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Kirche Saint-Étienne
Das romanische Hauptwerk der Männerabtei mit den charakteristischen Doppeltürmen und dem Grab Wilhelms des Eroberers.
◆ STADTVIERTEL · CAEN
Im Westen von Caen breitet sich das Viertel im Schatten der Abbaye aux Hommes aus – der mächtigen Männerabtei, die Wilhelm der Eroberer im 11. Jahrhundert stiftete und in deren Kirche Saint-Étienne er bis heute begraben liegt. Die romanische Anlage zählt zu den bedeutendsten Frankreichs; ihre Klostergebäude beherbergen seit dem Wiederaufbau das Rathaus von Caen. Rund um die Abtei ist es ruhig und würdevoll, mit weiten Esplanaden und Gärten – ein Gegenpol zum geschäftigen Zentrum.
Die Abbaye aux Hommes verdankt ihre Entstehung einer verbotenen Ehe. Als Wilhelm Mathilde von Flandern heiratete, erklärte der Papst die beiden für zu nah verwandt; die Versöhnung mit Rom hatte ihren Preis: Wilhelm stiftete die Männerabtei mit der Kirche Saint-Étienne, Mathilde im Osten der Stadt die Frauenabtei. So entstanden um 1060 zwei romanische Meisterwerke, deren klarer Aufbau zum Vorbild der normannischen Architektur wurde – bis nach England, wohin Wilhelm den Stil und den hellen Caen-Stein exportierte.
In der Kirche Saint-Étienne fand Wilhelm 1087 seine letzte Ruhe. Sein Grab wurde über die Jahrhunderte mehrfach geschändet – während der Religionskriege und der Revolution –, sodass heute nur noch ein Oberschenkelknochen unter der schlichten Grabplatte vor dem Hochaltar verblieben sein soll. Die Kirche selbst aber überstand alle Stürme, auch die Bombardements von 1944, in deren Mauern Tausende Caener Schutz suchten.
Die ehemaligen Klostergebäude aus dem 18. Jahrhundert beherbergen heute das Rathaus von Caen – ein eleganter Bau mit großzügigen Innenhöfen und Gärten, der sich bei Führungen besichtigen lässt. Rund um die Abtei breiten sich ruhige Esplanaden aus, ideal für einen Spaziergang abseits des Stadttrubels und mit dem schönsten Blick auf die Doppeltürme von Saint-Étienne.
01 · Highlights
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Das romanische Hauptwerk der Männerabtei mit den charakteristischen Doppeltürmen und dem Grab Wilhelms des Eroberers.
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Die eleganten Konventsbauten des 18. Jahrhunderts beherbergen heute das Rathaus – bei Führungen mit Sälen und Innenhöfen zugänglich.
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Die weiten Grünflächen rund um die Abtei laden zum ruhigen Spaziergang mit Blick auf die Doppeltürme von Saint-Étienne.
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06 · Häufige Fragen
Ja, in der Kirche Saint-Étienne der Abbaye aux Hommes. Sein Grab wurde im Lauf der Jahrhunderte mehrfach zerstört, sodass heute nur noch wenig von seinen Gebeinen unter der schlichten Grabplatte vor dem Hochaltar verblieben sein soll.
Die Kirche Saint-Étienne ist frei zugänglich. Die ehemaligen Klostergebäude, in denen heute das Rathaus untergebracht ist, lassen sich im Rahmen von Führungen besichtigen – die Termine sollte man vorab prüfen.
Weil Wilhelm und Mathilde nach ihrer zunächst verbotenen Ehe als Buße je ein Kloster stifteten: er die Abbaye aux Hommes mit Saint-Étienne, sie die Abbaye aux Dames mit der Église de la Trinité im Osten der Stadt. Beide sind heute romanische Wahrzeichen von Caen.
07 · In der Nähe
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