Land · Asien

China

Wo die Chinesische Mauer über grüne Bergkämme zieht und Shanghais Skyline den Abendhimmel spiegelt.

Über China

Urlaub in China

China ist kein Land für eine einzige Reise, sondern für mehrere. Die meisten starten im kaiserlichen Norden bei Peking und der Chinesischen Mauer, reisen weiter zur Terrakotta-Armee nach Xi'an und enden in der Megacity Shanghai – die drei Ziele liegen auf einer schnellen Schnellzugachse und ergeben die klassische erste Runde. Wer mehr Zeit hat, hängt den Süden an – die Karstberge am Li-Fluss bei Guilin, die Sandsteinsäulen von Zhangjiajie oder die Pandas von Chengdu. Das Land reicht von eisigen Wintern im Norden bis zu subtropischer Schwüle im Süden, liegt komplett in einer Zeitzone und ist mit dem größten Schnellzugnetz der Welt erstaunlich leicht zu bereisen.

China – Karte
Reiseführer

China von A bis Z

Aktualisiert Juli 2026

Der Zug aus Peking beschleunigt lautlos auf über 300 km/h, und keine anderthalb Zugstunden später stehen an der Chinesischen Mauer die Wachtürme über bewaldeten Kämmen. In diesem Tempo lässt sich China heute bereisen – morgens ein Kaiserpalast, mittags ein Schnellzug quer durchs Land, abends die Skyline von Shanghai über dem Huangpu. Zwischen dem eisigen Norden und dem subtropischen Süden liegen mehrere Klimazonen, aber ein durchgehendes Schienennetz fädelt die großen Ziele zu einer erstaunlich machbaren Reise auf.

Regionen & Städte

Die Regionen und Städte für deine China-Reise

Zwischen dem kaiserlichen Norden um Peking und den Karstbergen des Südens liegen mehrere Tagesreisen und ein paar sehr unterschiedliche Reiseländer.

Die meisten China-Reisen ordnen sich um drei Pole. Der erste ist Peking im Norden, die Hauptstadt mit der Verbotenen Stadt, dem Himmelstempel und der Chinesischen Mauer vor den Toren der Stadt. Von hier stammt das kaiserliche China schlechthin – Palastdächer, Hutong-Gassen und weite Plätze. Peking ist für fast jede erste Reise der Startpunkt und braucht drei bis vier volle Tage.

Der zweite Pol liegt in der Mitte des Landes: Xi'an, das Ende der alten Seidenstraße, bekannt für die Terrakotta-Armee und eine noch fast vollständig erhaltene Stadtmauer. Von Peking ist Xi'an mit dem Schnellzug in etwa viereinhalb bis fünfeinhalb Stunden erreichbar. Der dritte Pol ist Shanghai an der Ostküste, Chinas größte Stadt und das moderne Schaufenster, mit Wolkenkratzern in Pudong, den Kolonialfassaden am Bund und den Kanalstädten und Gärten von Suzhou und Hangzhou im Umland.

Wer länger bleibt, reist nach Süden. Rund um Guilin und Yangshuo steigen die berühmten Karstkegel aus dem Li-Fluss, in Hunan stehen die Sandsteinsäulen von Zhangjiajie, und in Chengdu, der Hauptstadt der Provinz Sichuan, leben die Großen Pandas in ihrer bekannten Aufzuchtstation. Diese Ziele liegen weit auseinander, hängen aber per Schnellzug oder kurzem Inlandsflug gut an die klassische Runde an.

Für eine zweite oder dritte Reise öffnet sich der Rest des riesigen Landes. Yunnan im Südwesten lockt mit der Altstadt von Lijiang, Reisterrassen und dem Aufstieg in Richtung Himalaya bei Shangri-La. Tibet mit dem Potala-Palast in Lhasa verlangt zusätzliche Genehmigungen und lässt sich nicht spontan bereisen. Im Süden bilden Hongkong und Guangzhou ein eigenes, kantonesisch geprägtes Kapitel. Für die erste Reise gilt die Faustregel, lieber wenige Regionen in Ruhe zu sehen als das halbe Land im Eiltempo.

