📍 49.44°N · 1.10°E
Zoom 5 / 5Viertel · in Rouen

◆ STADTVIERTEL · ROUEN

Quartier Saint-Maclou.
Fachwerk, Flamboyant und ein Friedhof der Pest

Östlich der Kathedrale beginnt das malerischste Viertel Rouens. Rund um die spätgotische Kirche Saint-Maclou neigen sich schiefe Fachwerkhäuser über enge Gassen, in deren Erdgeschossen sich Antiquitätenhändler, Galerien und kleine Restaurants eingenistet haben. Sein dunkelstes Juwel ist das Aître Saint-Maclou: ein ehemaliger Pestfriedhof aus dem 16. Jahrhundert, dessen hölzerne Galerien mit Totenschädeln, Knochen und Grabwerkzeug geschnitzt sind – ein einzigartiges Zeugnis der großen Sterben und einer der eindrücklichsten Orte der Stadt.

Östlich der Kathedrale, rund um die Église Saint-Maclou
Lage
Fachwerk, Antiquitäten, mittelalterliche Gassen
Charakter
Fotografen, Geschichtsfans, Bummeln abseits des Trubels
Gut für
Vormittags, wenn die Gassen still und schattig sind
Beste Zeit
Quartier Saint-Maclou

Im Labyrinth der schiefen Giebel

Das Quartier Saint-Maclou ist Rouens am besten erhaltenes mittelalterliches Ensemble. Mittelpunkt ist die Église Saint-Maclou, ein Meisterwerk des Flamboyantstils mit fünffach geschwungener Westfassade und kunstvoll geschnitzten Renaissance-Türen. Rund um die Kirche drängen sich Fachwerkhäuser, deren Obergeschosse sich derart über die Gassen neigen, dass sich die Bewohner früher fast die Hände reichen konnten.

Hinter einem unscheinbaren Tor verbirgt sich das Aître Saint-Maclou, ein Pestfriedhof aus dem 16. Jahrhundert. Seine vier hölzernen Galerien umstehen einen stillen Innenhof; die Balken sind mit einer regelrechten Totentanz-Ikonografie geschnitzt – Schädel, gekreuzte Knochen, Sanduhren und Werkzeuge der Totengräber. Lange diente der Ort als Kunstschule, heute ist er für Besucher geöffnet und gilt als einer der ungewöhnlichsten Plätze Frankreichs.

Drumherum hat sich ein Viertel der Antiquitäten und des Handwerks gehalten: alte Buchläden, Restauratoren, kleine Bistros. Wer durch die Rue Martainville und die Seitengassen schlendert, taucht in ein Rouen ein, das seit Jahrhunderten kaum verändert wirkt.

02 · Sehenswürdigkeiten

Im Viertel entdecken.

Aître Saint-Maclou
Église Saint-Maclou

03 · Essen & Trinken

Wo es schmeckt.

Quartier Saint-Maclou

La Cathédrale

04 · Hotels

Hier übernachten.

Quartier Saint-Maclou

Hôtel Le Vieux Carré

ab 95 €/Nacht

05 · Praktisch

Gut zu wissen.

Anreise
Wenige Gehminuten östlich der Kathedrale; vom Bahnhof ca. 15 Min. zu Fuß
Beste Zeit
Früher Vormittag, wenn die engen Gassen noch ruhig und fotogen sind
Gut für
Fotografieren, Antiquitätenstöbern, atmosphärische Pausen
Insider-Tipp
Der Eintritt in den Innenhof des Aître Saint-Maclou ist meist frei – ein Muss

06 · Häufige Fragen

Was Reisende oft fragen.

Was ist das Aître Saint-Maclou?

Es ist ein ehemaliger Pestfriedhof aus dem 16. Jahrhundert, dessen hölzerne Galerien mit Totenschädeln, Knochen und Grabwerkzeug geschnitzt sind. Solche Beinhaus-Höfe waren einst verbreitet, doch dieser ist einer der wenigen erhaltenen in Europa – heute frei zugänglich und ein eindrucksvolles Zeugnis der großen Pestepidemien.

Lohnt sich das Viertel auch ohne Kirchenbesuch?

Auf jeden Fall. Schon das Schlendern durch die schiefen Fachwerkgassen, das Stöbern bei den Antiquitätenhändlern und der Innenhof des Aître machen den Besuch lohnend. Das Quartier gilt als das atmosphärischste von Rouen.

Ist das Viertel überlaufen?

Deutlich weniger als die Rue du Gros-Horloge. Wer am Vormittag kommt, hat die Gassen oft fast für sich – ideal für Fotos und ein ruhiges Eintauchen ins mittelalterliche Rouen.

07 · In der Nähe

Weiter erkunden.

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travelperfect · Aktualisiert 18. Juni 2026