Land · Asien

Philippinen

7.641 Inseln zwischen Pazifik und Sulusee — die Philippinen sind Südostasiens entlegenes Paradies aus Lagunen, Vulkanen und Korallenriffen.

Über Philippinen

Urlaub in Philippinen

Kaum ein anderes Reiseland verdichtet so viele Traumlandschaften auf engem Raum wie die Philippinen: türkise Lagunen, die sich zwischen Kalksteinfelsen verlieren, weiße Sandstrände, jahrhundertealte Reisterrassen und Korallengärten, die zu den artenreichsten der Welt zählen. Ein philippinen urlaub bedeutet, zwischen den Inseln zu treiben — mal mit dem traditionellen Bangka-Auslegerboot, mal per Inlandsflug — und dabei immer wieder neu zu staunen. Das Archipel gliedert sich grob in drei Regionen: Luzon im Norden mit der pulsierenden Hauptstadt Manila und den grünen Bergen der Cordillera, die Visayas in der Mitte mit ihren Postkartenstränden und den besten Tauchrevieren, sowie Mindanao im Süden. Wer einen philippinen urlaub plant, kombiniert meist mehrere Inseln zu einer Rundreise — und entdeckt dabei, wie herzlich und gastfreundlich die Filipinos ihre Gäste empfangen. Die Mischung aus malaiischen, spanischen und amerikanischen Einflüssen prägt Kultur, Küche und Architektur. Englisch wird fast überall gesprochen, was die Orientierung leicht macht. Ob Inselhopping, Tauchabenteuer oder ruhige Tage am Strand — die Philippinen bieten für jedes Reisetempo das passende Eiland.

Philippinen – Karte
Reiseführer

Philippinen von A bis Z

Aktualisiert Juli 2026

Nach dem ersten Überblick über Palawan, die Visayas und Luzon geht dieser Reiseführer in die Tiefe und zeigt dir, wie du Lagunen, Reisterrassen und Korallenriffe zu einer stimmigen Route durch die Philippinen verbindest. Du erfährst, welche Inseln zusammenpassen, wie viele Tage El Nido, Cebu und Bohol wirklich brauchen und warum die Trockenzeit von Dezember bis April die verlässlichste Zeit für deinen Philippinen-Urlaub ist.

Inseln & Regionen

Die Philippinen von Luzon über die Visayas bis Palawan

Die Philippinen verteilen sich auf mehr als 7.600 Inseln, doch für die erste Reise kristallisieren sich einige Regionen heraus, die sich gut miteinander verbinden lassen.

Die Philippinen von Luzon über die Visayas bis Palawan
Inseln & Regionen

Der Norden gehört Luzon, der größten Insel des Landes und dem Ankunftspunkt für die meisten Reisenden. Hier liegt die Millionenmetropole Manila mit der spanischen Altstadt Intramuros, während sich im bergigen Hinterland der Cordillera die uralten Reisterrassen von Banaue und Batad in die Hänge staffeln. Weiter nördlich bewahrt die Kolonialstadt Vigan ihre kopfsteingepflasterten Gassen, und im Südosten Luzons erhebt sich der nahezu perfekte Kegel des Vulkans Mayon über der Region Bicol. Ganz im Norden, mitten in der See, liegen die entlegenen Batanes-Inseln mit ihren grünen Hügeln und Steinhäusern.

Westlich davon zieht sich Palawan als schmale Insel Richtung Borneo und ist für viele der Höhepunkt einer Philippinen-Reise. Im Norden schneidet die Bacuit-Bucht von El Nido ihre Kalksteintürme und versteckten Lagunen ins Meer, während Coron im Nordosten mit klaren Kraterseen und den Wracks einer versunkenen japanischen Flotte lockt. Die Provinzhauptstadt Puerto Princesa ist Ausgangspunkt für den unterirdischen Fluss, der als Weltnaturerbe unter einem Karstgebirge hindurchführt. Wer Ruhe sucht, findet sie in kleineren Orten wie Port Barton zwischen den beiden großen Zielen.

