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Dolder-Turm
Das 25 Meter hohe Stadttor von 1291 mit Glockenstube und kleinem Heimatmuseum – das Wahrzeichen Riquewihrs am oberen Ende der Gasse.
◆ STADTVIERTEL · RIQUEWIHR
Die Grand Rue ist Riquewihr in einer einzigen Gasse: Vom unteren Stadttor steigt sie sanft zum Dolder-Turm empor, links und rechts dicht an dicht das Fachwerk des 16. Jahrhunderts – Erker, geschnitzte Balken, Innenhöfe voller Geranien. Hier reihen sich die alten Winzerhäuser, das Musée Hansi, Bredele-Bäcker und Weinstuben aneinander. Tagsüber drängt sich hier der ganze Tourismus des Elsass, frühmorgens aber gehört die schönste Renaissance-Kulisse Frankreichs fast nur dir.
Kaum eine Straße verdichtet das Elsass so sehr wie die Grand Rue. Über Jahrhunderte bauten hier die wohlhabenden Winzerfamilien ihre Häuser – mit steilen Treppengiebeln, hölzernen Galerien und Höfen, in denen einst die Kelter stand. Viele Fassaden tragen ihre Baujahre eingeschnitzt, fast alle stammen aus dem 16. Jahrhundert. Dass dieses Ensemble nahezu vollständig erhalten blieb, verdankt Riquewihr seinem Glück in den Kriegen: Die großen Zerstörungen, die andere elsässische Orte trafen, blieben hier aus.
Hinter den schönsten Fassaden verstecken sich Geschichten. Das Maison Liebrich von 1535 öffnet sich zu einem Innenhof mit umlaufenden Holzgalerien und einem alten Brunnen. Mitten in der Gasse zeigt das Musée Hansi die Werke von Jean-Jacques Waltz, dessen idealisierte Elsass-Bilder das Bild der Region bis heute prägen. Und immer wieder führen niedrige Tore in dunkle Winzerkeller, in denen seit Generationen Riesling reift.
Am oberen Ende riegelt der Dolder die Gasse ab – jenes 25 Meter hohe Tor von 1291, das zugleich Wehrturm, Glockenstube und Heimatmuseum ist. Wer hindurchgeht, taucht in den engen, stilleren oberen Teil der Stadt ein. Doch der eigentliche Zauber der Grand Rue zeigt sich am frühen Morgen oder in der blauen Stunde, wenn die Läden geschlossen sind und das warme Licht über das Fachwerk fällt.
01 · Highlights
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Das 25 Meter hohe Stadttor von 1291 mit Glockenstube und kleinem Heimatmuseum – das Wahrzeichen Riquewihrs am oberen Ende der Gasse.
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Renaissance-Winzerhaus von 1535 mit malerischem Innenhof, umlaufenden Holzgalerien und altem Ziehbrunnen.
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Dem Zeichner Jean-Jacques Waltz gewidmet, dessen idealisierte Elsass-Bilder das romantische Bild der Region geprägt haben.
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Hinter unscheinbaren Toren öffnen sich jahrhundertealte Keller von Häusern wie Hugel & Fils – Verkostung inklusive.
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05 · Praktisch
06 · Häufige Fragen
Ja, die gesamte Altstadt rund um die Grand Rue ist autofrei. Geparkt wird auf den Parkplätzen direkt vor dem unteren Stadttor; von dort sind es nur wenige Schritte in die Gasse.
Früh morgens vor 10 Uhr und am späten Nachmittag nach Abreise der Tagesbusse. Unter der Woche und außerhalb der Sommer- und Adventszeit ist es ohnehin entspannter.
Ja, mehrere Traditionshäuser haben hier ihre Verkaufs- und Verkostungsräume mit jahrhundertealten Kellern direkt an der Gasse – ideal, um Riesling und Gewürztraminer aus den Grand-Cru-Lagen zu probieren.
07 · In der Nähe
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