Was das Haus gut kann
Die Verkehrsanbindung ist das stärkste Argument: Der Bahnhof Kyoto lässt sich über die unterirdische Passage trockenen Fußes erreichen – mit Aufzug direkt aus dem Untergeschoss des Hauses. Für Tagesausflüge per Zug ist das der Hauptgrund, hier zu buchen. Zweitens die inkludierten Kleinigkeiten: Wasser, eine Selbstbedienungsbar mit Kaffee, Tee und alkoholfreien Getränken sowie ein gut sortierter Amenity-Tresen. Das Personal ist in der Regel höflich und geschult, das Frühstücksbuffet mit Blick auf den Bahnhof überwiegend gut und reichhaltig.
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Wo das Haus Grenzen hat
Das Gebäude ist alt, und das prägt den Aufenthalt. Die Schwächen hängen zusammen: dünne, schlecht schließende Fenster, dadurch Straßen-, Zug- und Flurgeräusche bis in die Nacht, dazu harte Matratzen. Auch das Bad ist eine Schwachstelle. Wer Ruhe zum Maßstab macht, ist mit einem anderen Haus besser bedient.
Wie der Aufenthalt gelingt
Frag bei der Buchung nach einem Zimmer in höherer Etage und abgewandt von der Straße – der Lärm reicht allerdings auch bis in den sechsten Stock. Ohrstöpsel sind kein Luxus, sondern die Differenz zwischen einer und keiner durchgeschlafenen Nacht. Die obere Etage mit erweitertem Angebot bietet kostenlose Getränke über den Tag und ein etwas gemütlicheres Zimmer, allerdings mit getrennten Einzelbetten. Das Frühstück lohnt sich zu buchen, dann aber früh kommen – bei Andrang weist das Personal die Plätze zu. Waschsalon und Getränkeautomaten liegen etagenweise verteilt.
Für wen das Haus passt
Gemacht für Reisende, die Kyoto als Basis für Ausflüge nutzen und morgens schnell am Gleis stehen wollen – die Lage trägt das Haus, und der Preis ist meist angemessen. Nicht geeignet ist es für lärmempfindliche Schläfer und für alle, die Wert auf ein modernes, gut isoliertes Zimmer legen. Wer beides braucht, zahlt in Kyoto anderswo mehr, schläft dafür ruhiger – dieser Handel liegt ziemlich klar auf dem Tisch.
