Das Herz des Landes bilden die Visayas, eine Gruppe mittelgroßer Inseln mit den besten Verbindungen fürs Inselhopping. Cebu ist mit seinem Flughafen das Drehkreuz der Region, von dem aus du das benachbarte Bohol mit den Chocolate Hills und den Koboldmakis, die Ferieninsel Boracay mit ihrem weißen Strand und das beschauliche Siquijor erreichst. Im Süden schließt sich Mindanao an, dessen Surferinsel Siargao mit der Welle von Cloud 9 die meisten Gäste anzieht. Von einzelnen Teilen im Westen und Süden Mindanaos sowie vom Sulu-Archipel rät das Auswärtige Amt allerdings ab, weshalb du die aktuellen Hinweise vor der Buchung prüfst.

Highlights & Natur

Die Sehenswürdigkeiten der Philippinen von El Nido bis Banaue

Die großen Höhepunkte der Philippinen verteilen sich über mehrere Inseln, von den Lagunen Palawans über die Hügel Bohols bis zu den Reisterrassen im Hochland von Luzon.

Die Sehenswürdigkeiten der Philippinen von El Nido bis Banaue
Highlights & Natur

Der bekannteste Anblick des Landes liegt auf Palawan. In der Bacuit-Bucht vor El Nido gleiten die Bangka-Boote zwischen steilen Kalksteinfelsen zu versteckten Lagunen wie der Big Lagoon und der Small Lagoon, deren Wasser je nach Licht von Türkis zu tiefem Grün wechselt. Rund um Coron tauchst du im klaren Kayangan-See und über den Wracks japanischer Kriegsschiffe, die seit 1944 auf dem Grund liegen. Bei Puerto Princesa führt ein schiffbarer unterirdischer Fluss durch eine Tropfsteinhöhle unter einem Karstberg hindurch, der als Weltnaturerbe geschützt ist.

In den Visayas prägt Bohol die Bilder vieler Reisen. Über tausend gleichförmige Chocolate Hills wölben sich aus dem Grün und färben sich in der Trockenzeit schokoladenbraun, während in den Wäldern der Insel die winzigen Koboldmakis mit ihren großen Augen sitzen, eines der kleinsten Primaten der Welt. Auf Cebu seilen sich Abenteurer beim Canyoneering durch die türkisen Becken der Kawasan-Wasserfälle, und vor Oslob und Moalboal ziehen Walhaie und dichte Sardinenschwärme vorbei. Diese Ziele liegen nah beieinander und lassen sich in wenigen Tagen verbinden.

Ganz anders wirkt das gebirgige Luzon. In der Cordillera schrauben sich die über zweitausend Jahre alten Reisterrassen von Banaue und Batad die Hänge hinauf, von den Ifugao in Handarbeit angelegt und bis heute bewirtschaftet. In Manila erzählt die von einer Mauer umschlossene Altstadt Intramuros mit dem Fort Santiago von der spanischen Kolonialzeit, deren Erbe die Kopfsteingassen von Vigan im Norden noch geschlossener bewahren. Südlich der Hauptstadt raucht der Taal, einer der kleinsten aktiven Vulkane der Erde, in seinem eigenen See, während der Mayon in Bicol als nahezu perfekter Kegel aufragt.

Strände & Buchten

Die Strände der Philippinen von Boracay über Siargao bis Palawan

Die Küsten der Philippinen reichen vom feinen Puderzucker Boracays über die Surfbuchten Siargaos bis zu den einsamen Inselstränden vor El Nido.

Die Strände der Philippinen von Boracay über Siargao bis Palawan
Strände & Buchten

Das Aushängeschild ist die White Beach auf Boracay, ein rund vier Kilometer langer Streifen aus feinem, hellem Sand, an dem sich Bars, Palmen und Bangka-Boote aneinanderreihen. Nach einer halbjährigen Sperrung zur Sanierung 2018 gelten heute strengere Regeln, die den Strand sauberer halten. Ruhiger geht es auf Panglao vor Bohol zu, wo die Alona Beach und die längere Dumaluan Beach zum Baden und zu Bootstouren einladen. Wer weißen Sand ohne großen Trubel sucht, fährt auf die flache Insel Bantayan im Norden Cebus, deren Strände lange leer bleiben.

