du genug Scheine mitnehmen, denn Automaten fehlen dort.
Ist Nepal als Reiseland sicher?
Nepal gilt als gastfreundlich und für Reisende vergleichsweise sicher; die übliche Vorsicht gegen Taschendiebstahl im Gedränge reicht meist. Die größeren Risiken sind eher die Höhe, das Wetter in den Bergen und der Verkehr auf engen, kurvigen Straßen.
Was sollte man in Nepal essen?
Das Nationalgericht Dal Bhat aus Reis, Linsen, Gemüse und Pickle bekommst du fast überall, oft mit Nachschlag. Dazu gehören gedämpfte Momos, tibetische Thukpa-Suppe und im Kathmandu-Tal die würzige Newari-Küche mit Choila und Büffeljoghurt.
Kann man Nepal mit Kindern bereisen?
Ja, am besten in den tieferen Lagen. Die Safari in Chitwan, der Phewa-See in Pokhara und die Tempel im Kathmandu-Tal begeistern Kinder, kurze Wanderungen wie Poon Hill sind machbar. Von den hohen Basislager-Treks solltest du mit kleinen Kindern absehen.
Sieht man den Everest auch ohne Trekking?
Ja. Von Kathmandu starten morgens Bergrundflüge, die auf Augenhöhe an der Gipfelkette entlangfliegen, und von Aussichtsorten wie Nagarkot oder Dhulikhel steht der Himalaya bei klarer Luft am Horizont. Ganz nah kommst du allerdings nur zu Fuß.
NepalWo acht der vierzehn höchsten Berge der Erde über Tempelstädten, Dschungel und Gebetsfahnen aufragen.
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