Die Cattedrale di Santa Maria Assunta ist das größte Gotteshaus Astis und zählt zu den bedeutendsten gotischen Kirchenbauten des gesamten Piemont. Errichtet im 14. Jahrhundert, prägen außen roter Backstein, helle Sandsteinportale und eine spätgotische Vorhalle das Bild. Schon die Fassade verrät die Bedeutung, die die Kirche für die einst reiche Handelsstadt hatte, und ihr wuchtiger Glockenturm ist von weit her sichtbar. Das eigentliche Erlebnis beginnt im Inneren. Über die drei Schiffe zieht sich ein wahres Meer aus Wand- und Deckenmalereien, das in späteren Jahrhunderten nahezu jede Fläche überzog. Wer eintritt, steht zunächst still und lässt den Blick wandern, ehe einzelne Szenen, Heiligenfiguren und Ornamente erkennbar werden. Zu den kunsthistorisch wertvollsten Stücken gehören Werke des Renaissance-Malers Gandolfino d'Asti, der das künstlerische Erbe der Stadt mitprägte. Die Kathedrale liegt im stilleren Nordwesten der Altstadt, etwas abseits der belebten Achse des Corso Alfieri, und strahlt entsprechende Ruhe aus. Der Eintritt in die Kirche ist frei, sodass sich ein Besuch jederzeit gut in einen Stadtrundgang einfügt. Besonders lohnend ist die Kombination mit der nahen Krypta von Sant'Anastasio, einem weiteren Zeugnis aus der mittelalterlichen Geschichte Astis. Wer den Dom besucht, sollte sich Zeit nehmen: Erst beim genauen Hinsehen offenbart die Fülle der Malereien ihren ganzen Reichtum.
Die dicht bemalten Gewölbe und Schiffe ohne Blitz aufnehmen.





