Palawan spielt seine Stärke beim Inselhopping aus. Von El Nido steuern die Boote Tagesziele wie die Seven Commandos Beach und einsame Sandzungen an, die du nur vom Wasser aus erreichst, während rund um Coron abgelegene Buchten wie die Malcapuya-Insel mit hellem Sand und flachem Wasser aufwarten. Zwischen den großen Orten liegt der verschlafene Küstenort Port Barton mit vorgelagerten Sandbänken. Weit im Süden zwischen Bohol und Mindanao steigt vor der Vulkaninsel Camiguin die White Island aus dem Meer, eine reine Sandbank ohne einen einzigen Baum, die du bei Ebbe umrundest.

Der Osten gehört den Wellen. Auf Siargao bricht mit Cloud 9 einer der bekanntesten Reefbreaks Asiens, doch zwischen den Surfsessions locken die Palmeninseln Naked, Daku und Guyam zu ruhigen Badestopps und die Sugba-Lagune zum Schwimmen im klaren Wasser. Auch das beschauliche Siquijor mit der Salagdoong Beach und seinen Klippen zum Springen lohnt einen Abstecher. Wichtig zu wissen ist der umgekehrte Rhythmus dieser Ostküste, denn während der Westen von Dezember bis Mai am trockensten ist, bekommen Siargao und die pazifische Seite gerade dann mehr Regen, und ihre stabilste Zeit liegt eher zwischen März und Oktober.

Tauchen & Schnorcheln

Tauchen auf den Philippinen im Korallendreieck

Die Philippinen liegen mitten im Korallendreieck und zählen zu den artenreichsten Tauchrevieren der Welt, von den Fuchshaien vor Malapascua bis zu den Wracks von Coron.

Kaum ein Land bietet unter Wasser mehr Vielfalt, denn die Philippinen liegen mitten im Korallendreieck, dem artenreichsten Meeresgebiet der Erde. Die einfachsten Reviere finden sich in den Visayas. Vor Moalboal auf Cebu wirbelt direkt vor der Küste ein Millionenschwarm Sardinen, und auf der kleinen Insel Malapascua im Norden Cebus steigen Taucher im Morgengrauen zum Monad Shoal ab, einem der wenigen Orte weltweit, an denen sich die scheuen Fuchshaie zuverlässig zeigen. Vor der Insel Apo bei Dumaguete grasen Meeresschildkröten über einem geschützten Riff.

Wer es besonders mag, taucht über Wracks und im Schlamm. In der Bucht von Coron liegen mehrere japanische Frachter aus dem Zweiten Weltkrieg in gut erreichbarer Tiefe, überwachsen von Korallen und voller Fische. Nahe Manila ist Anilao in der Provinz Batangas das Zentrum des sogenannten Muck Diving, bei dem du auf sandigem Grund nach skurrilen Kleinstlebewesen wie Anglerfischen und Nacktschnecken suchst. Der Ort Puerto Galera auf Mindoro liegt an der Verde-Insel-Passage, die als eines der artenreichsten Meeresgebiete überhaupt gilt und sich fast das ganze Jahr über betauchen lässt.

Die großen Namen verlangen mehr Aufwand. Das Tubbataha-Riff mitten in der Sulusee ist nur per mehrtägiger Tauchsafari und allein zwischen etwa März und Juni erreichbar, dafür belohnt das Weltnaturerbe mit unberührten Wänden und großen Räubern. Walhaie triffst du je nach Saison vor Donsol in der Provinz Sorsogon, wo die sanften Riesen frei vorbeiziehen; vom Füttern der Tiere in Oslob auf Cebu raten viele Taucher dagegen ab. Zum Schnorcheln brauchst du keine weiten Wege, denn schon vor Moalboal, Apo und den Stränden El Nidos beginnen die Riffe direkt am Ufer.

Rundreise & Routen

Philippinen-Rundreise mit Inselhopping planen

Weil zwischen den Inseln Flüge und Fähren liegen, entscheidet vor allem die Reisedauer darüber, wie viele Etappen sich sinnvoll zu einer Rundreise verbinden lassen.

Für zwei Wochen hältst du die Wege am besten kurz. Eine entspannte Runde bleibt in den zentralen Visayas, von Cebu setzt du mit der Fähre nach Bohol über, genießt die Strände von Panglao und die Chocolate Hills und schließt mit dem ruhigen Siquijor ab, alles über kurze Bootsverbindungen ohne einen einzigen Flug. Wer lieber die Lagunen sehen möchte, konzentriert sich auf Palawan und verbindet einige Tage in El Nido über eine Fähre oder einen kurzen Flug mit dem Wrackrevier von Coron. Beide Varianten kommen ohne Hetze aus und lassen genug Zeit zum Ankommen.

