Land · Asien

Vietnam

Smaragdgrüne Reisterrassen, schwimmende Märkte und Buchten voller Kalksteinkarst — Vietnam erzählt seine Geschichte vom Hochland bis zum Südchinesischen Meer.

Über Vietnam

Urlaub in Vietnam

Vietnam zieht sich wie ein schmales Band über mehr als 1.600 Kilometer entlang der südostasiatischen Küste — und kaum ein Land verdichtet so viele Landschaften, Aromen und Lebenswelten auf so engem Raum. Im Norden türmen sich die Kalksteinnadeln der Halong-Bucht aus dem Meer, während in Sapa Reisterrassen wie grüne Treppen in die Wolken steigen. Weiter südlich pulsiert Ho-Chi-Minh-Stadt im Takt von Millionen Motorrollern, und im Mekong-Delta gleiten Boote durch ein Labyrinth aus Kanälen und schwimmenden Märkten. Ein Vietnam Urlaub bedeutet, all diese Kontraste an einem einzigen Faden aufzureihen. Wer eine Vietnam Rundreise plant, folgt meist genau dieser Nord-Süd-Achse: von Hanoi mit seiner verwinkelten Altstadt über das Lampions-erleuchtete Hoi An und die Kaiserstadt Hue bis hinab ins fruchtbare Delta. Dazwischen liegen Strände wie die von Da Nang und Phu Quoc, dampfende Garküchen mit Pho und Banh Mi sowie Tempel, die von Jahrhunderten buddhistischer und konfuzianischer Geschichte erzählen. Die vietnamesische Küche gilt als eine der frischesten und leichtesten Asiens, die Gastfreundschaft ist legendär, und das Preisniveau bleibt angenehm moderat. So wird Vietnam zum idealen Reiseland für alle, die Abenteuer, Kultur und Genuss in einer einzigen Reise verbinden möchten.

Vietnam – Karte
Reiseführer

Vietnam von A bis Z

Aktualisiert Juli 2026

Dieser Reiseführer verbindet das kühle Bergland des Nordens, die Kaiserstädte und Strände der Landesmitte und das tropische Delta des Südens zu einer Reise, die sich ohne Hetze planen lässt. Du erfährst, welche Regionen zusammenpassen, wann du für die Halong-Bucht oder das Mekong-Delta packst und wie du Kultur, Streetfood und Strandtage entlang der Nord-Süd-Achse zu einer stimmigen Route verbindest.

Regionen und Reiseziele

Vietnams Regionen und Städte von Nord nach Süd

Vietnam gliedert sich in drei Reiseregionen mit ganz eigenem Charakter, und wer diese Unterschiede kennt, stellt Route und Reisezeit deutlich leichter zusammen.

Vietnams Regionen und Städte von Nord nach Süd
Regionen und Reiseziele

Der Norden ist das kühle, gebirgige Gesicht des Landes und für viele der kulturelle Auftakt. Hanoi bildet mit seiner engen Altstadt, dem Hoan-Kiem-See und der von der Kolonialzeit geprägten Architektur das Herz der Region und den wichtigsten Startpunkt jeder Reise. Von hier erreichst du in wenigen Stunden die Kalksteininseln der Halong-Bucht, die stilleren Karstfelder von Ninh Binh sowie die Reisterrassen rund um Sapa und die Serpentinen der Ha-Giang-Schleife. Wer Kultur, Trekking und dramatische Landschaft sucht, plant für den Norden gut vier bis fünf Tage ein und kombiniert Stadt, Bucht und Bergland.

Die Landesmitte rückt Geschichte und Küste auf kurze Distanz zusammen. Die alte Kaiserstadt Hue mit ihrer Zitadelle liegt nur eine Bahnfahrt über den Wolkenpass von Da Nang entfernt, das mit langen Sandstränden und moderner Skyline aufwartet. Gleich südlich davon leuchtet Hoi An mit seiner autofreien Laternen-Altstadt und den vielen Schneidereien, während im Landesinneren die Höhlenwelt von Phong Nha und die Tempelruinen von My Son warten. Diese Region eignet sich hervorragend, um Kulturtage und Strand zu mischen, und bildet auf der Nord-Süd-Route das verbindende Mittelstück.

