Die Chiesa Stella Maris ist das stille Wahrzeichen von Porto Cervo und ein gutes Beispiel dafür, wie die Architekten der Costa Smeralda Bauten in die Landschaft einfügten, statt sie ihr aufzuzwingen. Der Architekt Michele Busiri Vici formte die 1968 geweihte Kirche wie eine Fortsetzung der Granitfelsen: weià gekalkte, flieÃende Wände, weiche Rundungen und ein eigenwilliger Glockenturm, der sich über dem Dorf erhebt. Das Innere überrascht mit seiner Ruhe â viel Holz, gedämpftes Licht und ein Blick, der sich von den Bänken aus über den Hafen öffnet. GröÃter Schatz der Kirche ist die âMater Dolorosa“, ein Gemälde, das El Greco zugeschrieben wird. Dass ein Werk dieses Ranges in einer vergleichsweise jungen Kirche an der sardischen Küste hängt, gehört zu den unerwarteten Geschichten von Porto Cervo, dessen Entstehung als Resort-Ort in den 1960er-Jahren auf die Initiative des Aga Khan zurückgeht. Der kurze Aufstieg vom Dorfkern hinauf zur Kirche lohnt sich schon für die Aussicht. Oben angekommen, blickt man über die Piazzetta, die Dächer und den Hafen mit seinen Yachten. Im Sommer wird die Stella Maris auÃerdem zum Konzertort: RegelmäÃig finden hier Aufführungen statt, die die gute Akustik und den besonderen Rahmen nutzen. Der Besuch ist unkompliziert und kostenfrei â ein ruhiger Gegenpol zum Trubel der Boutiquen und Terrassen weiter unten. Wer Porto Cervo nicht nur als Bühne, sondern auch als gewachsenen Ort verstehen will, sollte sich die wenigen Minuten für die Kirche nehmen.
Der Glockenturm vor dem blauen Himmel ergibt ein markantes Motiv.






