Sehenswürdigkeiten

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in China

Die Chinesische Mauer führt jede Liste an, doch dahinter warten Kaiserpaläste, eine ganze Tonarmee und Gärten, in denen China seine Geschichte erzählt.

An der Spitze steht die Chinesische Mauer, die sich über Tausende Kilometer durch Nordchina zieht. Von Peking aus erreichst du mehrere Abschnitte an einem Tag. Badaling ist der am besten ausgebaute und mit Abstand vollste, Mutianyu etwas ruhiger und dank Gondel und Sommerrodelbahn gut für Familien, während Jinshanling und Simatai die wilderen, teils unrestaurierten Strecken für Wanderer sind. Früh anreisen lohnt sich überall.

In Peking selbst reiht sich ein Höhepunkt an den nächsten. Die Verbotene Stadt, der riesige Kaiserpalast hinter roten Mauern, grenzt an den Tiananmen-Platz; ein paar Kilometer weiter südlich liegt der Himmelstempel mit seiner runden, blau gedeckten Halle, im Nordwesten der Stadt der weitläufige Sommerpalast am See. Für diese Höhepunkte plane mindestens zwei volle Tage und geh früh los, bevor die Reisegruppen kommen.

Der zweite große Magnet ist die Terrakotta-Armee bei Xi'an: Tausende lebensgroße Tonkrieger, jeder mit eigenem Gesicht, die 1974 von Bauern beim Brunnenbau entdeckt wurden und noch immer in ihren Gruben stehen. Xi'an selbst umschließt eine begehbare Stadtmauer aus der Ming-Zeit, und im muslimisch geprägten Viertel duftet es abends nach Spießen und handgezogenen Nudeln.

Weiter östlich mischt sich Moderne unter die Geschichte. In Shanghai stehen sich am Bund die Kolonialbauten und die Wolkenkratzer von Pudong gegenüber, während der Yu-Garten aus der Ming-Zeit mitten in der Altstadt liegt. Rund um Shanghai bewahren die klassischen Gärten von Suzhou und der Westsee von Hangzhou das Bild des alten, poetischen China – beide sind per Schnellzug in weniger als einer Stunde erreichbar.

Natur & Landschaft

Chinas Landschaften von Guilin bis Zhangjiajie

Am Li-Fluss schieben sich die Karstkegel wie grüne Zähne aus dem Wasser, in Hunan stehen die Sandsteinsäulen von Zhangjiajie oft bis zur Spitze im Nebel.

Chinas bekannteste Landschaft liegt im Süden bei Guilin. Auf der rund vierstündigen Bootsfahrt den Li-Fluss hinab nach Yangshuo ziehen die grünen Karstberge Stunde um Stunde vorbei, dazwischen Bambushaine, Wasserbüffel und Fischerdörfer. Bei Xingping legen die Boote an einem der schönsten Abschnitte an, und am Stadtrand von Guilin locken die tropfsteinreiche Schilfrohrflötenhöhle und der Elefantenrüsselberg über dem Wasser. Rund um Yangshuo führen Radwege durch die Reisfelder, und wenige Stunden nördlich stapeln sich die Reisterrassen von Longji übereinander die Hänge hinauf.

Noch dramatischer wird es in Zhangjiajie in der Provinz Hunan. Im Wulingyuan-Gebiet ragen Hunderte schmaler Sandsteinsäulen senkrecht aus dem Wald, oft von Wolken umspielt – die Kulisse, die den Schwebebergen im Film Avatar Pate stand. Gläserne Aussichtsstege und ein Aufzug in der Felswand führen mitten hinein; für die Wege solltest du gutes Schuhwerk und einen ganzen Tag mitbringen.