Mit drei Wochen wird die große Kombination möglich. Die klassische Strecke hängt Palawan und die Visayas aneinander, erst die Boote und Lagunen um El Nido und Coron, dann ein Inlandsflug nach Cebu und von dort weiter nach Bohol und Siquijor. Wer lieber surft, tauscht die letzte Woche gegen Siargao im Osten, das per Flug über Cebu erreichbar ist. Eine ganz andere Route bleibt in Luzon und verbindet Manila mit den Reisterrassen von Banaue und der Kolonialstadt Vigan auf dem Landweg, bevor es zum Abschluss an einen Strand geht.

Zwischen den Etappen entscheidest du dich meist zwischen Flug und Fähre. Die beiden großen Drehkreuze sind Manila und Cebu, von denen ein dichtes Netz günstiger Inlandsairlines fast jede Insel anfliegt. Innerhalb der Visayas sind schnelle Fähren oft bequemer als der Umweg über den Flughafen, und für die letzten Kilometer zu vorgelagerten Inseln bringt dich das traditionelle Bangka-Auslegerboot ans Ziel. Plane für jede größere Insel mindestens drei bis vier Nächte ein, denn Transfers zu Häfen und Flughäfen kosten regelmäßig einen halben Tag. Lieber weniger Inseln und dafür mehr Zeit pro Ort.

Küche & Kulinarik

Philippinisch essen von Adobo bis Halo-Halo

Die philippinische Küche verbindet malaiische, chinesische und spanische Einflüsse und dreht sich um Reis, Essig und langsam geschmortes Fleisch, ergänzt um viele frische Meeresfrüchte.

Das Rückgrat jeder Mahlzeit ist Reis, dazu kommt fast immer ein herzhaftes Schmorgericht. Das inoffizielle Nationalgericht ist Adobo, bei dem Hähnchen oder Schwein langsam in Essig, Sojasauce, Knoblauch und Lorbeer gegart wird, bis das Fleisch zerfällt. Ähnlich beliebt ist Sinigang, eine säuerliche Suppe, die mit Tamarinde oder anderen Früchten sauer abgeschmeckt wird und Fisch oder Schwein enthält. Als schnelle Sättigung dienen die aus China stammenden Nudeln Pancit und die frittierten Frühlingsrollen Lumpia, die du an jeder Straßenecke bekommst.

Von Insel zu Insel wechseln die Spezialitäten. Cebu ist berühmt für sein Lechon, ein am Spieß über Holzkohle gegrilltes Spanferkel mit knuspriger Haut, das bei jedem Fest im Mittelpunkt steht. An den Küsten landet fangfrischer Fisch als Kinilaw auf dem Tisch, eine Art Ceviche, bei der roher Fisch in Essig und Limette gegart wird. Aus der Pfanne zischt Sisig, fein gehacktes und gewürztes Schweinefleisch, während Kare-Kare als dicker Eintopf aus Ochsenschwanz in Erdnusssauce mit Gemüse serviert wird.

Süß und erfrischend wird es zum Abschluss. Das bunte Halo-Halo türmt geraspeltes Eis über Bohnen, Gelee, der violetten Yamswurzel Ube und einem Klecks Speiseeis, ideal gegen die Hitze. Die Mangos des Landes gelten als einige der besten überhaupt, und die kleine Zitrusfrucht Calamansi würzt Säfte wie Gerichte. Gegessen wird am ehrlichsten in einer Carinderia, den einfachen Garküchen mit vorgekochten Töpfen, oder auf den Nachtmärkten, während die überall präsente Kette Jollibee für viele Filipinos ebenso dazugehört. Zum Trinken gibt es frische Fruchtsäfte, süße Kaffeespezialitäten und das im Land gebraute San-Miguel-Bier. Wie in den Tropen üblich meidest du Leitungswasser und setzt auf frisch Zubereitetes an gut besuchten Ständen.

Mit Kindern

Die Philippinen mit Kindern und Bohol als leichter Einstieg

Für Familien sind Bohol und Cebu der leichteste Einstieg, weil kurze Wege, ruhige Strände und viel Erfahrung mit jungen Gästen die Reise entspannt halten.

