Die kurze Antwort
Das rote Torii im Wasser vor Miyajima – bei Flut schwimmt es scheinbar, bei Ebbe läuft man hin.
Ein rotes Torii, das rund 200 Meter vor der Küste im Wasser steht – dieses Bild ist für die meisten Reisenden der Grund, überhaupt nach Miyajima zu fahren. Der Itsukushima-Schrein selbst schließt dahinter an und ist auf Pfählen über das Wattenmeer gebaut, sodass seine Hallen und die verbindenden Stege bei hohem Wasserstand über der Wasserfläche zu schweben scheinen.
Diese Bauweise hat einen religiösen Grund: Die Insel galt selbst als heilig und durfte nicht bebaut werden. Die Konstruktion über dem Watt war der Weg, einen Schrein zu errichten, ohne den geweihten Boden anzutasten – und sie bestimmt bis heute, wie die Anlage wirkt.
Über das Erlebnis entscheidet der Gezeitenstand. Bei Hochwasser spiegelt sich das Torii, und der Schrein steht scheinbar im Meer; bei Niedrigwasser fällt das Watt trocken, man geht trockenen Fußes bis unter das Tor und sieht die Pfähle aus der Nähe. Beide Varianten lohnen sich, es sind nur sehr verschiedene Besuche. Wer nur einmal herkommt, sollte deshalb vorher den Tidenkalender ansehen und den Termin danach legen statt umgekehrt.
Die Anlage ist ein Shinto-Schrein und täglich von 06:30 bis 18:00 Uhr geöffnet. Der Eingang ist stufenlos zugänglich.
Von den Stegen des Schreins aus hat man freien Blick auf das Torii im Meer.
Miyajima erreicht man per Fähre, das Torii ist schon vom Deck aus beim Anlegen zu sehen.
Wann hingehen
Ab Mittag bilden sich Schlangen am Eingang und an den Fotopunkten.
Andrang über den Tag
Mittel aller WochentageRuhigster Tag: MittwochVollster: Samstag
Stimmen
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Umgebung · Miyajimacho
Fragen
Weil die Insel selbst als heilig galt und nicht bebaut werden durfte. Der Bau auf Pfählen über dem Watt war der Weg, einen Schrein zu errichten, ohne den geweihten Boden anzutasten – daher liegen Hallen und Stege über der Gezeitenzone statt an Land.
Beides lohnt, aber es sind zwei verschiedene Besuche. Bei Hochwasser spiegelt sich das Torii im Wasser und der Schrein wirkt wie ein schwimmender Bau. Bei Niedrigwasser fällt das Watt trocken und man kommt zu Fuß bis an das Tor heran. Wer nur einmal kommt, entscheidet sich am besten bewusst für eine der beiden Situationen.
Ja, aber nur bei Niedrigwasser. Das Tor steht rund 200 Meter vor der Küste im Wattenmeer; fällt das Wasser zurück, lässt sich die Strecke trockenen Fußes gehen und man steht direkt unter dem Tor. Bei Hochwasser ist der Bereich überflutet.
Den Tidenkalender. Der Gezeitenstand entscheidet hier über das gesamte Erlebnis, und er wechselt im Tagesverlauf – ohne diesen Blick vorab ist es Zufall, ob man das gespiegelte Torii oder das trockengefallene Watt vorfindet.
Ja, der Eingang ist stufenlos zugänglich, Toiletten gibt es auf dem Gelände. Wer bis unter das Torii ins Watt möchte, sollte allerdings einplanen, dass dieser Weg über den freigefallenen Meeresboden führt und nicht befestigt ist.
Dein Hiroshima-Tag
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