
◆ STADT · TIROL
Sankt Anton am Arlberg ist die Wiege des alpinen Skilaufs und bis heute eines der legendärsten Skidörfer der Alpen. Auf 1.300 Metern am Fuß der Valluga liegt der Ort am östlichen Ende des Arlbergpasses, dort, wo Tirol und Vorarlberg zusammentreffen und Hannes Schneider Anfang des 20. Jahrhunderts die Arlberg-Skitechnik begründete. Über den Ort spannt sich mit Ski Arlberg eines der größten zusammenhängenden Skigebiete Österreichs – von der Galzigbahn und der Vallugabahn bis zur berüchtigten Steilabfahrt vom Schindlerkar. Genauso berühmt wie die Pisten ist das Après-Ski: Mooserwirt und Krazy Kanguruh gelten als Mythos. Im Sommer wird das Tal zum Revier für Bergwanderer, Trailrunner und Mountainbiker.

Sankt Anton verdankt seinen Ruf einem Mann und einem Pass. Der Arlberg, die Wasserscheide zwischen Tirol und Vorarlberg, war über Jahrhunderte ein gefürchtetes Hindernis – schon um 1386 gründeten Bruderschaften am Hospiz auf der Passhöhe in St. Christoph eine Herberge für Reisende. Mit dem Bau der Arlbergbahn und ihres Scheiteltunnels 1884 rückte das abgeschiedene Dorf an die Welt heran. Den eigentlichen Mythos aber schuf Hannes Schneider: Der Skipionier entwickelte hier zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Arlberg-Technik und gründete eine der ersten und einflussreichsten Skischulen überhaupt. Von St. Anton aus eroberte der alpine Skilauf die Alpen.
Heute ist der Ort das pulsierende Zentrum von Ski Arlberg, einem der größten zusammenhängenden Skigebiete Österreichs, das St. Anton, St. Christoph, Stuben sowie das Vorarlberger Lech und Zürs zu einem riesigen Pistenverbund verbindet. Vom Ortskern führen gleich zwei Wahrzeichen nach oben: die Galzigbahn mit ihrem weltweit einzigartigen Riesenrad-Einstieg und die Vallugabahn, die in zwei Etappen bis kurz unter den Gipfel der Valluga auf 2.811 Metern schwebt. Wer hier oben steht, blickt über Hunderte Pistenkilometer, Tiefschneehänge und das berüchtigte Schindlerkar – Gelände, das ambitionierte Skifahrer aus aller Welt anzieht.
Doch St. Anton ist mehr als Sport. Wenn am Nachmittag die Pisten ins Tal kippen, beginnt das wohl bekannteste Après-Ski der Alpen: Im Mooserwirt und im Krazy Kanguruh, beide an der Heimfahrt vom Galzig gelegen, geht der Skitag nahtlos in Schneewalzer und Schlagermusik über. Abends bummelt man durch die autofreie Fußgängerzone mit ihren Hotels, Bars und Geschäften. travelperfect rät, den Mythos in Maßen zu genießen: vormittags die großen Abfahrten von der Valluga, nachmittags eine Einkehr auf der Hospiz Alm in St. Christoph, und im Sommer die ruhigeren Höhenwege zur Verwallgruppe und ins Stanzertal, wenn der Trubel der Wintersaison einer fast alpin-stillen Bergwelt weicht.
01 · Auf einen Blick
· Sehenswürdigkeiten
· Restaurants & Hütten
· Aktivitäten
· Entdecken & Buchen
02 · Was tun
Skifahren & Höhe
Vom autofreien Ortskern führen Galzig- und Vallugabahn ins Herz von Ski Arlberg, einem der größten Skigebiete Österreichs. Oben warten weite Hänge, anspruchsvolle Tiefschneerouten und das berüchtigte Schindlerkar. Über die Skigebietsverbindung lassen sich St. Christoph, Stuben sowie Lech und Zürs zu kilometerlangen Skitagen verbinden – Gelände für ambitionierte Fahrer aus aller Welt.
Après-Ski & Mythos
Kein Ort steht so für Après-Ski wie St. Anton. An der Heimfahrt vom Galzig liegen die legendären Hütten Mooserwirt und Krazy Kanguruh, in denen der Skitag schon am Nachmittag in Musik und Tanz auf den Tischen übergeht. Abends setzt sich das Treiben in den Bars der Fußgängerzone fort – ein Mythos, den man am besten mit Maß und der letzten Gondel im Blick genießt.
