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Villa San Michele
Axel Munthes Traumvilla mit Antiken, Pergola-Garten und der Sphinx, deren Blick über den ganzen Golf von Neapel reicht.
◆ INSELORT · CAPRI
Hoch über dem Trubel liegt Anacapri, die zweite Gemeinde der Insel: weiße Gassen, Weinberge und Werkstätten für handgenähte Sandalen statt Designerboutiquen. Hier stehen Axel Munthes Villa San Michele, der Sessellift auf den Monte Solaro und die Kirche San Michele mit ihrem berühmten Majolika-Boden – und abends kehrt eine Ruhe ein, die das untere Capri so nicht kennt.

Jahrhundertelang waren Capri und Anacapri zwei Welten: Verbunden nur über die Scala Fenicia, eine in den Fels gehauene Treppe mit 921 Stufen, entwickelte der obere Ort seinen eigenen Charakter – bäuerlich, eigensinnig, dem Meer eher zugewandt als ausgeliefert. Erst die Fahrstraße des 19. Jahrhunderts band Anacapri an den Rest der Insel an; die alte Rivalität der beiden Gemeinden lebt bis heute als freundliche Stichelei fort.
Berühmt machte den Ort ein Schwede: Der Arzt Axel Munthe baute hier Ende des 19. Jahrhunderts auf römischen Resten seine Villa San Michele und beschrieb sie im Weltbestseller „Das Buch von San Michele“. Wenige Gassen weiter erzählt die Kirche San Michele mit ihrem Majolika-Boden – einem begehbaren Garten Eden aus handbemalten Fliesen – vom Kunstsinn des 18. Jahrhunderts, und die Casa Rossa sammelt hinter pompejanisch-roten Mauern Fundstücke der Inselgeschichte.
Anacapri ist auch das Tor zur wilden Westseite: Von der Piazza Vittoria schwebt der Einersessellift auf den Monte Solaro, mit 589 Metern der höchste Punkt der Insel. Busse fahren hinunter zur Blauen Grotte und zum Leuchtturm von Punta Carena, wo die Sonne als einzigem Ort der Insel direkt im Meer versinkt. Wer abends zurückkehrt, findet auf der Piazza ein Dorf vor, das wieder sich selbst gehört.
01 · Highlights
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Axel Munthes Traumvilla mit Antiken, Pergola-Garten und der Sphinx, deren Blick über den ganzen Golf von Neapel reicht.
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Ab der Piazza Vittoria schwebt der nostalgische Einersessellift in rund zwölf Minuten auf den höchsten Punkt der Insel.
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Der Majolika-Boden von 1761 zeigt die Vertreibung aus dem Paradies – ein begehbares Gemälde aus handbemalten Fliesen.
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Am Südwestkap versinkt die Sonne direkt im Meer – mit Felsenbad und Bar der schönste Sonnenuntergang der Insel.
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Das pompejanisch-rote Haus des Amerikaners John Clay MacKowen birgt Fundstücke und Gemälde der Inselgeschichte.
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06 · Häufige Fragen
Anacapri ist ruhiger, günstiger und abends fast tagesgastfrei – ideal für Wiederkehrer und alle, die das dörfliche Capri suchen. Capri-Stadt liegt zentraler an Piazzetta und Funicolare. Die Minibusse verbinden beide Orte bis spät, sodass man von oben problemlos zum Abendessen hinunterfährt.
Am schönsten mit dem Einersessellift ab der Piazza Vittoria, der in rund zwölf Minuten zum Gipfel schwebt. Sportliche steigen zu Fuß auf oder ab – der Weg über die Einsiedelei Cetrella dauert etwa eine Stunde und gehört zu den lohnendsten Wanderungen der Insel.
Eine in den Fels gehauene Treppe mit 921 Stufen, die seit der Antike Marina Grande mit Anacapri verbindet – bis zum Bau der Fahrstraße im 19. Jahrhundert der einzige Weg hinauf. Heute ist sie eine schweißtreibende, aber spektakuläre Wanderroute vorbei an der Kapelle Sant'Antonio.
Eine eigene Buslinie fährt von Anacapri in rund zehn Minuten zur Grotta Azzurra; alternativ läuft man gut 45 Minuten bergab. Vor Ort bringen Ruderboote die Besucher in die Grotte – geöffnet ist nur bei ruhiger See, am intensivsten leuchtet das Blau vormittags.
07 · In der Nähe
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