Der Süden ist tropisch, warm und geschäftig. Ho-Chi-Minh-Stadt, das frühere Saigon, gibt mit Millionen Motorrollern, Rooftop-Bars und den nahen Cu-Chi-Tunneln das Tempo vor. Westlich davon breitet sich das Mekong-Delta als grünes Geflecht aus Kanälen, Obstgärten und schwimmenden Märkten aus, und im Golf von Thailand liegt die Insel Phu Quoc mit ihren Palmenstränden. Ins kühle Bergland führt der Abstecher nach Da Lat mit Pinienwäldern und Kaffeeplantagen. Für Delta, Metropole und Inselstrand rechnest du erneut mit rund vier bis fünf Tagen. Verbunden werden die drei Landesteile durch kurze Inlandsflüge und die durchgehende Bahnlinie entlang der Küste, sodass sich Norden, Mitte und Süden trotz der großen Entfernungen auch in einer einzigen Reise gut aneinanderreihen lassen.

Höhepunkte des Landes

Vietnams Sehenswürdigkeiten von der Halong-Bucht bis zum Mekong

Die bekanntesten Ziele des Landes reihen sich fast wie an einer Schnur entlang der Nord-Süd-Achse auf, sodass du die großen Höhepunkte ohne lange Umwege verbinden kannst.

Vietnams Sehenswürdigkeiten von der Halong-Bucht bis zum Mekong
Höhepunkte des Landes

Ganz oben steht die Halong-Bucht, wo tausende bewaldete Kalksteinnadeln aus jadegrünem Wasser ragen. Eine Übernachtung auf einer hölzernen Dschunke mit Kajaktour zu Grotten und schwimmenden Dörfern zählt zu den prägendsten Erlebnissen im Norden, ruhiger geht es in der benachbarten Lan-Ha-Bucht und auf der Insel Cat Ba zu. An Land setzt Ninh Binh mit Trang An und Tam Coc dasselbe Motiv fort, wo Ruderboote zwischen Reisfeldern durch niedrige Felsentunnel gleiten. Beide Landschaften gehören zum Schönsten, was der Norden an Natur zu bieten hat.

Kulturell führt kein Weg an Hoi An vorbei, dessen autofreie Altstadt aus Handelshäusern, der japanischen Brücke und tausenden Seidenlaternen zum UNESCO-Welterbe zählt. Die Kaiserstadt Hue erzählt mit ihrer Zitadelle und den Kaisergräbern am Parfümfluss von der Nguyen-Dynastie, und die roten Backsteintürme von My Son zeugen vom untergegangenen Reich der Champa. In Hanoi lohnen der Literaturtempel als erste Universität des Landes, das Ho-Chi-Minh-Mausoleum und die quirlige Altstadt rund um den Hoan-Kiem-See mit ihren Garküchen und Handwerksgassen.

Im Süden erzählt das Tunnelsystem von Cu Chi vom Vietnamkrieg, während das Kriegsopfer-Museum in Ho-Chi-Minh-Stadt die jüngere Geschichte eindringlich einordnet. Farbenfroh wird es im Cao-Dai-Tempel von Tay Ninh und auf den schwimmenden Märkten von Can Tho im Mekong-Delta, wo der Handel schon im Morgengrauen vom Boot aus läuft. Wer Natur bevorzugt, plant die riesigen Höhlen des Nationalparks Phong Nha-Ke Bang ein, darunter die begehbare Paradieshöhle. So verbindet eine Reise Landschaft, Weltkulturerbe und jüngere Geschichte. Zwischen diesen großen Namen lohnen kleinere Stopps wie die Marmorberge mit ihren Höhlentempeln bei Da Nang oder das Keramikdorf Bat Trang nahe Hanoi, die sich ohne großen Aufwand einbauen lassen und das Bild abrunden.