Geschichte & Pass
Die Geschichte des Skisports beginnt hier. Das Museum St. Anton in der Villa Trier erzählt von Hannes Schneider, der Arlberg-Technik und den Anfängen der Skischule. Hinauf auf die Passhöhe führt der Weg nach St. Christoph, wo seit dem 14. Jahrhundert ein Hospiz Reisende beherbergt und heute die staatliche Skilehrer-Ausbildung zu Hause ist – Skigeschichte zum Anfassen.
Bergsommer & Touren
Im Sommer verwandelt sich das Skidorf in ein stilles Bergrevier. Über die Galzig- und Rendlbahn erreicht man Höhenwege mit Blick auf die Verwallgruppe und die Lechtaler Alpen, dazu Trailrunning-Strecken, Mountainbike-Routen und den Verwallsee als Ausflugsziel. Wer das Stanzertal erwandert, entdeckt Almen und Gipfel fernab des winterlichen Trubels.
03 · Wann
Sankt Anton ist vor allem ein Winterziel: Dank seiner Höhenlage und der schneesicheren Hänge bis über 2.800 Meter zählt der Arlberg zu den zuverlässigsten Skiregionen der Alpen. Die Hochsaison reicht von Dezember bis April und ist geprägt von vollen Pisten und legendärem Après-Ski. Der Sommer dagegen ist ruhig und naturnah, während Mai und November als Zwischensaison gelten, in denen viele Bahnen und Häuser geschlossen bleiben.
04 · Häufige Fragen
Am bequemsten mit der Bahn: St. Anton hat einen eigenen Bahnhof an der Arlbergbahn mit Railjet-Halt und Direktverbindungen aus Innsbruck, Wien, Bregenz und Zürich – der Bahnhof liegt fast an der Skipiste. Mit dem Auto erreicht man den Ort über die Arlberg Schnellstraße (S16) und die Inntalautobahn. Der nächste Flughafen ist Innsbruck (rund 100 km), gut erreichbar sind auch Zürich und München.
Ski Arlberg ist eines der größten und anspruchsvollsten Skigebiete Österreichs und vor allem bei guten und sehr guten Skifahrern beliebt – mit langen Abfahrten, viel Freeride-Gelände und der berüchtigten Variante vom Schindlerkar. Es gibt aber auch leichtere Pisten und Familienhänge etwa am Nasserein und in St. Christoph. Anfänger sind in St. Anton gut aufgehoben, sollten sich die anspruchsvollen Hänge an der Valluga aber für später aufheben.
Für einen Skiurlaub lohnen sich mindestens vier bis sieben Tage, um Valluga, Galzig, Rendl und den weitläufigen Verbund mit Lech und Zürs auszukosten. Im Sommer reichen drei bis fünf Tage für die schönsten Wanderungen, Bike-Touren und einen Ausflug nach St. Christoph – wer das ruhigere Stanzertal und die Verwallgruppe erkunden will, plant gerne eine Woche ein.
St. Anton gilt als eine der Hauptstädte des Après-Ski. Die legendären Hütten Mooserwirt und Krazy Kanguruh liegen direkt an der Heimfahrt vom Galzig, sodass das Feiern schon am Nachmittag auf der Piste beginnt. Wer mitfeiert, sollte die letzte sichere Abfahrt oder die Gondel ins Tal im Blick behalten – und kann das Treiben anschließend in den Bars der Fußgängerzone fortsetzen.
Ja. St. Christoph liegt auf rund 1.800 Metern auf der Passhöhe und ist über den kostenlosen Ortsbus oder über die Piste erreichbar. Hier steht das historische Hospiz, das seit dem 14. Jahrhundert Reisende beherbergt, heute ist der Weiler Sitz der staatlichen Skilehrer-Ausbildung. Die urige Hospiz Alm ist eine der bekanntesten Einkehradressen des Arlbergs – schon wegen ihrer legendären Rutsche in den Weinkeller.
Tiroler Klassiker stehen im Mittelpunkt: Kaspressknödel und Käsespätzle, Tiroler Gröstl, Speckknödelsuppe und zum Abschluss ein Kaiserschmarrn. Auf den Hütten am Berg gehört die deftige Almküche dazu, im Ort reicht das Angebot von gemütlichen Stuben bis zur gehobenen Hotelküche. Dazu ein Glas Tiroler Wein oder Schnaps – am besten bei der Einkehr auf einer der bewirtschafteten Almen.
05 · In der Nähe
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