Was das Haus gut kann
Das Konzept trägt: Bücherwände, Leseecken und die Möglichkeit, bis zum Einschlafen zu lesen — auch fremdsprachiger Lesestoff steht im Regal. Zweiter Pluspunkt ist die Lage. In wenigen Minuten sind eine Bahnstation und der Trubel des Viertels erreichbar, und für den Preis ist das ein guter Gegenwert.
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Wo das Haus Grenzen hat
Drei Muster ziehen sich durch. Erstens der Schlafkomfort: eine sehr dünne Matratze auf hartem Untergrund. Zweitens die Sauberkeit — Staub auf Regalen und Lüftungen, dazu Duschbereiche, die hinter dem zurückbleiben, was man sonst in Japan gewohnt ist. Drittens der Empfang, der knapp bis unfreundlich ausfällt. Dazu kommt der Lärm: Das Haus ist hellhörig, Geräusche aus den Nachbarkapseln dringen durch.
Wie der Aufenthalt gelingt
Nimm Ohrstöpsel — sie liegen kostenlos an der Rezeption bereit; wer empfindlich schläft, packt zusätzlich Kopfhörer ein, denn auch die Hintergrundmusik stört. Zieh dich warm an: Die Decken sind dünn, und in den kälteren Monaten wird es an den verglasten Plätzen frostig. Große Koffer sind unpraktisch, denn Schließfächer für Gepäck fehlen, unter dem Bett gibt es nur begrenzten Stauraum. Der Haartrockner steht nachts nicht zur Verfügung. Und wer nach Einbruch der Dunkelheit ankommt, sollte wissen, dass er in einem Ausgehviertel aussteigt.
Für wen das Haus passt
Der Zuschnitt ist eng: eine einzelne Nacht, wenig Gepäck, Freude am Konzept und geringe Ansprüche an Bett, Bad und Empfang. Wer genau das mitbringt, kommt für eine Veranstaltung in der Nähe gern wieder. Wer dagegen Hotelservice erwartet, mehrere Nächte bleibt, leicht aufwacht oder auf Sauberkeit besonders achtet, findet in derselben Preisklasse bessere Kapselhotels.
