Für die erste Familienreise ist die Kombination aus Bohol und Cebu die naheliegende Wahl. Auf der Halbinsel Panglao vor Bohol fallen die Alona Beach und die Dumaluan Beach flach und ruhig ins Meer, sodass auch kleinere Kinder gefahrlos planschen. Von hier sind es nur kurze Ausflüge zu den Chocolate Hills und zu den Koboldmakis, deren große Augen jedes Kind faszinieren. Auf der Nachbarinsel Cebu bieten die Resorts der vorgelagerten Insel Mactan Pools und Strandabschnitte direkt am Flughafen, was die Anreise mit Gepäck und müden Kindern kurz hält.

Beim Programm zählt das richtige Maß. Eine gemächliche Flussfahrt auf dem Loboc mit Mittagessen an Bord, eine Schnorcheltour über flachen Riffen und der Besuch einer Schmetterlingsfarm lassen sich gut mit Kindern bewältigen. Auf Boracay lädt die flach abfallende White Beach zum Baden und zu einfachen Wassersportarten ein. Kurze Bootsfahrten zu nahen Inseln sind ein Abenteuer, doch die langen Touren rund um El Nido und Coron mit mehreren Stunden auf dem Wasser fordern jüngere Kinder schnell, weshalb Palawan eher zu älteren passt.

Bei der Planung stehen Hitze und Sonne im Vordergrund. Die tropische Schwüle fordert gerade Kinder, deshalb gehören Sonnenschutz, viel Trinken und eine Pause in der Mittagshitze fest zum Tag. Halte die Fahrten kurz und plane nach jeder Bootsetappe einen ruhigen Tag ein. Achte wie auf jeder Fernreise auf sauberes Trinkwasser und frisch Gekochtes und lass dich vorab ärztlich zu Impfungen und zum Schutz vor Mücken beraten, denn das Dengue-Fieber kommt vor. Am angenehmsten reist es sich mit Kindern in der Trockenzeit zwischen Dezember und April.

Anreise & Planung

Die Philippinen-Reise planen mit Anreise und Wegen vor Ort

Zwischen dem langen Flug aus Europa und den vielen Inselverbindungen lohnt es sich, Anreise und Fortbewegung vor Ort früh zu durchdenken.

Von Deutschland gibt es keinen Direktflug auf die Philippinen. Üblich ist ein Umstieg an einem Drehkreuz am Golf oder in Asien, etwa in Doha, Dubai, Singapur oder Hongkong, sodass du mit Aufenthalt meist zwischen fünfzehn und achtzehn Stunden unterwegs bist. Die wichtigsten Einreiseflughäfen sind Manila auf Luzon und Cebu in den Visayas, die zugleich die Drehkreuze für die Weiterreise sind. Die Zeitverschiebung beträgt sechs Stunden im europäischen Sommer und sieben im Winter, denn die Philippinen liegen ganzjährig in einer einzigen Zeitzone acht Stunden vor der Weltzeit.

Im Land nehmen dir Flüge und Fähren die weiten Strecken ab. Ein dichtes Netz von Inlandsairlines verbindet Manila und Cebu mit fast jeder größeren Insel zu meist moderaten Preisen, während schnelle Fähren die Inseln der Visayas untereinander koppeln und das traditionelle Bangka-Boot die letzten Kilometer zu vorgelagerten Stränden übernimmt. In den Städten bewegst du dich per App-Taxi, mit den bunten Sammeltaxis der Jeepneys und den kleinen Motorrad-Rikschas, den Tricycles. Dass fast überall Englisch gesprochen wird, macht die Orientierung ungewöhnlich leicht.

Um die Formalitäten kümmerst du dich am besten vor der Reise. Für einen touristischen Kurzaufenthalt können deutsche Staatsangehörige in der Regel visumfrei einreisen, wobei oft ein Weiter- oder Rückflugticket verlangt wird, und der Reisepass sollte ausreichend lange gültig sein. Weil sich die Regeln ändern können, prüfst du die aktuellen Einreise- und Gesundheitshinweise kurz vor Abflug offiziell beim Auswärtigen Amt. Bezahlt wird in Philippinischen Pesos, und außerhalb der Touristenorte solltest du stets Bargeld dabeihaben, weil kleine Garküchen und Bootsleute keine Karten nehmen. Eine lokale SIM-Karte oder eine eSIM sorgt für günstiges Internet unterwegs.

