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◆ STADTVIERTEL · BAYEUX

Côte du Bessin.wo Bayeux ans Meer reicht

Nördlich von Bayeux öffnet sich der Bessin zum Ärmelkanal – und mit ihm die Geschichte des Längsten Tages. Der quirlige Fischereihafen Port-en-Bessin schickt seine Trawler nach Jakobsmuscheln aus, bei Arromanches liegen noch die rostigen Caissons des künstlichen Mulberry-Hafens vor der Küste, und auf den Klippen von Longues-sur-Mer ducken sich die Betonbunker einer deutschen Geschützbatterie. Zwischen langen Sandstränden, Möwengeschrei und stiller Erinnerung zeigt sich hier Bayeux’ maritime, geschichtsträchtige Seite.

Côte du Bessin.
Lage
Küstengürtel nördlich von Bayeux, von Port-en-Bessin bis Arromanches
Charakter
Maritim, geschichtsträchtig, weitläufig
Gut für
D-Day-Erkundung, Küstenspaziergänge, Meeresfrüchte
Anreise
Per Mietwagen oder geführter Tour ab Bayeux (15–30 Min.)

Eine Küste, an der Europa befreit wurde

Die Küste vor Bayeux trägt zwei Gesichter. Das eine ist alt und unverändert: Port-en-Bessin, ein echter Arbeitshafen, in dem die Trawler bei Flut einlaufen und ihre Fänge an der Mole löschen. Der Bessin ist berühmt für seine Jakobsmuscheln, die hier im Herbst und Winter Hochsaison haben – nirgends isst man sie frischer als in den Hafenbistros direkt am Wasser.

Das andere Gesicht ist das des 6. Juni 1944. Vor Arromanches versenkten die Alliierten ganze Reihen von Betoncaissons, um über Nacht einen künstlichen Hafen zu bauen – den Mulberry Harbour, über den ein gewaltiger Nachschub an Land kam. Bei Ebbe ragen seine Trümmer noch heute aus dem Wasser. Auf den Klippen von Longues-sur-Mer steht eine der wenigen erhaltenen deutschen Geschützbatterien des Atlantikwalls, ihre Kanonen noch in den Bunkern.

Wer von Bayeux aus an diese Küste fährt, verbindet Brandung und Geschichte: ein Spaziergang über den Strand von Asnelles, ein Blick von der Anhöhe über Arromanches, ein Teller Muscheln im Hafen von Port-en-Bessin. Von hier sind es nur wenige Kilometer weiter zu Omaha Beach und dem amerikanischen Friedhof – die Côte du Bessin ist das Tor zu den großen Schauplätzen der Landung.

02 · Sehenswürdigkeiten

An der Küste entdecken.

03 · Praktisch

Gut zu wissen.

Anreise
Ab Bayeux per Mietwagen 15–30 Min. oder mit geführten D-Day-Touren
Beste Zeit
Ebbe für die Mulberry-Trümmer; Herbst/Winter für Jakobsmuscheln
Gut für
D-Day-Schauplätze, Küstenspaziergänge, Meeresfrüchte
Vor Ort
Strände frei zugänglich; Museen und Batterie teils mit Eintritt
Insider-Tipp
Die Anhöhe über Arromanches bietet den besten Blick auf den künstlichen Hafen

04 · Häufige Fragen

Was Reisende oft fragen.

Wie weit ist die Küste von Bayeux entfernt?

Sehr nah: Port-en-Bessin und Arromanches liegen jeweils nur etwa 10 bis 12 Kilometer nördlich von Bayeux, mit dem Auto in 15 bis 20 Minuten erreichbar. Auch die Batterie von Longues-sur-Mer ist rasch zu erreichen.

Kann man die Reste des künstlichen Hafens noch sehen?

Ja. Vor dem Strand von Arromanches ragen bei Ebbe noch immer die rostigen Betoncaissons des Mulberry Harbour aus dem Wasser. Ein Museum am Ort erklärt, wie der Hafen 1944 in wenigen Tagen entstand.

Lohnt sich Port-en-Bessin für Feinschmecker?

Unbedingt. Der Hafen ist auf Jakobsmuscheln spezialisiert, die hier im Herbst und Winter Saison haben. In den Bistros direkt am Wasser bekommt man sie so frisch wie kaum anderswo an der Küste.

05 · In der Nähe

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Zuletzt aktualisiert am 18. Juni 2026