Die kurze Antwort
Kaiseki auf höchstem Niveau in Higashiyama – ein Menü, das dem Kalender folgt, in Einzelräumen serviert.
Das Geschirr wechselt hier mit dem Monat. Kikunoi steht seit Generationen für Kyoto-Kaiseki: eine Abfolge von zehn und mehr Gängen, die sich an Jahreszeit und Feiertagen orientiert und vom klaren Suppengang bis zum Reisabschluss reicht. Nicht das einzelne Gericht trägt den Abend, sondern die Reihenfolge — und der Kalender, dem sie folgt.
Serviert wird in privaten Tatami-Räumen in Higashiyama. Die eigene Gruppe bleibt für die Dauer des Menüs unter sich, die Gänge kommen im Rhythmus des Tisches. Wer Kaiseki bisher nur als Begriff kennt, erlebt hier die Form, auf die sich der Begriff bezieht.
Ein Besuch will vorbereitet sein: Reservierung ist Wochen im Voraus nötig, häufig über das Hotel, und das Haus liegt preislich in der obersten Kategorie. Das Mittagsmenü ist deutlich günstiger als das Abendmenü und für einen ersten Kaiseki-Besuch die vernünftigere Wahl — dieselbe Küche, dieselben Räume, kleinerer Einsatz.
Die Räume sind großzügig geschnitten, manche öffnen sich auf einen eigenen kleinen Garten.
Es gibt mehrere Menüstufen, die sich in Länge und Aufwand der Zutaten deutlich unterscheiden.
Die Menüs sind reichlich bemessen, satt ist man meist schon vor den letzten Gängen.
Davor & danach
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Fragen
Weil es dem Kalender folgt. Die Abfolge der zehn und mehr Gänge richtet sich nach Jahreszeit und Feiertagen, und selbst das Geschirr wechselt mit dem Monat. Zwei Besuche im Abstand von einigen Wochen ergeben deshalb zwei verschiedene Menüs.
Für den Einstieg spricht das Mittagsmenü: Es ist deutlich günstiger als das Abendmenü, wird in denselben Räumen serviert und folgt demselben Prinzip. Wer Kaiseki zum ersten Mal isst, bekommt so die Form zu einem kleineren Einsatz.
Wochen im Voraus. Die Reservierung läuft häufig über das Hotel, das den Kontakt für seine Gäste übernimmt — es lohnt sich also, den Wunsch schon bei der Zimmerbuchung zu äußern und nicht erst in Kyoto anzusprechen.
Nein, serviert wird in privaten Tatami-Räumen. Die eigene Gruppe bleibt für die Dauer des Menüs unter sich, was den Ablauf ruhiger macht als an einem offenen Tresen oder in einem großen Gastraum.
Am Anfang steht der klare Suppengang, am Ende der Reisabschluss. Zwischen diesen beiden Polen entfaltet sich der Rest des Menüs — wer den Bogen kennt, kann den Abend besser einordnen, statt jeden Gang einzeln zu bewerten.
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