Die kurze Antwort
Eine Reihe von rund siebzig Jizō-Steinfiguren mit roten Mützen entlang einer Lavaschlucht.
Eine Reihe steinerner Jizō-Figuren begleitet hier das Flussufer, rund siebzig an der Zahl, jede mit rotem Lätzchen und roter Mütze bekleidet. Jizō gilt als Schutzpatron der Reisenden und der Kinder – genau als solche Wächter stehen die Figuren aufgereiht am Wasser.
Die Schlucht ist eine Landschaftsform, kein gebautes Ziel: Ein alter Lavastrom legte sich über das Gelände, und der Fluss hat sich später durch ihn hindurchgeschnitten. Der Kanmangafuchi ist das Ergebnis dieses Einschnitts.
Um die Figurenreihe rankt sich eine hartnäckige Geschichte: Wer sie auf dem Hinweg zählt und auf dem Rückweg noch einmal, komme nie auf dieselbe Zahl. Nachprüfen lässt sich das nur vor Ort.
Der Ort liegt fünfzehn Gehminuten vom Schreinbezirk entfernt und ist fast immer leer. Wer vom Andrang am Tōshō-gū genug hat, findet hier das stille Gegenstück.
Flussaufwärts sind Sanskrit-Zeichen in die Felswand gemeißelt, die dem Mönch Kōbō Daishi zugeschrieben werden.
Die Figurenreihe trägt auch die Namen Bake Jizō, Geister-Jizō, und Hyaku Jizō, hundert Jizō.
Die Schlucht ist nur wenige hundert Meter lang und wird auf einem Uferweg abgelaufen.
Der Botanische Garten am gegenüberliegenden Ufer ist nur zu sehen, von der Schlucht aus kommt man nicht hinüber.
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Fragen
Über das Gelände hat sich einst ein Lavastrom gelegt. Durch dieses erstarrte Gestein hat sich der Fluss im Lauf der Zeit hindurchgeschnitten – der Einschnitt, den man heute als Kanmangafuchi sieht, ist das Ergebnis.
Das ist die Geschichte, die dem Ort anhängt: Wer die Reihe auf dem Hinweg zählt und auf dem Rückweg erneut, soll zu einem anderen Ergebnis kommen. Als grobe Orientierung gilt eine Reihe von rund siebzig Figuren.
Die Figuren stellen Jizō dar, den Schutzpatron der Reisenden und der Kinder. Sie stehen nicht nackt im Stein, sondern sind bekleidet: rote Lätzchen und rote Mützen ziehen sich durch die gesamte Reihe am Ufer.
Nein. Der Kanmangafuchi ist fast immer leer und damit das stille Gegenstück zum überfüllten Tōshō-gū – obwohl beide zum selben Aufenthalt in Nikko gehören.
Vom Schreinbezirk sind es fünfzehn Gehminuten. Wer nach den Schreinen etwas Ruhe sucht, tauscht diesen kurzen Weg gegen eine Lavaschlucht und eine Figurenreihe, an der meist niemand sonst steht.
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