Ende des 19. Jahrhunderts vom Kurarzt und Botaniker Franz Tappeiner gestiftet, zieht sich der Tappeinerweg rund vier Kilometer fast eben am Südhang des Küchelbergs entlang. Er verbindet Gratsch im Westen mit der Gilfpromenade über der Altstadt und gehört damit zu den prägenden Spazierwegen Merans. Weil der Weg kaum Steigung hat, ist er auch für gemütliche Spaziergänge geeignet.
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Was den Tappeinerweg auszeichnet, ist seine Bepflanzung. Agaven, Zedern, Zypressen und Opuntien säumen die Strecke und machen sie zu einer begehbaren botanischen Sammlung. Die mediterrane Vegetation ist dem milden Klima Merans zu verdanken und unterstreicht den besonderen Charakter der Stadt am Übergang zwischen Alpen und Süden. Unterwegs wechseln sich schattige und sonnige Abschnitte ab.
Der Ausblick ist der zweite große Reiz. Unter dem Weg liegen die Dächer der Stadt, gegenüber glänzt die Texelgruppe. Diese Kombination aus südlicher Pflanzenwelt im Vordergrund und alpinem Panorama im Hintergrund macht den Tappeinerweg zu einer der schönsten Höhenpromenaden Europas, als die er häufig bezeichnet wird.
Der Weg ist ganzjährig frei zugänglich und damit zu jeder Jahreszeit ein lohnendes Ziel. Am stimmungsvollsten ist er früh am Morgen, wenn es noch ruhig ist, oder zur goldenen Stunde, wenn das Licht die Stadt und die Berge weich zeichnet. Festes, bequemes Schuhwerk genügt; besondere Ausrüstung ist für den fast ebenen Weg nicht nötig.