Die kurze Antwort
Ein ganzes Haus voller Okonomiyaki-Stände auf drei Etagen – jeder Betreiber mit eigener Platte und eigener Handschrift.
Geschichtet statt vermischt: Hiroshima-Okonomiyaki wird anders gebaut als der Osaka-Typ. Die Zutaten werden nicht verrührt, sondern Lage für Lage aufgebaut, mit gebratenen Nudeln und einem Ei als Abschluss. Okonomi-mura im Viertel Shintenchi (Naka Ward) versammelt dieses eine Gericht in einem ganzen Haus: Zwei Dutzend kleine Betriebe sitzen hier übereinander, jeder mit eigener Theke und eigener Handschrift. Man wählt nach Bauchgefühl und sitzt direkt an der heißen Platte.
Der Weg durch das Haus gehört dazu: ein mehrstöckiger Zweckbau, in dem man sich mit dem Aufzug von Etage zu Etage arbeitet und unterwegs an einer Theke nach der anderen vorbeikommt.
Praktisch heißt das vor allem: Bargeld mitbringen, gezahlt wird ausschließlich bar. Die Theken sind auf Alleinessende ausgelegt, dazu gibt es Bier und kleine Gerichte, und auch spät am Abend wird noch gebraten. Zum Haus gehört ein kostenpflichtiger Parkplatz; Eingang, Sitzplätze und Toilette sind als rollstuhlgerecht ausgewiesen.
Voll wird es am Abend, mittags bekommt man fast überall einen Platz. Wer einen stillen Familienbetrieb erwartet, ist hier falsch: An den Platten sitzen Reisende, Studierende und Familien nebeneinander.
Steht vor einer Theke eine Schlange, lohnt der Blick in die Nachbarnischen, dort ist oft noch Platz frei.
An der Theke schaut man jedem Handgriff zu und kommt mit den Betreibern leicht ins Gespräch.
Einen Platz sucht man sich selbst: an eine Theke mit freien Plätzen gehen und kurz fragen.
Auch fleischlose Okonomiyaki gibt es im Haus, am besten direkt an der Theke danach fragen.
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Davor & danach
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Fragen
In Hiroshima werden die Zutaten nicht in den Teig gerührt, sondern geschichtet: Lage für Lage auf der Platte aufgebaut, dazu eine Schicht gebratener Nudeln und ein Ei als Abschluss. In Osaka wird stattdessen alles vermischt und als eine Masse gebraten.
Es gibt keine zentrale Karte. Man geht die Stände ab, schaut auf die Platten und bleibt dort stehen, wo es einem zusagt.
Weder Geheimadresse noch Reinfall. Gebraten wird hier genau das Gericht, das in Hiroshima zu Hause ist – nur eben unter einem Dach statt in einem eigenen Lokal an der Straße.
Ja. Serviert wird an der Theke direkt an der heißen Platte, und Okonomi-mura gilt als für Alleinessende geeignet. Bestellt wird am Platz, das Essen entsteht vor einem — allein zu sitzen fällt hier weniger auf als an einem Tisch.
Ja, bezahlt wird ausschließlich bar — Karten werden nicht akzeptiert. Wer mit dem Auto kommt, sollte auch dafür Bargeld einplanen: Der zum Haus gehörende Parkplatz ist kostenpflichtig.
Am Abend wird es voll, das Haus ist mittags wie abends gut besucht. Mittags bekommt man dagegen fast überall einen Platz, weil sich die Gäste über zwei Dutzend Betriebe auf mehreren Etagen verteilen. Nachts wird ebenfalls noch gebraten.
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