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Beste Reisezeit & Wetter

Beste Reisezeit für die Philippinen in der Trockenzeit

Von Dezember bis April sorgen der trockene Amihan-Nordostmonsun (bis Februar) und die anschließende heiße Trockenzeit für stabile Sonnentage, während der Südwestmonsun von Juni bis Oktober kräftige Schauer und die Gefahr von Taifunen mit sich bringt.

Die Philippinen liegen nördlich des Äquators in den Tropen und kennen statt vier Jahreszeiten vor allem zwei, die der Monsun bestimmt. Die Temperaturen bleiben das ganze Jahr über warm und ändern sich kaum; entscheidend sind Regen und Wind. Die Werte in der Tabelle gelten für die Hauptreiseregionen der Visayas und Palawans. Von etwa Dezember bis Februar weht mit dem Amihan der trockene und angenehm frische Nordostmonsun, ehe von März bis Mai die heiße Trockenzeit folgt, in der das Meer badewannenwarm wird. Von Juni bis Oktober übernimmt der feuchte Südwestmonsun Habagat und bringt kräftige Nachmittagsschauer und schwülere Luft. Weil die Inseln auf der Nordhalbkugel liegen, fällt die trockene Zeit mit dem europäischen Winter zusammen und macht die Philippinen zu einem Ziel für die kalte Jahreszeit daheim. Zwei Dinge solltest du wissen. Die pazifische Ostküste um Siargao und Samar erlebt ihre Regenzeit genau umgekehrt und ist von November bis Februar am nassesten. Die Taifunsaison zwischen Juni und November trifft vor allem den Norden Luzons und den Osten des Landes. Im Bergland der Cordillera um Banaue liegt die Temperatur spürbar niedriger als an der Küste.

Jan30°24°trockener Amihan, angenehm frische Nächte und ruhige See fürs Inselhopping
Feb30°24°trockenster Abschnitt mit klarer Sicht unter Wasser
Mär32°25°warm und trocken, Beginn der Hochsaison an den Stränden
Apr33°26°heißester Monat vor dem Monsun, das Meer ist badewannenwarm
Mai33°26°sehr warm und schwüler, erste Vorboten des Südwestmonsuns
Jun32°25°der Habagat setzt ein, kurze kräftige Nachmittagsgüsse
Jul31°25°feucht mit Regen, im Norden steigt das Taifunrisiko
Aug31°25°nasseste Phase im Westen, Taifune möglich
Sep31°25°weiter Regen und Taifungefahr, dafür ruhige Nebensaison
Okt31°25°noch Schauer und Taifune, im Osten läuft die Surfsaison an
Nov30°24°im Westen lässt der Regen nach, der Osten um Siargao bleibt nass
Dez30°24°der Amihan bringt die Trockenzeit zurück, Start der Hauptsaison

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Die beste Reisezeit für die Philippinen liegt in der Trockenzeit von Dezember bis April, wenn stabiles, sonniges Wetter und ruhige See das Inselhopping und das Tauchen begünstigen und die Monate Januar bis April besonders verlässlich sind. Wer im Osten auf Siargao surfen will, findet dort eher zwischen März und Oktober gute Bedingungen. Von Juni bis November reist du günstiger und durch sattes Grün, musst aber mit Nachmittagsregen und der Gefahr von Taifunen rechnen, die vor allem den Norden und Osten treffen.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Philippinen

