Kurzer Weg zum Bahnhof
Für das Haus spricht vor allem die Anbindung, und die überzeugt in der Regel. Zum Bahnhof Hiroshima sind es sieben bis zehn Gehminuten, über die Unterführung und deren Ausgang 8 bleibt man auch bei Regen trocken, und eine Haltestelle der Straßenbahn liegt in Sichtweite — für Tagesausflüge nach Miyajima und zum Friedenspark ein brauchbarer Ausgangspunkt. Sauberkeit und Personal sind in der Regel gut: Die Zimmer sind meist hell und gepflegt, die Rezeption hilft bis hin zu ausgedruckten Wegbeschreibungen und Restauranttipps. Geraucht wird in keinem Zimmer.
Mehr lesen · 3 weitere Kapitel
Wo das Haus Grenzen hat
Die Erschließung des Hauses ist umständlich. Die Rezeption liegt im zweiten Stock, und zwischen den Etagen führt ausschließlich der Aufzug — davon gibt es zwei, sie sind langsam und zu Stoßzeiten voll. Dazu kommt ein Detail des Umbaus: Der Boden im Bad liegt spürbar höher als im Zimmer, was zur Stolperstelle wird.
Wie der Aufenthalt gelingt
Vom Bahnhof nicht oberirdisch suchen, sondern die Unterführung nehmen und an Ausgang 8 hochkommen — von dort sind es nur noch wenige Minuten. Für die Waschmaschinen Zeit einplanen oder früh aufstehen: Es gibt nur vier im ganzen Haus, und eine Sitzgelegenheit zum Warten fehlt. Wasser liegt nicht kostenlos im Zimmer, also vorher am Bahnhof oder im nahen Convenience-Store kaufen. Das Frühstück läuft im Restaurant im Erdgeschoss, mit mehreren Menüs zur Wahl.
Für wen das Haus passt
Als Zwischenstopp auf einer Japanreise funktioniert das Haus gut: eine oder zwei Nächte, Gepäck abstellen, Hiroshima und Miyajima abfahren, weiterreisen. Alleinreisende und Paare mit normalem Gepäck kommen mit den kompakten Zimmern zurecht. Wer mehr Platz braucht, viel im Zimmer arbeitet oder auf eine stabile Netzverbindung angewiesen ist, sollte den Preisvorteil gegen diese Einschränkungen abwägen. Und wer aus baulichen Gründen keinen Aufzug nutzen kann, ist hier grundsätzlich falsch.

































