Die schönsten Regionen in Nepal – vom Kathmandu-Tal bis zum Everest
Nepal lässt sich grob in drei Höhenstufen lesen – den heißen Terai im Süden, das hügelige Kernland um Kathmandu und Pokhara und die vergletscherte Hochgebirgszone entlang der tibetischen Grenze.
Das Kathmandu-Tal auf rund 1.400 Metern ist fast immer der Startpunkt. Hier liegen die drei alten Königsstädte Kathmandu, Patan und Bhaktapur so nah beieinander, dass du sie in wenigen Tagen abfahren kannst – dazwischen die großen Heiligtümer Boudhanath, Swayambhunath und Pashupatinath. Der Verkehr ist laut und staubig, die Altstädte und Tempelhöfe dafür ein dichtes Freilichtmuseum newarischer Baukunst. Rund um das Reiseviertel Thamel bündeln sich Agenturen, Ausrüster und Cafés, und wer einen Tag mehr hat, fährt in die alten Handwerksstädte Kirtipur oder Bungamati am Talrand.
Gut 200 Straßenkilometer westlich, aber sechs bis sieben Fahrstunden entfernt, liegt Pokhara am Phewa-See – deutlich entspannter, tiefer und wärmer als die Hauptstadt und das Tor zur Annapurna-Region. Von der Seepromenade siehst du bei klarer Luft den Fischschwanzgipfel Machapuchare, und die meisten Annapurna-Treks beginnen mit einer kurzen Fahrt in die umliegenden Berge. Am frühen Morgen lohnt die Auffahrt nach Sarangkot, von wo die Sonne die Annapurna-Kette und den Dhaulagiri nacheinander rosa färbt.
Der Nordosten gehört dem Khumbu unter dem Everest, das die meisten Reisenden mit einem kurzen Flug nach Lukla betreten. Weiter westlich ziehen sich die Trekkingregionen von Langtang bis Mustang und Dolpo. Ganz anders der Süden – im Terai schützt der Chitwan-Nationalpark Panzernashörner und Tiger im hohen Gras, und in Lumbini nahe der indischen Grenze wurde der historische Buddha geboren.
Zwischen den großen Namen lohnen die Zwischenstopps. Das Newar-Bergstädtchen Bandipur sitzt auf einem Höhenrücken über dem Marsyangdi-Tal, der Aussichtsort Nagarkot am Talrand reiht bei klarem Wetter eine lange Himalaya-Kette am Horizont auf, und das ruhige Bardia im fernen Westen ist die Alternative für alle, denen Chitwan zu belebt geworden ist.