Im Südwesten öffnet sich Yunnan, die vielleicht abwechslungsreichste Naturprovinz. Bei Yuanyang treppen sich Reisterrassen bis zum Horizont, nahe Kunming versteinert der Steinwald zu einem Labyrinth aus Kalkspitzen, und weiter oben schneidet die Tigersprung-Schlucht tief zwischen die Berge auf dem Weg nach Shangri-La. Hier beginnt spürbar der Anstieg zum tibetischen Hochland.

Wer klassische Bergwelten sucht, findet sie im Osten am Huangshan, dem Gelben Gebirge, dessen Granitnadeln und knorrige Kiefern über einem Wolkenmeer stehen und die chinesische Malerei seit Jahrhunderten prägen. Im Norden Sichuans leuchten die türkisfarbenen Seen von Jiuzhaigou im Herbst zwischen bunten Wäldern. Chinas Natur ist selten menschenleer, aber die Wege sind gut erschlossen und beschildert.

Rundreise & Routen

Die klassische China-Rundreise planen

Die meisten ersten China-Reisen fädeln Peking, Xi'an und Shanghai auf einer schnellen Zugachse auf und hängen Guilin als Naturkapitel hinten an.

Die klassische China-Rundreise verbindet drei Städte zu einem Dreieck. Peking, Xi'an und Shanghai liegen so günstig am Schnellzugnetz, dass du die Etappen bequem am Tag zurücklegst: Peking nach Xi'an in gut viereinhalb Stunden, Xi'an nach Shanghai in etwa sechs, Peking direkt nach Shanghai in rund viereinhalb. Für diese Runde solltest du zehn bis vierzehn Tage einplanen.

Wer mehr Zeit und Lust auf Landschaft hat, erweitert das Dreieck nach Süden. Guilin und Yangshuo fügen dem Städtetrip die Karstberge hinzu, Zhangjiajie die Sandsteinsäulen und Chengdu die Pandas samt scharfer Sichuan-Küche. Mit diesen Ergänzungen wächst die Reise auf rund drei Wochen. Weil die neuen Ziele weiter abseits liegen, kombinierst du hier Schnellzug und den einen oder anderen Inlandsflug.

Zwischen den Städten ist der Hochgeschwindigkeitszug fast immer die beste Wahl. Das Netz ist das größte der Welt, die Züge sind pünktlich, sauber und mit über 300 km/h schnell, und die Bahnhöfe liegen zentraler als die oft weit draußen gelegenen Flughäfen. Für sehr lange Sprünge, etwa nach Yunnan oder Tibet, greifst du zum Flugzeug. Tickets buchst du am besten ein paar Tage im Voraus, weil beliebte Verbindungen ausverkauft sein können.

Bei der Organisation stellt sich die Frage nach der Begleitung. Außerhalb großer Hotels wird wenig Englisch gesprochen, Schrift und Sprache sind eine echte Hürde, und viele gewohnte Karten- und Übersetzungsdienste sind im Netz gesperrt. Manche buchen deshalb eine geführte Rundreise oder einzelne Tage mit lokaler Begleitung, während individuell Reisende mit Übersetzungs-App, vorab geladenen Karten und etwas Geduld gut durchkommen. Beides funktioniert, es ist eine Frage des Reisestils.

Essen & Küche

Chinesische Küche von Peking-Ente bis Hotpot

Die Küche wechselt mit jeder Region, von der knusprigen Peking-Ente im Norden bis zum feurigen Sichuan-Hotpot im Westen des Landes.

Chinesisches Essen ist kein einzelner Stil, sondern ein Kontinent für sich. Der Norden um Peking steht für Weizen statt Reis, für gedämpfte Teigtaschen, handgezogene Nudeln und vor allem die knusprige Peking-Ente, die man in hauchdünne Pfannkuchen mit Frühlingszwiebel und Sauce rollt. Im Westen, in Sichuan, wird es mit Chili und dem prickelnden Szechuanpfeffer richtig scharf; Hotpot, Mapo-Tofu und Gong-Bao-Hühnchen kommen von hier.

