Die Torre Troyana erhebt sich am Rand der Piazza Medici und ist mit rund 44 Metern der höchste und besterhaltene der mittelalterlichen Türme, die das Stadtbild von Asti einst prägten. Errichtet im 13. Jahrhundert von der Kaufmanns- und Bankiersfamilie Troya, gehört sie zu jenen Geschlechtertürmen, mit denen die wohlhabenden Familien der Stadt im Mittelalter ihren Rang demonstrierten. Asti zählte in dieser Zeit zu den reichsten Handelsstädten des Piemont, und kaum etwas erzählt davon so deutlich wie dieser schlanke Backsteinbau. Weil im Turm seit langer Zeit die städtische Glocke hängt und ihn eine Uhr ziert, trägt er den zweiten Namen Torre dell'Orologio. Wer den Aufstieg über die Holztreppen wagt, wird auf der Aussichtsplattform mit einem weiten Rundblick belohnt: über die Ziegeldächer der Altstadt, die Kuppeln und Türme der Kirchen bis hinaus zu den Rebhügeln des Monferrato. An klaren Tagen lässt sich die ganze Topografie der Stadt ablesen, eingebettet zwischen den Flusstälern und den Weinhängen. Der Aufstieg ist nur saisonal und zu bestimmten Zeiten möglich, weshalb sich ein Blick auf die aktuellen Öffnungszeiten vor dem Besuch lohnt. Zu Füßen des Turms beginnt mit der Piazza Medici eine der stimmungsvollsten Ecken des Zentrums, und der Corso Alfieri, die alte Hauptachse Astis, ist nur wenige Schritte entfernt. Wer die mittelalterliche Schicht der Stadt verstehen will, beginnt am besten hier: Die Torre Troyana ist nicht nur Aussichtspunkt, sondern auch das wichtigste erhaltene Zeugnis aus Astis Epoche als Stadt der Türme.
Von der Plattform die Ziegeldächer im Vordergrund mit den Hügeln dahinter komponieren.






























