Der Pizzomunno, ein rund 25 Meter hoher weißer Kalkmonolith, ragt am Nordende der Spiaggia del Castello auf, direkt unterhalb der Altstadt von Vieste. Der frei stehende Felsen ist das Wahrzeichen der Stadt und prägt fast jedes Bild, das man vom Stadtstrand macht. Seine schlanke, helle Form vor dem Blau der Adria macht ihn zu einem der bekanntesten Naturdenkmäler der gesamten Gargano-Küste. Um den Felsen rankt sich eine Legende: Pizzomunno soll ein junger Fischer gewesen sein, dessen Geliebte Cristalda von neidischen Sirenen in die Tiefe gezogen wurde. Vor Schmerz versteinerte er – und nur alle hundert Jahre, so erzählt man sich in Vieste, erwachen die beiden Liebenden für eine einzige Nacht wieder zum Leben. Die Geschichte ist tief in der lokalen Identität verwurzelt und wurde 2018 durch das Lied „La leggenda di Cristalda e Pizzomunno“ von Max Gazzè beim Festival von Sanremo in ganz Italien bekannt. Der Felsen ist frei zugänglich und kostet keinen Eintritt; man steht direkt am Strand davor. Am schönsten wirkt er im frühen Morgen- und im Abendlicht, wenn die weiche Sonne den hellen Kalk zum Leuchten bringt und weniger Menschen am Strand sind. Wer fotografieren möchte, plant am besten diese Tageszeiten ein. Der Pizzomunno lässt sich gut mit einem Strandtag an der Spiaggia del Castello, einem Spaziergang über den Lungomare Enrico Mattei und dem Aufstieg zum nahen Castello Svevo verbinden.
Im Gegenlicht des Sonnenaufgangs den Felsen als helle Silhouette einfangen.






