Küste und Inseln

Vietnams Strände und Inseln von Da Nang bis Phu Quoc

Über mehr als 3.000 Kilometer Küste reihen sich Sandstrände, Fischerbuchten und tropische Inseln aneinander, und ihre beste Zeit hängt stark davon ab, in welchem Landesteil du badest.

In der Landesmitte punktet die Küste rund um Da Nang mit dem kilometerlangen My-Khe-Strand, der breit, sandig und von modernen Resorts gesäumt ist. Nur südlich davon liegen die ruhigeren Strände von Hoi An wie An Bang und Cua Dai, ideal für einen entspannten Tagesausklang nach der Altstadt, und etwas weiter draußen lockt die Insel Cham zum Schnorcheln. Die zentrale Küste zeigt sich von Februar bis August von ihrer trockensten Seite, während der Herbst zwischen Oktober und November hier die regenreichste und stürmischste Phase bringt. Ein Stück weiter südlich lockt zudem die aufstrebende Küste um Quy Nhon mit ruhigen Buchten, frischem Fisch und spürbar weniger Trubel als an den großen Namen.

Weiter südlich hat sich Nha Trang als lebhaftes Badezentrum mit vorgelagerten Tauchinseln etabliert, und das windige Mui Ne ist für seine rot und weiß leuchtenden Sanddünen und die guten Kite-Surf-Bedingungen bekannt. Der Süden und seine Inseln folgen dem tropischen Rhythmus mit trockenen Monaten von etwa November bis April und feuchteren Nachmittagen im Sommer. Wer es einsamer mag, fliegt auf die Con-Dao-Inseln, einen früheren Gefängnisarchipel mit geschützten Buchten, dichtem Wald und nistenden Meeresschildkröten.

Das ganzjährig warme Phu Quoc im Golf von Thailand ist Vietnams größte Insel und der klassische Ort für einen reinen Badeurlaub, mit langen Palmenstränden im Norden und Süden sowie Schnorchelausflügen zum vorgelagerten An-Thoi-Archipel. Auch hier liegt die verlässlichste Zeit in den trockenen Monaten zwischen November und April, wenn die Nachmittage stabil bleiben. Für eine Rundreise bietet sich Phu Quoc oder die Küste von Da Nang als erholsamer Abschluss an, bevor es zurück in Richtung Heimat geht.

Routen und Reisedauer

Die klassische Vietnam-Rundreise von Hanoi bis ins Mekong-Delta

Die klassische Vietnam-Rundreise folgt dem Land von Hanoi bis in den tropischen Süden, und je nach Zeitbudget wählst du zwischen einem straffen Überblick und einer entspannten Tiefenreise.

Die klassische Vietnam-Rundreise von Hanoi bis ins Mekong-Delta
Routen und Reisedauer

Zwei Wochen gelten als gute Grundlage für die Nord-Süd-Achse. Ein bewährter Ablauf beginnt mit zwei bis drei Tagen in Hanoi, einer Übernachtung auf der Halong-Bucht und einem Abstecher in die Karstwelt von Ninh Binh. Danach bringt dich ein kurzer Inlandsflug in die Mitte zu Hue, Da Nang und dem Laternenstädtchen Hoi An, bevor der letzte Abschnitt Ho-Chi-Minh-Stadt mit einem Ausflug ins Mekong-Delta verbindet. Wer mag, hängt zum Abschluss noch ein paar ruhige Strandtage auf Phu Quoc an, um die Reise mit Erholung ausklingen zu lassen.

Mit drei Wochen lässt sich die Reise spürbar vertiefen. Du kannst die Bergwelt um Sapa oder die abgelegene Ha-Giang-Schleife mit dem Motorrad einbauen, in Phong Nha die großen Höhlen erkunden und im Delta statt eines Tagesausflugs zwei Nächte in Can Tho verbringen. Auch das kühle Da Lat im zentralen Hochland oder die einsamen Con-Dao-Inseln passen dann ins Programm. Umgekehrt reicht eine einzelne Woche nur für eine Region, etwa den Norden rund um Hanoi, die Halong-Bucht und Ninh Binh, ohne dass die Reise zur Hetze wird.

