Die schönsten Regionen für eine Reise durch Kambodscha
Fast jede Kambodscha-Reise ruht auf drei Säulen im Norden, im Zentrum und an der Südküste, doch dazwischen liegt mehr, als die meisten erwarten.

Kambodscha ist kompakter, als die Landkarte vermuten lässt. Die meisten Reisen kreisen um drei Anker. Im Nordwesten liegt Siem Reap, das Tor zu den Tempeln von Angkor. Im Zentrum breitet sich die Hauptstadt Phnom Penh am Zusammenfluss von Mekong und Tonle Sap aus. Und im Süden zieht sich die Küste am Golf von Thailand mit Inseln, Krabbenmärkten und Pfefferplantagen entlang. Zwischen diesen Punkten sind die Distanzen überschaubar, und eine gut geplante Route verbindet sie ohne lange Durststrecken.
Der Nordwesten ist das kulturelle Schwergewicht. Siem Reap lebt vom nahen Angkor-Park, hat aber selbst eine lebhafte Gassenküche, Kunsthandwerk und den Nachtmarkt am Fluss. Südlich davon breitet sich der Tonle Sap aus, der größte Süßwassersee Südostasiens, an dessen Ufern die Pfahlbau- und schwimmenden Dörfer wie Kampong Phluk und Kampong Khleang stehen. Gut zwei bis drei Fahrstunden weiter liegt das verschlafene Battambang mit kolonialen Fassaden, dem Bambuszug und Reisfeldern, durch die sich Radwege ziehen.
Das Zentrum gehört Phnom Penh. Die Hauptstadt mischt breite Boulevards aus der Kolonialzeit, goldene Tempeldächer und eine wache Kunst- und Cafészene am Flussufer. Von hier reicht der Blick nach Osten an den Mekong, wo bei Kratie die seltenen Irawadi-Flussdelfine leben und der Strom sich um grüne Inseln wie Koh Trong legt. Noch weiter östlich steigt das Land in die bewaldeten Hochländer von Mondulkiri und Ratanakiri, wo Wasserfälle, Kaffeegärten und Elefantenprojekte abseits der üblichen Route liegen.
Der Süden ist Kambodschas entspannte Seite. Von der Hafenstadt Sihanoukville setzen Boote zu den Inseln Koh Rong und Koh Rong Sanloem über. Etwas weiter östlich reihen sich das ruhige Flussstädtchen Kampot mit seinen Pfefferplantagen und der Bergnationalpark Bokor sowie das winzige Kep mit seinem Krabbenmarkt aneinander. Wer Tempel und Strand in einer Reise verbinden will, hängt diese Küste als Ausklang an die Kulturetappen im Norden an.















