Rocca Paolina

Die unterirdische Papstfestung, durch deren überbaute Gassen heute Rolltreppen ins Zentrum führen.

Die Rocca Paolina ließ Papst Paul III. nach dem Salzkrieg 1540 als Symbol päpstlicher Macht errichten – Antonio da Sangallo baute dafür ein ganzes Adelsviertel der Stadt nieder und über die Ruinen hinweg. Die Perugini hassten die Festung und schleiften sie nach der Einigung Italiens. Erhalten blieben die überbauten mittelalterlichen Gassen im Untergrund, ein gespenstisches, stilles Labyrinth aus Mauern, Bögen und Hausfassaden. Heute führen Rolltreppen vom Busbahnhof Piazza Partigiani durch diese versunkene Stadt hinauf ins Zentrum – einer der eindrucksvollsten Stadteingänge Italiens, frei zugänglich und oft Schauplatz von Ausstellungen.

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