Die schönsten Regionen und Städte in Japan
Die meisten Japan-Reisen beginnen in Tokio, doch die eigentliche Kunst liegt darin, die richtige Mischung aus Megastadt, alter Kaiserstadt und ruhiger Landschaft zu finden.
Das Rückgrat fast jeder ersten Reise ist die sogenannte Golden Route auf der Hauptinsel Honshu. Sie beginnt in Tokio, der riesigen Hauptstadt, in der sich Viertel wie das quirlige Shibuya, das nächtliche Shinjuku und das alte Tempelviertel Asakusa aneinanderreihen. Von dort führt der Weg nach Westen zum Fuji und in die Bäderorte von Hakone, wo an klaren Tagen der Vulkankegel über den Bergseen steht. Wer zum ersten Mal kommt, verbindet in dieser Ecke Großstadt, Aussicht und erste Tempel und hat damit schon einen guten Querschnitt des Landes gesehen.
Weiter westlich schließt die Region Kansai an, das kulturelle Herz Japans. In Kyoto reihen sich über tausend Tempel, das Geisha-Viertel Gion und der Bambuswald von Arashiyama, während das nahe Nara mit dem Großen Buddha und seinen zahmen Rehen lockt. Nur eine kurze Bahnfahrt entfernt kocht Osaka, die laute Küchenstadt rund um das Neonlicht von Dotonbori. Diese drei Städte liegen so dicht beieinander, dass sich Kyoto gut als Standort eignet und Nara und Osaka als Tagesausflüge dranhängen lassen.
Zwischen und jenseits dieser Pole wird es ruhiger und ländlicher. Im Westen Honshus erinnern Hiroshima und die vorgelagerte Insel Miyajima mit ihrem im Wasser stehenden Torii an Geschichte und Meer, im gebirgigen Landesinneren liegen die alte Handelsstadt Takayama und das strohgedeckte Bergdorf Shirakawa-go, dazu am Japanischen Meer die Gartenstadt Kanazawa. Wer Zeit mitbringt, wandert auf dem alten Nakasendo-Weg zwischen den Postdörfern Magome und Tsumago und taucht so in ein Japan ein, das die Schnellzüge sonst links liegen lassen.
An den beiden Enden des Landes warten ganz eigene Welten. Im Norden liegt Hokkaido mit weiten Nationalparks, den schneereichen Bergen um Niseko und der Bierstadt Sapporo, im Süden reiht sich die Insel Kyushu mit dem rauchenden Vulkan Aso, den Onsen-Orten Beppu und Yufuin und der Hafenstadt Nagasaki. Ganz im Süden schließlich beginnt mit Okinawa eine subtropische Inselwelt, die klimatisch und kulturell kaum noch an den Rest des Landes erinnert. Diese entlegeneren Regionen füllen leicht eine zweite oder dritte Japan-Reise und zeigen, wie unterschiedlich das Land von Norden nach Süden tickt.
