Ob du selbst organisierst oder eine geführte Tour buchst, hängt vor allem von deinem Reisestil ab. Individuell reist du bequem mit kurzen Inlandsflügen, dem Wiedervereinigungs-Express auf der Schiene und den weit verbreiteten Open-Tour-Bussen, während eine private Kombination aus Fahrer und Guide mehr Komfort zu überschaubarem Aufpreis bietet. Die Richtung ist frei wählbar, doch viele starten im kühleren Norden und enden am warmen Süden, um die Reise mit Strand ausklingen zu lassen. Inlandsflüge buchst du am besten früh, um Zeit und Wege zu sparen. Als Faustregel gilt in den Tropen, lieber weniger Stationen und dafür mehr Nächte pro Ort einzuplanen, weil Hitze, Bootsfahrten und die Wege zum Flughafen mehr Kraft kosten als daheim gedacht.

Küche und Streetfood

Essen in Vietnam von Pho bis Banh Mi

Kaum ein Reiseland lässt sich so gut über den Gaumen entdecken wie Vietnam, denn die Küche wechselt von Norden nach Süden ihre Kräuter, Brühen und Garmethoden.

Im Norden ist die Küche klar, frisch und wenig scharf. Ihr berühmtester Vertreter ist Pho, die duftende Reisnudelsuppe mit Rind oder Huhn, die in Hanoi gern schon zum Frühstück auf der Straße gelöffelt wird. Dazu kommen Bun Cha aus gegrilltem Schweinefleisch mit Nudeln und Kräutern, die frittierten Nem-Frühlingsrollen und der cremige Egg Coffee, ein Kaffee mit aufgeschlagenem Ei. Die Nähe zu China zeigt sich in der Vorliebe für Sojasauce, sättigende Beilagen und mildere Gewürze statt großer Schärfe.

Die Landesmitte gilt als anspruchsvollste Region am Herd, geprägt von der einstigen Hofküche aus Hue. Hier probierst du das kräftige Nudelsuppengericht Bun Bo Hue, kleine Reismehl-Küchlein wie Banh Beo und in Hoi An die lokale Spezialität Cao Lau mit ihren dicken, an Soba erinnernden Nudeln. Auch die knusprigen Banh-Xeo-Pfannkuchen und das Hühnerreis-Gericht Com Ga gehören dazu. Kochkurse in Hoi An sind eine beliebte Art, die regionale Vielfalt gleich selbst am Markt und am Wok zu erlernen.

Der Süden kocht süßer und üppiger, mit deutlichem Einfluss von Kokosmilch und den tropischen Früchten des Mekong-Deltas. Das Baguette-Sandwich Banh Mi, ein Erbe der Kolonialzeit, ist hier allgegenwärtig, dazu Com Tam mit gegrilltem Schwein und fangfrische Meeresfrüchte an der Küste. Begleitet wird das Ganze vom starken Ca Phe Sua Da, dem Eiskaffee mit gesüßter Kondensmilch, für den Vietnam als zweitgrößter Kaffeeproduzent der Welt bekannt ist. Streetfood-Touren am Abend sind der beste Weg, sich durch diese Fülle zu probieren. Zum Nachtisch reicht man gern Che, eine bunte Süßspeise aus Bohnen, Kokosmilch und Gelee, und an heißen Tagen kühlt frischer Kokossaft direkt von der Straße, den du an fast jeder Ecke bekommst.

Reisen mit Kindern

Vietnam mit Kindern entspannt erleben

Vietnam lässt sich gut mit Kindern bereisen, wenn du die Etappen kürzer hältst und Kultur mit Stränden, Bootsfahrten und Tierbegegnungen abwechselst.

