Die kurze Antwort
Über tausend freilaufende Sikahirsche zwischen Tempeln und Wiesen – sie verbeugen sich für Kekse.
Die Hirsche sind das, weswegen man in den Nara-Park geht. Sie gelten seit jeher als Boten der Götter und dürfen sich frei bewegen. Viele haben gelernt, sich für einen Shika-Senbei zu verneigen – die Verbeugung gehört zum Standardfoto.
Bei aller Zutraulichkeit bleiben es Wildtiere. In der Brunft im Herbst werden sie durchaus ruppig, und Papiertüten, Karten und Fahrscheine gehören in die Tasche, weil sie beides fressen. Die Wiesen eignen sich zum Picknick – vor dem Ausbreiten der Decke lohnt aber der Blick nach unten, denn die Hinterlassenschaften der Tiere liegen im Gras.
Der Park verbindet Tōdai-ji, Kasuga-Taisha und Kōfuku-ji zu einem Rundweg. Neben den Hirschen sind die Tempel der zweite Grund für den Besuch, allen voran der Daibutsu. Zum Gelände gehören Wanderwege, auch kinderfreundliche, ein Spielbereich und das Büro der Nara Deer Welfare Society.
Der Park ist rund um die Uhr zugänglich, mit öffentlichen Toiletten, stufenlosem Zugang und Behindertenparkplätzen. Geparkt wird am Straßenrand oder auf Parkplätzen, teils kostenfrei, teils gebührenpflichtig; zahlen lässt sich mit den japanischen IC-Karten. Hunde sind willkommen.
Wer Senbei in der Hand hält, wird von mehreren Hirschen zugleich bedrängt, also erst zum Füttern auspacken.
Der Bahnhof Kintetsu-Nara liegt nah am Park, die ersten Hirsche trifft man schon auf dem Weg dorthin.
Die Senbei für die Hirsche muss man nicht mitbringen, sie werden vor Ort verkauft.
Wann hingehen
Am vollsten wird es gegen 13 Uhr.
Andrang über den Tag
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Umgebung · Nara-Park
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Fragen
Viele Tiere haben gelernt, dass auf eine Verbeugung ein Shika-Senbei folgt, und machen die Geste von sich aus. Sie ist nicht antrainierte Dressur, sondern erlerntes Verhalten rund ums Füttern – und das Standardfoto, das fast jeder mitnimmt.
Die Hirsche fressen Papier ebenso wie die Reiscracker. Karten, Tickets und Tüten sollten deshalb eingesteckt bleiben, sonst landet der Fahrschein für die Rückfahrt im Maul eines Tieres, das dabei keinen Unterschied macht.
Ja. Es sind Wildtiere, und in der Brunft im Herbst werden sie durchaus ruppig. Wer in dieser Zeit kommt, sollte Abstand halten, Futter nicht in der Hand behalten und Kinder nicht allein zwischen den Tieren stehen lassen.
Ja. Zum Gelände gehören ein Spielbereich, leichte Wanderwege für Familien und öffentliche Toiletten. Einkalkulieren solltest du die Hirsche selbst: Sie sind zutraulich, aber wild – und die Wiesen sind selten so sauber, wie sie aus der Ferne aussehen.
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