
◆ STADT · TIROL
Sölden ist das laute, große Herz des hinteren Ötztals – ein Ort, der sich nichts auf Beschaulichkeit einbildet, sondern auf Höhe, Tempo und Maßlosigkeit. Drei Gondelbahnen führen aus dem Tal auf über 3.000 Meter, zwei Gletscher – Rettenbach und Tiefenbach – sichern Schnee von Oktober bis ins Frühjahr, und auf dem Gaislachkogl thront das gläserne Ice Q, in dem James Bond in „Spectre“ verschwand. Im Sommer öffnet die Ötztaler Gletscherstraße, die höchste asphaltierte Straße Österreichs, und in Längenfeld dampft der Aqua Dome unter freiem Himmel. Sölden ist Après-Ski und Hochgebirge zugleich – wer Ruhe sucht, fährt weiter nach Obergurgl, wer Adrenalin will, bleibt hier.

Lange war Sölden ein hartes, nach innen gekehrtes Hochtaldorf: Bergbauern, kurze Sommer, lange Winter, der Weg nach außen führte über den Timmelsjoch-Pass nach Südtirol oder gar nicht. Erst der Skitourismus drehte das Schicksal des Ortes um. Mit dem Bau der Liftanlagen ab den 1960er-Jahren und der Erschließung der beiden Gletscher Rettenbach und Tiefenbach wuchs aus dem Bauerndorf eines der größten Skigebiete der Alpen – heute verteilt sich das Vergnügen über rund 140 Pistenkilometer und drei Berge jenseits der 3.000-Meter-Marke, die Sölden selbstbewusst als „Big 3“ vermarktet.
Seit 2000 eröffnet Sölden jeden Herbst auf dem Rettenbachferner den alpinen Ski-Weltcup – die Riesentorläufe am Gletscher sind das traditionelle Saisonsignal für die gesamte Branche. Berühmt wurde der Ort aber endgültig 2015, als die Produktion des James-Bond-Films „Spectre“ den Gaislachkogl in Beschlag nahm. Das gläserne Gipfelrestaurant Ice Q diente als Kulisse der „Hoffler-Klinik“; direkt daneben gräbt sich seit 2018 die Erlebniswelt 007 Elements zweistöckig in den Fels. Mehr cineastische Höhe geht in den Alpen kaum.
Doch Sölden ist nicht nur Winter und nicht nur Pose. Im Sommer öffnet die mautpflichtige Ötztaler Gletscherstraße den Weg hinauf zum Rettenbachferner, Wanderer ziehen zu den Hütten am Gaislachsee, und durch den Ort rollt einmal im Jahr der legendäre Ötztaler Radmarathon mit seinen vier Pässen. Wer es ruhiger mag, fährt das Tal weiter hinein nach Hochsölden, Vent oder Obergurgl. travelperfect-Tipp: Wer den Bond-Mythos und die Big-3-Panoramen sehen will, plant einen klaren Tag fürs Gletscherplateau – und einen Abend für die berüchtigte Talstation-Partymeile.
01 · Auf einen Blick
· Ortsteile




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· Hotels
· Entdecken & Buchen
02 · Was tun
Über 3.000 Meter
Drei Gipfel über 3.000 Meter, verbunden durch Gondeln und Plattformen: Gaislachkogl, Tiefenbach und Schwarze Schneid bilden Söldens „Big 3“. Auf dem Gaislachkogl thront das gläserne Ice Q, daneben die zweistöckig in den Fels gegrabene James-Bond-Erlebniswelt 007 Elements. Die Big-3-Rallye verbindet alle drei Aussichtspunkte zu einer Panoramatour über den Gletschern.
Schnee von Oktober bis Mai
Söldens zwei Gletscher machen den Ort zu einem der schneesichersten Skigebiete der Alpen. Auf dem Rettenbachferner eröffnet jeden Herbst der alpine Ski-Weltcup mit seinen Riesentorläufen, im Hochwinter verbinden rund 140 Pistenkilometer Tal und Gletscher. Die Gletscherstraße und der Tunnel zwischen den Ferner machen das Skigebiet auch ohne lange Anstiege erreichbar.