Im Osten um Shanghai kocht man eine Spur süßer und feiner. Bekannt sind die Xiaolongbao, kleine gefüllte Teigtaschen, in denen heiße Brühe steckt – du beißt vorsichtig an und schlürfst sie zuerst aus. Der Süden rund um Guangzhou und Hongkong ist die Heimat der kantonesischen Küche und des Dim Sum, jener kleinen Häppchen, die man morgens und mittags in vollen, lauten Teehäusern aus rollenden Wagen wählt.

Am ehrlichsten isst du dort, wo es voll ist und laut zugeht. In einfachen Lokalen zeigst du zur Not auf den Nachbartisch oder auf die Auslage, auf Märkten und an Straßenständen gibt es Jianbing-Crêpes zum Frühstück, gedämpfte Baozi, Spieße und die berühmten Rindfleischnudeln aus Lanzhou. Eine Übersetzungs-App mit Kamera hilft bei der Speisekarte enorm, weil bebilderte Karten selten sind.

Ein paar praktische Dinge erleichtern das Essen. Bezahlt wird fast überall per Handy-App, Bargeld ist die Ausnahme geworden, also richte die Zahlung vor der Reise ein. Leitungswasser trinkt man in China nicht; überall gibt es heißes Wasser und abgefüllte Getränke, und zu fast jeder Mahlzeit steht Tee auf dem Tisch. Wer empfindlich ist, tastet sich an die Schärfe heran und hat eine kleine Reiseapotheke dabei.

Mit Kindern

China mit Kindern entdecken

Pandas in Chengdu, eine Mauer zum Erklimmen und Schnellzüge mit Tempoanzeige machen China für Kinder greifbarer, als die weite Anreise vermuten lässt.

China ist mit Kindern anstrengender als ein Badeurlaub, aber voller Momente, die hängen bleiben. Der sichere Favorit ist die Aufzuchtstation der Großen Pandas in Chengdu, wo die Tiere am frühen Morgen am aktivsten sind. Auf der Chinesischen Mauer bei Mutianyu bringt eine Gondel alle nach oben, und hinunter geht es für Größere auf einer Sommerrodelbahn – das schlägt jeden trockenen Geschichtsvortrag.

Auch die Fortbewegung wird selbst zum Erlebnis. In den Schnellzügen zeigt eine Anzeige das Tempo jenseits der 300 km/h, in Shanghai schwebt der Transrapid zum Flughafen, und eine Bootsfahrt auf dem Li-Fluss vergeht mit Wasserbüffeln am Ufer wie im Flug. In Shanghai ziehen außerdem der Disney-Park und die Skyline über dem Fluss die Kinder in ihren Bann.

Beim Tempo hilft Zurückhaltung. Der Flug ist lang, der Jetlag von sechs bis sieben Stunden sitzt die ersten Tage in den Beinen, und die großen Sehenswürdigkeiten sind weitläufig und oft voll. Plane kürzere Tage, mische Stadt und Natur und dosiere die Kultur klein – ein Vormittag in der Verbotenen Stadt oder bei der Terrakotta-Armee reicht Kindern meist, danach lockt ohnehin das nächste Erlebnis.

Praktisch ist vieles einfacher als gedacht. Reis, Nudeln, gedämpfte Teigtaschen und mildes Gegrilltes essen die meisten Kinder gern, scharf muss es nicht sein. Nimm abgefülltes Wasser, etwas vertraute Verpflegung und eine kleine Reiseapotheke mit, stell dich auf einfache Hocktoiletten außerhalb der Hotels ein, und lade Übersetzungs-App und Offline-Karten vorab, weil viele gewohnte Dienste vor Ort gesperrt sind.

Anreise & Planung

China-Reise planen von Flug bis Reisezeit

Zwischen zehn Stunden Flug, einer einzigen Zeitzone und dem größten Schnellzugnetz der Welt entscheidet vor allem die Reisezeit über den Verlauf der Reise.