Wann ist die beste Reisezeit für die Philippinen?
Am verlässlichsten ist die Trockenzeit von Dezember bis April, mit Januar bis April als trockenstem Fenster für Palawan und die Visayas. Von Juni bis November bringt der Monsun Nachmittagsregen und mögliche Taifune, dafür sind Preise und Andrang niedriger. Der Osten um Siargao hat seine beste Zeit eher zwischen März und Oktober.
Was ist die Hauptstadt der Philippinen?
Die Hauptstadt ist Manila auf der Hauptinsel Luzon, Teil des dicht besiedelten Ballungsraums Metro Manila. Dort landen die meisten internationalen Flüge, und die spanische Altstadt Intramuros mit dem Fort Santiago erinnert an die Kolonialzeit.
Welche Sprache spricht man auf den Philippinen?
Amtssprachen sind Filipino, das auf dem Tagalog beruht, und Englisch. Weil Englisch in Schule, Verwaltung und Tourismus allgegenwärtig ist, kommst du als Reisende fast überall damit zurecht, was die Orientierung ungewöhnlich leicht macht.
Womit bezahlt man auf den Philippinen?
Bezahlt wird mit dem Philippinischen Peso. In Hotels, größeren Restaurants und Geschäften der Touristenorte werden Karten akzeptiert, während du für Garküchen, Märkte, Tricycles und Bootsleute stets etwas Bargeld dabeihaben solltest. Geldautomaten gibt es in allen Städten.
Wie viele Inseln haben die Philippinen?
Der Archipel zählt 7.641 Inseln, von denen nur ein Teil bewohnt ist. Die größte und wichtigste ist Luzon im Norden mit der Hauptstadt Manila, gefolgt von Mindanao im Süden; dazwischen liegt die Inselgruppe der Visayas mit den beliebtesten Reisezielen.
Wie lange fliegt man von Deutschland auf die Philippinen?
Direktflüge gibt es kaum. Mit einem Umstieg am Golf oder in Asien bist du je nach Route und Aufenthalt meist zwischen fünfzehn und achtzehn Stunden nach Manila oder Cebu unterwegs. Für entlegene Inseln kommt anschließend ein kurzer Inlandsflug oder eine Fähre hinzu.
Wie viele Tage sollte man für eine Philippinen-Rundreise einplanen?
Für eine erste Runde durch die zentralen Visayas mit Cebu, Bohol und Siquijor reichen etwa zwei Wochen. Wer Palawan mit El Nido und Coron ergänzen oder Siargao zum Surfen anhängen möchte, plant besser drei Wochen ein, weil viele Etappen über Inlandsflüge laufen.
Was sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Philippinen?
Ganz oben stehen die Lagunen von El Nido und die Wracks von Coron auf Palawan, die Chocolate Hills und die Koboldmakis auf Bohol, die Reisterrassen von Banaue auf Luzon sowie der weiße Strand von Boracay. Für Taucher zählt das abgelegene Tubbataha-Riff zu den Höhepunkten.
Wie sicher ist eine Reise auf die Philippinen?
Die touristischen Hauptregionen wie die Visayas, Palawan, Boracay und der Norden Luzons gelten als sicher. Von Teilen im Westen und Süden Mindanaos sowie vom Sulu-Archipel rät das Auswärtige Amt ab, dessen aktuelle Hinweise du vor der Reise prüfst. Übliche Vorsicht bei Wertsachen und im Verkehr bleibt ratsam.
Was muss ich bei der Einreise auf die Philippinen beachten?
Für einen touristischen Kurzaufenthalt können deutsche Staatsangehörige in der Regel visumfrei einreisen, oft gegen Vorlage eines Weiter- oder Rückflugtickets, und der Reisepass muss ausreichend gültig sein. Weil sich Regeln ändern, prüfst du die aktuellen Einreise- und Gesundheitshinweise vor Abflug offiziell beim Auswärtigen Amt.
Wie teuer ist ein Urlaub auf den Philippinen?
Die Philippinen zählen zu den preiswerteren Zielen Südostasiens. Lokales Essen, einfache Unterkünfte und der Verkehr vor Ort sind günstig, während Inlandsflüge, Bootstouren und gehobene Resorts auf Palawan oder Boracay das Budget stärker beanspruchen. So lässt sich der Aufwand flexibel an den eigenen Reisestil anpassen.
Welche Inseln eignen sich für den ersten Philippinen-Urlaub?
Für die erste Reise sind die Visayas rund um Cebu und Bohol ideal, weil die Wege kurz und die Fährverbindungen gut sind. Wer Lagunen sucht, ergänzt Palawan mit El Nido und Coron, während Boracay für einen reinen Strandurlaub und Siargao für Surfer die naheliegenden Ziele sind.
Philippinen7.641 Inseln zwischen Pazifik und Sulusee — die Philippinen sind Südostasiens entlegenes Paradies aus Lagunen, Vulkanen und Korallenriffen.
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