Venedig ist eine Stadt ohne Autos, gebaut auf mehr als hundert Inseln in einer Lagune der Adria. Wo andernorts Straßen verlaufen, ziehen sich hier Kanäle, und statt Bussen gleiten Vaporetti und Gondeln durch das Wasser. Diese Lage hat über Jahrhunderte eine Stadt geformt, die es so kein zweites Mal gibt – einst Zentrum einer mächtigen Seerepublik, deren Reichtum sich bis heute in Palästen und Kirchen spiegelt.
Das gesellschaftliche und symbolische Zentrum ist der Markusplatz mit dem Markusdom, dessen goldglänzende Mosaiken und byzantinische Kuppeln vom einstigen Glanz erzählen. Daneben erhebt sich der Campanile, dessen Aussichtsplattform den weitesten Blick über Stadt und Lagune bietet, und der Dogenpalast, von dem aus die Seufzerbrücke zu den alten Gefängnissen führt. Der Canal Grande durchzieht die Stadt in einer großen Schleife und wird von der Rialtobrücke überspannt, an deren Fuß sich der traditionsreiche Markt erstreckt.
Venedig gliedert sich in sechs Sestieri – darunter San Marco, Dorsoduro mit seinen Kunstsammlungen und Cannaregio, wo das alte jüdische Ghetto liegt. Wer sich abseits der Hauptwege in den engen Gassen verliert, entdeckt das stille, alltägliche Venedig. Vor der Stadt locken die Inseln der Lagune: Murano mit seiner Glaskunst, das farbenfrohe Burano und das einstige Machtzentrum Torcello.
Kulinarisch lebt Venedig vom Meer und von der venezianischen Bar-Tradition: Cicchetti, kleine Häppchen, die man zu einem Glas Wein im Stehen genießt, dazu Sarde in saor, Risotto und Tintenfisch. Ein Spritz an einem Kanalufer gehört zum venezianischen Abend wie das Wasser zur Stadt.

Insel Burano
Kleine Lageneninsel nordöstlich von Venedig, bekannt für ihre bunt gestrichenen Fischerhäuser und die traditionelle Spitzenklöppelei, per Vaporetto erreichbar.
Leuchtend bunt gestrichene Fischerhäuser entlang der Kanäle