Die Anreise ist ein langer, aber unkomplizierter Sprung. Von Frankfurt und München fliegst du je nach Ziel und Route rund zehn bis zwölf Stunden nonstop nach Peking oder Shanghai. China liegt komplett in einer einzigen Zeitzone, sechs bis sieben Stunden vor Deutschland – ein spürbarer Jetlag, den du mit zwei ruhigeren Ankunftstagen abfederst.

Für die Einreise brauchst du als deutscher Reisender in der Regel ein Visum für Festlandchina. Die Bestimmungen ändern sich immer wieder, deshalb klärst du die aktuell gültigen Vorgaben rechtzeitig vor der Buchung bei der offiziellen chinesischen Vertretung und beim Auswärtigen Amt. Zu empfohlenen Impfungen und zur Gesundheitsvorsorge berät dich am besten eine reisemedizinische Sprechstunde.

Vor Ort ist der Schnellzug das Rückgrat jeder Reise. Zwischen den großen Städten bist du damit schneller und zentraler unterwegs als per Flug, in den Metropolen bringen dich moderne U-Bahnen günstig voran, und für die weiten Sprünge nach Yunnan oder ins genehmigungspflichtige Tibet nimmst du das Flugzeug. Tickets für beliebte Zugverbindungen sicherst du dir am besten ein paar Tage im Voraus.

Zwei Dinge solltest du vor dem Abflug erledigen. Richte das mobile Bezahlen über eine der großen Apps ein, weil Bargeld und ausländische Kreditkarten im Alltag kaum noch reichen, und lade Übersetzungs-App und Offline-Karten herunter, da viele gewohnte Dienste im chinesischen Netz nicht erreichbar sind. Beim Budget bleiben Bahn und Straßenküche günstig, während der internationale Flug und die Hotels die größten Posten sind – in der Nebensaison reist du spürbar preiswerter.

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Beste Reisezeit & Klima

Beste Reisezeit für China im Überblick

Frühjahr und Herbst treffen in weiten Teilen Chinas den mildesten Punkt zwischen eisigem Winter und schwülem Sommer.

China erstreckt sich über mehrere Klimazonen, weshalb die richtige Reisezeit stark vom Ziel abhängt. Die Werte unten gelten für Peking im Norden, das Tor zur Chinesischen Mauer und für viele der Startpunkt. Dort sind die Winter eisig und trocken, die Sommer heiß und schwül mit Regen. Der Süden um Guilin, Guangzhou und Hongkong ist subtropisch, dort bleiben die Winter mild, während die Sommer noch feuchter und heißer ausfallen. Landesweit sind Frühjahr und Herbst am angenehmsten. Beachte die Reisewellen rund um die Goldene Woche Anfang Oktober und das chinesische Neujahr, wenn extrem viele Menschen im Inland unterwegs sind.

Jan2°-8°eisig, trocken
Feb5°-6°kalt, klar
Mär12°0°Aufbruch in den Frühling
Apr20°7°mild, ideal
Mai26°13°warm, klar
Jun30°18°heiß, erste Schauer
Jul31°22°schwül, Regenzeit
Aug30°21°heiß, feucht
Sep26°14°goldener Herbst
Okt19°7°klar, Goldene Woche zu Beginn
Nov10°-1°kühl, ruhig
Dez4°-6°kalt, Nebensaison

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Die angenehmste Reisezeit für China sind das Frühjahr mit April und Mai und der Herbst mit September und Oktober, wenn es landesweit mild, meist trocken und klar ist. Der Sommer ist im ganzen Land heiß und in der Südhälfte sehr schwül mit Regen, während der Pekinger Winter zwar eisig, dafür klar und deutlich ruhiger ausfällt. Die Woche um den 1. Oktober und das chinesische Neujahr meidest du besser, weil dann halb China gleichzeitig verreist.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu China