Sommer im Hochtal
Im Sommer öffnet die mautpflichtige Ötztaler Gletscherstraße, die höchste asphaltierte Straße Österreichs, den Weg hinauf zum Rettenbachferner. Wanderwege führen zum Gaislachsee und zu den Almen über dem Tal, Mountainbiker nehmen die Trails am Berg, und im nahen Längenfeld entspannt der Aqua Dome mit seinem Schwefelwasser unter freiem Himmel.
Nach Sonnenuntergang
Sölden ist berüchtigt für sein Nachtleben – die Talstationen verwandeln sich ab dem späten Nachmittag in eine der dichtesten Après-Ski-Meilen der Alpen. Wer es ruhiger und feiner mag, kehrt in die Haubenrestaurants der großen Hotels ein, dinieren auf dem Gaislachkogl im Ice Q oder kostet den auf 3.000 Metern gereiften Hauswein PINO 3000.
03 · Wann
Sölden ist ein Ganzjahresziel mit zwei klaren Saisons: dem langen, schneesicheren Gletscherwinter und einem kurzen, intensiven Hochgebirgssommer. Dazwischen liegen ruhige Zwischenzeiten, in denen viele Bahnen und Hotels schließen. Wegen der Höhe – der Talboden liegt schon über 1.300 m, die Gletscher über 3.000 m – fallen die Temperaturen deutlich niedriger aus als im übrigen Tirol; selbst im Sommer braucht es am Berg warme Kleidung.
04 · Häufige Fragen
Dank der beiden Gletscher Rettenbach und Tiefenbach beginnt die Skisaison in Sölden früher als fast überall in Österreich – meist schon im Oktober. Der reguläre Skibetrieb im gesamten Gebiet läuft dann über den Winter bis in den April, am Gletscher je nach Schneelage noch etwas länger. Ende Oktober eröffnet auf dem Rettenbachferner traditionell der alpine Ski-Weltcup.
Der nächste Flughafen ist Innsbruck (INN), rund 90 km entfernt; auch München und Salzburg sind per Auto in zwei bis drei Stunden erreichbar. Mit der Bahn fährt man bis Ötztal-Bahnhof an der Westbahnstrecke (von Innsbruck etwa 35 Minuten) und von dort mit dem Postbus rund eine Stunde durch das Tal nach Sölden. Mit dem Auto geht es über die Inntalautobahn A12 und die Ötztalstraße B186.
2015 wurde Sölden zum Drehort des James-Bond-Films „Spectre“. Das gläserne Gipfelrestaurant Ice Q auf dem Gaislachkogl (3.048 m) diente als Kulisse der „Hoffler-Klinik“. Direkt daneben gräbt sich seit 2018 die zweistöckige Erlebniswelt 007 Elements in den Fels und inszeniert die Bond-Welt mit Fokus auf „Spectre“. Beides erreicht man bequem mit der Gaislachkoglbahn.
Ja, wenn man die Höhe schätzt. Im Sommer öffnet die mautpflichtige Ötztaler Gletscherstraße, die höchste asphaltierte Straße Österreichs, hinauf zum Rettenbachferner. Dazu kommen Wanderungen zum Gaislachsee und zu den Almen, der Bikepark am Berg und der Thermenkomplex Aqua Dome im nahen Längenfeld. Ende August startet zudem der berühmte Ötztaler Radmarathon in Sölden.
Für einen Skiurlaub lohnt sich mindestens eine knappe Woche, um die weit verteilten Berge und beide Gletscher in Ruhe zu fahren. Wer nur das Gletscherplateau, das Ice Q und 007 Elements sehen möchte, kommt mit ein bis zwei Tagen aus. Im Sommer reichen für Gletscherstraße, eine Wanderung und einen Thermentag drei bis vier Tage gut aus.
Beides – je nachdem, wohin man sich orientiert. Söldens Talstationen sind für ihr lautes, ausgelassenes Après-Ski bekannt, das nicht jedermanns Sache ist. Wer Ruhe sucht, wohnt höher in Hochsölden oder fährt das Tal weiter hinein nach Vent oder Obergurgl, das als ruhigeres, familienfreundlicheres Hochtal gilt. Innerhalb Söldens lassen sich Party- und Genussseite gut trennen.
05 · In der Nähe
Sagen Sie uns, worauf Sie Lust haben — wir planen Ihre Tage in Sölden.
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