Estoril war im 20. Jahrhundert das eleganteste Seebad Portugals und trägt seinen Belle-Époque-Glanz bis heute mit Selbstverständlichkeit. Während des Zweiten Weltkriegs sammelten sich hier exilierte europäische Königshäuser, Diplomaten und Agenten – eine Atmosphäre, die Ian Fleming zu seinen frühen James-Bond-Stoffen inspiriert haben soll. Im Zentrum dieses mondänen Erbes steht das Casino Estoril, eines der größten Spielcasinos Europas, das in einen weitläufigen Park mit Springbrunnen, Palmen und Beeten übergeht und sanft zur Küste hin abfällt. Unten am Wasser liegt der Praia do Tamariz, ein geschützter Sandstrand mit einer charakteristischen Strandpromenade und dem markanten Meerwasserbad-Erbe der Belle Époque. Von hier führt eine der schönsten Küstenpromenaden Portugals, der Paredão, in einem entspannten Spaziergang von rund drei Kilometern direkt am Atlantik entlang bis ins benachbarte Cascais – vorbei an kleinen Buchten, Cafés und Restaurants, in denen frischer Fisch serviert wird. Rund um Estoril prägen palmengesäumte Villenstraßen, Pinienhänge und gepflegte Golfplätze das Bild; die Region zählt zu den traditionsreichsten Golfdestinationen des Landes. Wer es ruhiger mag, beginnt den Tag mit einem Espresso im Schatten der Tamarisken und lässt ihn am Strand oder auf der Promenade ausklingen. Dank der historischen Küstenbahn, die zwischen Lissabon und Cascais verkehrt und in Estoril hält, ist der Ort bequem ohne Auto erreichbar und eignet sich sowohl als entspanntes Standquartier als auch als Etappe auf dem Weg entlang der Estoril-Küste.



