Die kurze Antwort
Sitzmeditation unter Anleitung eines Mönchs – in mehreren Zen-Tempeln der Stadt für Besucher offen.
Für viele ist der eindrücklichste Programmpunkt einer Kyoto-Reise ausgerechnet der, bei dem nichts passiert. Mehrere Zen-Tempel der Stadt öffnen ihre Hallen für Besucher und lassen sie an einer Zazen-Sitzung teilnehmen, meist morgens und nach vorheriger Anmeldung.
Der Ablauf ähnelt sich überall: Erst werden Haltung und Atmung erklärt, dann wird zwanzig bis dreißig Minuten still gesessen, oft in zwei Blöcken mit einer Gehmeditation dazwischen. Wer sich bewegt, bekommt auf Wunsch den Stock leicht auf die Schulter – kein Zwang, es wird vorher erklärt und passiert nur, wenn man es möchte. Einplanen sollte man ungefähr anderthalb Stunden.
Die genauen Zeiten nennt jeder Tempel bei der Anmeldung.
Im Shunkō-in, einem Untertempel des Myōshin-ji, wird Zen auf Englisch vermittelt, dazu gibt es Tee.
Im Taizō-in lässt sich eine private Tempelführung mit Zazen buchen, geleitet vom stellvertretenden Oberpriester.
Der Myōshin-ji, zu dem beide Tempel gehören, zählt zur Rinzai-Schule des japanischen Zen.
Umgebung
Fragen
Wer während der Sitzung unruhig wird, kann sich mit dem Stock leicht auf die Schulter schlagen lassen. Das geschieht ausschließlich auf Wunsch, ist kein Zwang und wird vor Beginn erklärt – niemand wird überrascht.
Zuerst werden Haltung und Atmung angeleitet, dann folgt das stille Sitzen über zwanzig bis dreißig Minuten. Häufig wird es in zwei Blöcke geteilt, zwischen denen eine Gehmeditation liegt. Insgesamt dauert der Termin ungefähr anderthalb Stunden.
In der Regel nicht. Die Tempel setzen die Sitzungen meist auf den Morgen an und verlangen eine Anmeldung im Voraus. Welcher Tempel wann öffnet, unterscheidet sich – die Zeiten werden bei der Anmeldung genannt.
Ja. Vorerfahrung brauchst du keine: Haltung und Atmung werden vor Ort angeleitet, und verlangt wird nichts außer Stillsitzen.
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