Maskat, das Landesinnere und der grüne Süden
Der Oman lässt sich grob in drei Welten teilen. Die Hauptstadt Maskat an der Küste, das bergige Landesinnere um Nizwa und der tropisch grüne Süden um Salalah liegen weit auseinander und ergeben zusammen die ganze Bandbreite des Landes.
Maskat ist für die meisten der erste Halt und ein ungewöhnlicher Hauptstadt-Auftakt. Statt Hochhäusern reihen sich niedrige weiße Häuser zwischen dem Golf von Oman und den zerklüfteten Hadschar-Bergen, denn in Maskat begrenzt eine Bauvorschrift die Höhe der Gebäude. Entlang der Corniche von Mutrah liegt der alte Hafen mit dem Fischmarkt, dahinter beginnt der überdachte Souk mit Weihrauch, Silber und Stoffen. Für die Sultan-Qaboos-Große-Moschee, das Königliche Opernhaus, das Museum Bait Al Zubair und die Altstadt rund um den Al-Alam-Palast planst du zwei bis drei Nächte ein, bevor es ins Landesinnere weitergeht.
Ins Landesinnere führt die Straße nach Nizwa, der alten Hauptstadt am Fuß des Jebel Achdar. Der runde Turm des Nizwa-Forts überragt den Souk, auf dem freitags noch der traditionelle Viehmarkt stattfindet. Von hier erreichst du die Terrassendörfer des Grünen Bergs, das alte Lehmdorf Misfat al-Abriyeen mit seinen Faladsch-Wasserkanälen, den Jebel Shams über dem tiefen Canyon von Wadi Ghul und Festungen wie Bahla und Dschabrin. Die Berge sind mit ihren kühleren Nächten das ursprünglichere Gesicht des Oman und ein ruhiger Gegenpol zur Küste, den viele Reisende unterschätzen.
An der Ostküste liegt die Dhau-Bauerstadt Sur mit ihrem Leuchtturm, ganz in der Nähe legen bei Ras al-Dschins nachts grüne Meeresschildkröten ihre Eier ab. Auf dem Weg dorthin öffnet sich das leuchtend blaue Bimmah-Sinkloch direkt am Straßenrand. Ganz im Süden, rund tausend Kilometer entfernt, bildet Salalah eine eigene Welt. Die Region Dhofar bekommt im Sommer den Monsun ab, wird grün und neblig und riecht nach Weihrauch, während der Rest des Landes in der Hitze liegt. Ein Inlandsflug verbindet Maskat und Salalah in gut anderthalb Stunden.













