Die kurze Antwort
Shōgun-Palast mit Nachtigallenböden, die bei jedem Schritt quietschen – als Schutz vor Attentätern gebaut.
Die Dielen zwitschern. Im Ninomaru-Palast der Burg Nijō sind die Böden so konstruiert, dass sie bei Belastung ein Vogelzwitschern erzeugen – hörbar und verblüffend, und weil man in Socken darübergeht, hört man jeden eigenen Schritt. Die Burg war der Kyoto-Sitz der Tokugawa-Shōgune, und ihr Reiz liegt weniger in den Mauern als in dieser Flucht von Empfangsräumen mit bemalten Schiebetüren, deren Motive den Rang des Besuchers anzeigten.
Vor dem Palast liegt der Ninomaru-Garten mit Kiefern und einem Teich, dazu ein zweiter Garten, der Seiryū-en. Im Frühjahr blüht eine große Kirschbaumsammlung. Zur Anlage gehören außerdem die Tore – das Kara-mon und das Higashi Ōte-mon als großes Osttor – sowie der Tenshukaku: Vom einstigen Hauptturm steht nur noch die Ruine.
Geöffnet ist täglich von 08:45 bis 17:00 Uhr. Eingang, WC und Stellplätze sind rollstuhlgerecht ausgewiesen, geparkt wird kostenpflichtig, sowohl auf dem Parkplatz als auch am Straßenrand. Bezahlt werden kann bargeldlos mit Karte, kontaktlos per Handy und mit den gängigen japanischen E-Payment-Diensten, Transit-IC-Karten eingeschlossen.
Im Ninomaru-Palast ist Fotografieren verboten, die bemalten Räume nimmt man nur mit eigenen Augen mit.
Für den Rundgang durch die Burg gibt es vor Ort Audioguides.
Das Kara-mon ist reich verziert, seine Schnitzereien sind vergoldet.
Wann hingehen
Am vollsten wird es gegen 11 Uhr.
Andrang über den Tag
Mittel aller WochentageRuhigster Tag: SonntagVollster: Samstag
08:45
Einlass zur Öffnung
Direkt zur Öffnung kommen — die Gruppen folgen später am Vormittag.
09:00
Ninomaru-Palast zuerst
Den Palast vor dem Garten nehmen, solange es leer ist. Schuhe werden am Eingang abgelegt; fotografieren ist innen nicht erlaubt.
09:50
Garten & Burggelände
Danach in Ruhe durch den Ninomaru-Garten und über das Gelände — der offene Teil verträgt Betrieb deutlich besser als der Palast.
10:15
Danach: weiter im Viertel
Nach dem Rundgang liegt der Rest des Tages offen — die Karte unten zeigt, was zu Fuß erreichbar ist.
Stimmen
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Fragen
Die Dielen sind bewusst so konstruiert, dass sie bei Belastung ein Vogelzwitschern erzeugen – ein Schutz vor Attentätern. Da man den Palast in Socken durchquert, hört man den Effekt bei jedem eigenen Schritt sehr direkt.
Die Motive der fusuma in den Empfangsräumen zeigten den Rang dessen an, der dort empfangen wurde. Die Bilder waren damit Teil des Protokolls, nicht bloß Schmuck.
Nein, er ist nicht mehr erhalten. Vom Tenshukaku ist nur ein Rest geblieben, der weiterhin zu den Stationen auf dem Gelände gehört.
Ja. Kredit- und Debitkarten werden akzeptiert, ebenso kontaktloses Bezahlen per Handy sowie die gängigen japanischen E-Payment-Dienste und Transit-IC-Karten. Bargeld ist damit nicht zwingend nötig.
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