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Kirche Gospe van grada
Die Pfarrkirche „Unserer Lieben Frau außerhalb der Stadt" wurde 1740 in Stein vollendet und besitzt einen 1783 aus Venedig erworbenen Marmoraltar – das Herz von Varoš.
◆ STADTVIERTEL · ŠIBENIK
Varoš ist das alte Vorstadtviertel westlich des historischen Kerns, gewachsen aus den Häusern jener Menschen, die einst vor den Osmanen Schutz an den Stadtmauern suchten. Bis heute ist es ein ruhiges Wohnquartier aus dicht gedrängten Steinhäusern – mit der Kirche Gospe van grada als geistlichem Mittelpunkt.
Varoš entstand aus der Not der Türkenkriege. Menschen, die vor den Osmanen flohen, siedelten sich rund um die Stadttore und an den Mauern Šibeniks an; 1604 gründete Bischof Vinko Arrigoni hier eine eigene Pfarrgemeinde. Das älteste erhaltene Taufbuch trägt den Titel „Nomina baptizator vile Varos" und führt von 1624 bis 1638 die Familiennamen jener, die das frühe Varoš bewohnten. Der Ortsname selbst – „Varoš" bedeutet so viel wie Vorstadt – beschreibt genau das: die Siedlung außerhalb des ummauerten Kerns.
Schon 1645, zu Beginn des Kandischen Krieges, wurde das Viertel ein erstes Mal zerstört: Man räumte die Bewohner in die Stadt und legte die Häuser nieder, damit die Osmanen sie nicht nutzen konnten. Nach der Kriegsgefahr riefen Kirche und Stadt die Franziskaner von Visovac, um Siedler aus der Promina, dem Petrovo Polje und der weiteren Zagora hierher zu bringen und das verödete Quartier neu zu bevölkern. Ab 1668, mit dem neuen Franziskanerkloster St. Laurentius, übernahmen die Franziskaner die Seelsorge in Varoš.
Geistlicher und baulicher Mittelpunkt ist bis heute die Pfarrkirche Gospe van grada – „Unserer Lieben Frau außerhalb der Stadt". Auf einem mittelalterlichen Friedhof mit einer kleinen Kirche der Hll. Cosmas und Damian gegründet, wurde die heutige steinerne Kirche 1740 vollendet; ihren marmornen Altar erwarb die Marienbruderschaft 1783 aus Venedig. Drumherum dehnt sich Varoš als dicht gebautes Wohnviertel aus eng gedrängten Steinhäusern aus – ruhig, ursprünglich und vom Alltag der Šibeniker geprägt.
01 · Highlights
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Die Pfarrkirche „Unserer Lieben Frau außerhalb der Stadt" wurde 1740 in Stein vollendet und besitzt einen 1783 aus Venedig erworbenen Marmoraltar – das Herz von Varoš.
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Die eng gedrängten, alten Steinhäuser entlang schmaler Gassen zeigen, wie sich die Vorstadt einst an die Stadtmauern schmiegte.
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Anders als der touristische Kern ist Varoš ein gelebtes Wohnviertel – ideal, um das ursprüngliche, unaufgeregte Šibenik kennenzulernen.
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06 · Häufige Fragen
„Varoš" bedeutet so viel wie Vorstadt. Das Viertel entstand außerhalb der ummauerten Kernstadt, als sich Geflüchtete der Türkenkriege rund um die Stadttore und an den Mauern Šibeniks ansiedelten.
Die Pfarrkirche Gospe van grada („Unserer Lieben Frau außerhalb der Stadt"). Die heutige steinerne Kirche wurde 1740 vollendet und besitzt einen 1783 aus Venedig stammenden Marmoraltar.
Varoš ist vor allem ein authentisches Wohnviertel. Wer das ursprüngliche, ruhige Šibenik abseits der Touristenpfade erleben und etwas Stadtgeschichte mitnehmen möchte, ist hier richtig.
Die Pfarrei wurde 1604 gegründet; das älteste Taufbuch reicht bis 1624 zurück. Nach Zerstörung im Kandischen Krieg ab 1645 wurde Varoš mit Siedlern aus der Zagora neu bevölkert.
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