Kinder profitieren von einem entschleunigten Tempo, weil die Distanzen zwischen den Höhepunkten groß sind. Eine ruhige Ruderbootfahrt durch die Karstwelt von Tam Coc bei Ninh Binh, eine Nacht auf einer Halong-Dschunke oder eine Radtour durch die Reisfelder von Hoi An begeistern kleine Reisende oft mehr als lange Tempeltouren. Hinzu kommt, dass die Vietnamesen ausgesprochen kinderfreundlich sind und Familien überall herzlich empfangen werden, was den Reisealltag mit Nachwuchs spürbar erleichtert. Auch eine gemächliche Fahrt mit dem klimatisierten Nachtzug in den Norden oder der Anblick der Wasserbüffel auf den Feldern bleibt vielen Kindern lange als kleines Abenteuer in Erinnerung.

Als Basis eignen sich Orte mit Strand und kurzen Wegen. Da Nang und Hoi An verbinden Kultur mit breiten Sandstränden und familienfreundlichen Resorts, während die Ba-Na-Hügel oberhalb von Da Nang mit ihrer langen Seilbahn und der Goldenen Brücke für große Augen sorgen. Phu Quoc punktet mit flach abfallendem Wasser, einem großen Freizeitpark und einer rekordverdächtig langen Seilbahn über das Meer, und der Vinpearl-Park bei Nha Trang bietet Achterbahnen und Wasserrutschen. Klimatisierte Hotels und private Transfers machen längere Reisetage mit müden Kindern angenehmer.

Beim Essen finden auch wählerische Kinder viel Vertrautes, denn Reis, Nudeln, gegrilltes Fleisch und frische Früchte gibt es überall, und die meisten Gerichte lassen sich ohne Schärfe bestellen. Achte wie auf jeder Tropenreise auf ausreichend Trinkpausen und guten Sonnenschutz, weil vor allem der Süden ganzjährig heiß und feucht ist. Zu passender Reisezeit und empfohlener Vorsorge für Kinder informierst du dich am besten vorab bei einer reisemedizinischen Beratung. So bleibt die Reise für die ganze Familie entspannt und sicher.

Vom Homestay bis zum Resort

Unterkünfte und Pauschalreisen in Vietnam

Vietnam ist in erster Linie ein Rundreiseland, lässt sich aber ebenso als Pauschalreise buchen, wenn du die Organisation abgeben und ein paar feste Strandtage einplanen möchtest.

Bei den Unterkünften ist die Bandbreite groß und das Preisniveau angenehm. Am unteren Ende reihen sich saubere Gästehäuser und familiengeführte Homestays, wie sie besonders im Mekong-Delta und rund um Sapa einen nahen Blick auf den Alltag erlauben. Darüber liegt eine breite Mitte aus stilvollen Boutiquehotels in Hoi An und Hanoi sowie den hölzernen Übernachtungsdschunken der Halong-Bucht. Nach oben reicht die Spanne bis zu den Strandresorts und Poolvillen auf Phu Quoc und an der Küste von Da Nang, die sich auch gut für Familien oder Gruppen mieten lassen.

Die meisten Pauschalangebote nach Vietnam sind geführte Rundreisen mit fester Route, deutsch- oder englischsprachiger Reiseleitung, Inlandsflügen und Hotels der Mittel- bis Oberklasse. Häufig hängt sich daran eine Badeverlängerung an, etwa auf Phu Quoc oder an der Küste von Da Nang und Nha Trang. Reine All-inclusive-Anlagen sind seltener als in klassischen Badeländern und konzentrieren sich vor allem auf Phu Quoc sowie die Bucht von Cam Ranh bei Nha Trang, denn Vietnams Stärke liegt eher im Entdecken von Land und Küche als im reinen Resorturlaub.

Eine beliebte Kombination verbindet eine kürzere Rundreise durch den Norden oder die Mitte mit anschließend fünf bis sieben Strandtagen im Süden. So bekommst du Kultur, Landschaft und Erholung in einer einzigen Reise, ohne ständig die Koffer zu packen. Planst du dagegen individuell, buchst du oft flexibler und selten teurer, wenn du Flüge, Unterkünfte und Touren selbst zusammenstellst. Achte in jedem Fall auf die Reisezeit, weil Zentralküste und Süden ihr bestes Wetter zu unterschiedlichen Monaten zeigen und ein guter Veranstalter die Route entsprechend legt. In der Hochsaison zwischen November und April buchst du beliebte Häuser auf Phu Quoc und in Hoi An besser früh, während die ruhigere Nebensaison spürbar günstigere Preise und mehr Platz an den Stränden mit sich bringt.