Wann ist die beste Reisezeit für China?
Am angenehmsten sind Frühjahr (April und Mai) und Herbst (September und Oktober) – landesweit mild und meist trocken. Der Norden um Peking hat eisige Winter und schwüle Sommer, der Süden ist subtropisch. Die Woche um den 1. Oktober und das chinesische Neujahr meidest du wegen des Andrangs.
Brauchen deutsche Staatsbürger ein Visum für China?
In der Regel ja – für touristische Reisen nach Festlandchina ist meist ein Visum nötig. Weil sich die Bestimmungen immer wieder ändern, informierst du dich rechtzeitig vor der Buchung bei der offiziellen chinesischen Vertretung und beim Auswärtigen Amt über die aktuellen Vorgaben.
Wie lange dauert der Flug nach China?
Nonstop bist du von Frankfurt oder München rund zehn bis zwölf Stunden nach Peking oder Shanghai unterwegs. China liegt komplett in einer Zeitzone und ist sechs bis sieben Stunden vor Deutschland – plane die ersten Tage gegen den Jetlag ruhiger ein.
Wie viele Tage sollte man für China einplanen?
Für die klassische Runde mit Peking, Xi'an und Shanghai reichen zehn bis vierzehn Tage. Willst du den Süden mit Guilin, Zhangjiajie oder Chengdu ergänzen, plane eher drei Wochen und nimm für die langen Strecken den Schnellzug oder einen Inlandsflug.
Wie reist man in China am besten von Stadt zu Stadt?
Zwischen den großen Städten ist der Hochgeschwindigkeitszug fast immer erste Wahl: pünktlich, mit über 300 km/h schnell und zentral gelegen. Für sehr weite Sprünge wie nach Yunnan oder Tibet nimmst du das Flugzeug. Tickets buchst du am besten einige Tage im Voraus.
Wie bezahlt man in China?
Fast überall per Smartphone über Apps wie Alipay oder WeChat Pay, die sich inzwischen auch mit ausländischen Karten einrichten lassen. Richte das vor der Reise ein und nimm etwas Bargeld in Yuan als Reserve mit, denn klassische Kartenzahlung ist außerhalb großer Hotels selten geworden.
Muss man für China Chinesisch sprechen?
Nötig ist es nicht, aber außerhalb großer Hotels wird wenig Englisch gesprochen. Eine Übersetzungs-App mit Kamerafunktion für Speisekarten und Schilder hilft enorm; lade sie samt Offline-Karten vorab, weil viele gewohnte Dienste im chinesischen Netz gesperrt sind.
Ist China ein gutes Reiseziel für Familien?
Ja, wenn du das Tempo drosselst. Pandas in Chengdu, die Mauer mit Gondel und Rodelbahn bei Mutianyu, Schnellzüge und die Skyline von Shanghai begeistern Kinder. Der lange Flug und der Jetlag verlangen aber kürzere Tage und eine gute Mischung aus Stadt und Natur.
Was sollte man in China essen?
Im Norden die knusprige Peking-Ente und Teigtaschen, im Westen den scharfen Sichuan-Hotpot, im Osten die mit Brühe gefüllten Xiaolongbao und im Süden kantonesisches Dim Sum. Auf Märkten lohnen Jianbing-Crêpes, gedämpfte Baozi und die Rindfleischnudeln aus Lanzhou.
Welche Region eignet sich für die erste China-Reise?
Für den Einstieg das Dreieck Peking, Xi'an und Shanghai – Mauer, Terrakotta-Armee und moderne Metropole in einer Reise, verbunden per Schnellzug. Wer Landschaft ergänzen möchte, hängt Guilin mit den Karstbergen am Li-Fluss hinten an.
Wie teuer ist eine Reise nach China?
Vor Ort ist vieles günstig: Schnellzug, U-Bahn und Straßenküche kosten wenig, aufwendige Restaurants und internationale Hotels mehr. Die größten Posten sind der Langstreckenflug und die Unterkünfte; wer in der Nebensaison reist und die Bahn nutzt, spart spürbar.
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