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Rue du Rempart
Die äußere Ringgasse entlang der alten Befestigung umrundet das ganze Dorf – die fotogenste Runde durch Pastell-Fachwerk und Geranienbalkone.
◆ STADTVIERTEL · EGUISHEIM
Die mittelalterliche Cité ist Eguisheim in Reinform: zwei konzentrische Ringe aus Pastell-Fachwerk, die sich um die Burg in der Mitte legen. Folgt man der äußeren Rue du Rempart entlang der alten Befestigung, umrundet man das ganze Dorf, ohne je geradeaus zu gehen – vorbei an Erkern, Brunnen, niedrigen Toren in dunkle Winzerkeller und Balkonen, die im Sommer vor Geranien überquellen. Hier konzentriert sich alles, was Eguisheim zu einem der schönsten Dörfer Frankreichs macht: das Fachwerk, die Weinstuben, die Boutiquen. Tagsüber drängen sich die Tagesgäste, frühmorgens aber gehören die Kreise fast nur dir.
Kaum ein Ort verdichtet die Romantik des Elsass so sehr wie die Ringgassen von Eguisheim. Über Jahrhunderte bauten die Winzerfamilien ihre Häuser entlang der konzentrischen Befestigungslinien – mit steilen Giebeln, hölzernen Galerien, geschnitzten Erkern und Höfen, in denen einst die Kelter stand. Die Häuser sind in Buttergelb, Altrosa, Lavendel und Taubenblau gestrichen, und im Sommer hängen Geranien und Stockrosen in Kaskaden von den Balkonen. Dass dieses Ensemble so geschlossen erhalten blieb, ist einer der Gründe, warum Eguisheim immer wieder zum schönsten Dorf Frankreichs gekürt wird.
Das Besondere ist der Grundriss. Statt einer Hauptstraße führen zwei Ringgassen rund um den Burgkern – die äußere Rue du Rempart Nord und Sud entlang der alten Mauer, der innere Ring näher an der Place du Château. Wer ihnen folgt, läuft im Kreis und entdeckt mit jedem Bogen ein neues Motiv: einen Brunnen, einen blumenbehangenen Erker, ein niedriges Tor, hinter dem in dunklen Kellern Riesling reift. Verlaufen ist hier unmöglich und gleichzeitig Programm.
Hinter den schönsten Fassaden verstecken sich Winzerhöfe und Verkostungsräume von Häusern, die seit Generationen keltern. In den engen Gassen reiht sich Weinstube an Vinothek, dazwischen Bredele-Bäcker und kleine Boutiquen. Der eigentliche Zauber zeigt sich am frühen Morgen oder in der blauen Stunde, wenn die Läden geschlossen sind, das warme Licht über das Fachwerk fällt und die Ringgassen wieder dem Dorf gehören.
01 · Highlights
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Die äußere Ringgasse entlang der alten Befestigung umrundet das ganze Dorf – die fotogenste Runde durch Pastell-Fachwerk und Geranienbalkone.
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Hinter niedrigen Toren öffnen sich jahrhundertealte Keller von Häusern wie Léon Beyer – Verkostung von Riesling und Gewürztraminer inklusive.
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Entlang der Ringe verstecken sich Renaissance-Brunnen und reich geschnitzte Erker – an jeder Biegung ein neues Postkartenmotiv.
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Im Advent verwandeln sich die Ringgassen in einen der ältesten und stimmungsvollsten Weihnachtsmärkte des Elsass.
02 · Sehenswürdigkeiten
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05 · Praktisch
06 · Häufige Fragen
Ja, die gesamte ringförmige Altstadt ist autofrei. Geparkt wird auf den Parkplätzen direkt vor den Ringmauern; von dort sind es nur wenige Schritte in die Gassen.
Früh morgens vor 10 Uhr und am späten Nachmittag nach Abreise der Tagesbusse aus Colmar. Unter der Woche und außerhalb der Sommer- und Adventszeit ist es ohnehin deutlich entspannter.
Ja, mehrere Traditionshäuser haben hier ihre Verkostungsräume mit jahrhundertealten Kellern direkt an den Gassen – ideal, um Riesling, Gewürztraminer und Pinot Gris aus den Grand-Cru-Lagen zu probieren.
07 · In der Nähe
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