Anreise und Praktisches

Vietnam-Reise planen mit Anreise und Wegen vor Ort

Vietnam ist unkompliziert zu bereisen, wenn du Anreise, Visum und die Wege vor Ort von Anfang an in deine Planung einbeziehst.

Aus Deutschland erreichst du Vietnam meist mit einem Umstieg am Golf oder an einem asiatischen Drehkreuz, wobei die reine Flugzeit je nach Route rund elf bis vierzehn Stunden beträgt. Die wichtigsten Tore sind die internationalen Flughäfen von Hanoi im Norden und Ho-Chi-Minh-Stadt im Süden, ergänzt um Da Nang in der Landesmitte. Für eine Rundreise lohnt es sich, in der einen Stadt zu landen und aus der anderen zurückzufliegen, um lange Wege doppelt zu vermeiden. Den Ankunftstag planst du wegen der Zeitverschiebung von rund fünf bis sechs Stunden lieber ruhig.

Für die Einreise brauchst du einen gültigen Reisepass, und je nach Aufenthaltsdauer und Reiseform kommen eine visumfreie Einreise, ein E-Visum oder ein reguläres Visum infrage. Weil sich die Vorgaben ändern können, prüfst du die aktuellen Einreise- und Gesundheitshinweise kurz vor Abflug offiziell beim Auswärtigen Amt. Als grobe Faustregel gilt für den Norden das Frühjahr und der Herbst, für den tropischen Süden die Trockenzeit zwischen November und April. Preislich zählt Vietnam zu den günstigeren Zielen Asiens, sodass vor allem der Langstreckenflug ins Budget fällt.

Im Land selbst geht vieles unkompliziert. Kurze Inlandsflüge verbinden Hanoi, Da Nang und Ho-Chi-Minh-Stadt in gut ein bis zwei Stunden, während der Wiedervereinigungs-Express und komfortable Nachtbusse die Landschaft langsamer erschließen. In den Städten sind Taxis und die App Grab günstig und praktisch, ein eigener Mietwagen ist dagegen unüblich und wird kaum an Reisende vermietet. Bezahlt wird mit dem Vietnamesischen Dong, für Märkte und Garküchen bleibt Bargeld wichtig, auch wenn Hotels und größere Läden zunehmend Karten akzeptieren. Eine lokale SIM-Karte oder eine eSIM sorgt für günstiges mobiles Internet, das dir bei Karten, Übersetzung und der Grab-App unterwegs hilft, und gefahren wird im Land auf der rechten Straßenseite wie in Deutschland.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

Partnerangebote in Kürze
Beste Reisezeit und Wetter

Beste Reisezeit für Vietnam je nach Region

Wann du am besten aufbrichst, hängt in Vietnam vor allem davon ab, welche Region du bereist, denn Norden, Mitte und Süden folgen jeweils einem eigenen Monsunkalender.

Vietnam erstreckt sich über mehr als 1.600 Kilometer und liegt nördlich des Äquators, weshalb es keine einheitliche Reisezeit gibt, sondern drei Klimazonen mit eigenem Rhythmus. Die Werte in der Tabelle beschreiben den Norden um Hanoi und die Halong-Bucht, wo ein kühler, trockener Herbst von Oktober bis November und ein mildes Frühjahr im März und April am angenehmsten sind, während der Sommer heiß und regenreich ausfällt. Anders ticken Mitte und Süden. Zentralvietnam um Hue, Da Nang und Hoi An bleibt von Februar bis August trocken und bekommt seinen meisten Regen samt erhöhtem Sturmrisiko im Herbst zwischen Oktober und November. Der tropische Süden um Ho-Chi-Minh-Stadt, das Mekong-Delta und Phu Quoc kennt nur zwei Jahreszeiten, eine trockene von November bis April und eine feuchte mit Nachmittagsschauern von Mai bis Oktober. Wer Nord und Süd verbindet, findet im Frühjahr um März und April das beste gemeinsame Fenster.

Jan20°14°Kühl und meist trocken im Norden, Hanoi um 20 Grad, der Süden zeigt sich warm und niederschlagsarm
Feb21°15°Weiterhin kühl, über dem nördlichen Delta hängt oft feiner Nieselregen, im Süden beste Trockenzeit
Mär24°18°Frühling im Norden, die Halong-Bucht klart auf und die Sicht auf die Karstnadeln wird besser
Apr28°21°Warm und überwiegend trocken, gute Zeit für Hanoi, Sapa und die Zentralstrände um Da Nang
Mai32°24°Hitze und erste Monsunschauer im Norden, an der Zentralküste noch trocken und heiß
Jun33°26°Schwül mit kräftigen Nachmittagsgüssen im Norden, Hochsaison an den Stränden der Mitte
Jul33°26°Heißester und nassester Monat im Norden, Sapa leuchtet grün, an der Küste sind Stürme möglich
Aug32°26°Feucht und gewittrig, an der Nordküste können Taifune aufziehen, der Süden bleibt tropisch nass
Sep31°24°Der Regen im Norden lässt nach, in Zentralvietnam beginnt dagegen die nasse Jahreszeit
Okt29°22°Trocken, klar und mild im Norden, Zentralvietnam erlebt jetzt seine regenreichsten Wochen
Nov26°19°Kühl, stabil und klar im Norden, ideale Wanderzeit in Sapa, der Süden wird wieder trocken
Dez22°15°Kühl und trocken im Norden, im Bergland empfindlich kalt, Hochsaison im sonnigen Süden

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Für den Norden mit Hanoi, der Halong-Bucht und Sapa sind der trockene Herbst von Oktober bis November und das milde Frühjahr im März und April am schönsten. Zentralvietnam um Hoi An und Da Nang lädt vor allem von Februar bis Mai ein, während der tropische Süden von November bis April seine Trockenzeit hat. Wer die klassische Rundreise von Nord nach Süd plant, trifft im Frühjahr zwischen März und April fast überall auf günstiges Wetter.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Vietnam

Wann ist die beste Reisezeit für Vietnam?
Weil sich Vietnam über drei Klimazonen erstreckt, gibt es keine einheitliche Reisezeit. Der Norden um Hanoi und die Halong-Bucht zeigt sich im Herbst von Oktober bis November und im Frühjahr von März bis April am schönsten. Zentralvietnam um Hoi An ist von Februar bis Mai trocken, der Süden von November bis April. Für eine Nord-Süd-Rundreise ist das Frühjahr der beste Kompromiss.
Wie viele Tage sollte man für Vietnam einplanen?
Für die klassische Route von Hanoi bis ins Mekong-Delta solltest du rund zwei Wochen einplanen, damit Halong-Bucht, die Mitte um Hue und Hoi An sowie der Süden ohne Hetze zusammenpassen. Mit drei Wochen bekommst du zusätzlich Zeit für Sapa, die Höhlen von Phong Nha oder ein paar Strandtage auf Phu Quoc.
Was sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Vietnam?
Ganz oben stehen die Halong-Bucht, die Altstadt von Hoi An, die Kaiserstadt Hue und die Karstlandschaft von Ninh Binh. Dazu kommen die Reisterrassen von Sapa, das Mekong-Delta mit seinen schwimmenden Märkten sowie in Ho-Chi-Minh-Stadt die Cu-Chi-Tunnel. Eine Rundreise verbindet diese Höhepunkte entlang der Nord-Süd-Achse.
Sollte man in Vietnam eher den Norden oder den Süden bereisen?
Beides hat seinen Reiz, und die Entscheidung hängt an Zeit und Interesse. Der Norden punktet mit Hanoi, der Halong-Bucht und den Bergen um Sapa, der Süden mit tropischem Klima, dem Mekong-Delta und den Stränden von Phu Quoc. Hast du nur eine Woche, wählst du eine Region; mit zwei Wochen verbindest du beide entlang der Achse.
Wie kommt man in Vietnam von Ort zu Ort?
Für die langen Distanzen nutzt du am besten Inlandsflüge, die Hanoi, Da Nang und Ho-Chi-Minh-Stadt in gut ein bis zwei Stunden verbinden. Für die Landschaft dazwischen bieten sich der Wiedervereinigungs-Express auf der Schiene und komfortable Nachtbusse an. In den Städten sind Taxis und die App Grab günstig, ein eigener Mietwagen ist dagegen unüblich.
Wie teuer ist ein Urlaub in Vietnam?
Vietnam zählt zu den günstigeren Reisezielen Asiens. Unterkünfte, Essen und lokale Transporte sind deutlich preiswerter als in Europa, sodass auch eine Reise mit gutem Komfort erschwinglich bleibt. Der größte Posten ist meist der Langstreckenflug ab Deutschland, während du vor Ort vor allem bei Streetfood und Bahn sehr wenig ausgibst.
Welche Einreisebestimmungen gelten für Vietnam?
Für die Einreise brauchst du einen gültigen Reisepass. Je nach Aufenthaltsdauer und Reiseform kommen eine visumfreie Einreise, ein E-Visum oder ein reguläres Visum infrage. Da sich die Bestimmungen ändern können, prüfst du die aktuellen Vorgaben rechtzeitig vor der Reise offiziell beim Auswärtigen Amt.
Wie lange dauert der Flug nach Vietnam ab Deutschland?
Direktverbindungen und Flüge mit einem Zwischenstopp erreichen Vietnam je nach Route in etwa elf bis vierzehn Stunden reiner Flugzeit. Die wichtigsten Anflugziele sind die internationalen Flughäfen von Hanoi im Norden und Ho-Chi-Minh-Stadt im Süden, ergänzt um Da Nang in der Landesmitte.
Welche Währung gilt in Vietnam?
Bezahlt wird mit dem Vietnamesischen Dong. In Hotels und größeren Geschäften kommst du zunehmend mit Karte weit, für Märkte, Garküchen und kleine Läden solltest du aber immer Bargeld dabeihaben. Geldautomaten sind in Städten und Touristenorten weit verbreitet, sodass sich Nachschub unterwegs leicht besorgen lässt.
Ist Vietnam für Familien mit Kindern geeignet?
Ja, Vietnam eignet sich gut für die Reise mit Kindern, wenn du die Etappen kurz hältst. Bootsfahrten in Ninh Binh, eine Nacht auf einer Halong-Dschunke und die Strände um Da Nang und Phu Quoc sorgen für Abwechslung. Die Menschen sind sehr kinderfreundlich, und milde Gerichte wie Reis, Nudeln und Früchte finden auch wählerische Kinder überall.
Ist Vietnam ein sicheres Reiseland?
Vietnam gilt als vergleichsweise sicheres Reiseland mit gastfreundlichen Menschen. Wie überall achtest du an belebten Orten auf deine Wertsachen, und besondere Vorsicht verlangt der dichte Straßenverkehr mit seinen vielen Motorrollern. Vor der Reise wirfst du am besten einen Blick auf die aktuellen Hinweise des Auswärtigen Amts.
Was sollte man in Vietnam unbedingt essen?
Auf keiner Liste fehlen dürfen die Nudelsuppe Pho, das Baguette-Sandwich Banh Mi und der starke Ca Phe Sua Da mit Kondensmilch. Dazu kommen Bun Cha aus Hanoi, die Spezialität Cao Lau aus Hoi An und frische Sommerrollen. Am besten probierst du dich abends über die Streetfood-Stände und Nachtmärkte durch die Regionen.
VietnamSmaragdgrüne Reisterrassen, schwimmende Märkte und Buchten voller Kalksteinkarst — Vietnam erzählt seine Geschichte vom Hochland bis zum Südchinesischen Meer.

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