Die kurze Antwort
Hinter dem Kasuga-Schrein liegt ein seit über tausend Jahren geschützter Wald – Wege durch echten Primärwald.
Holzeinschlag und Jagd sind hier seit dem 9. Jahrhundert verboten: Der Kasugayama-Urwald gehört zum heiligen Bezirk des Kasuga-Schreins. Erhalten geblieben ist dadurch ein Stück Primärwald, wie es in Japan kaum noch existiert – kein angelegter Park, sondern ein Wald, in den über tausend Jahre lang niemand eingreifen durfte.
Erschlossen wird er über einen befestigten Rundweg hinter dem Schrein, teils steil, in etwa zwei Stunden zu gehen, mit Blick über das Becken von Nara. Etwas zum kurzen Ansteuern ist das nicht – der Wald erschließt sich nur über die Runde.
Festes Schuhwerk ist sinnvoll, Straßenschuhe sind es bei diesen Steigungen nicht. Im Sommer kommt Mückenschutz dazu.
Am alten Yagyū-Weg, der teils parallel zur Runde verläuft, stehen im Wald immer wieder steinerne Buddhafiguren.
Unterwegs passiert man einen Wasserfall und kleine Höhlen mit eingemeißelten Buddhafiguren.
Die ganze Runde um den Urwald misst 9,4 Kilometer.
Am Rastplatz Kubikiri-Jizō gibt es eine Hütte und Toiletten.
Kurz nach dem Start lohnt der Myōken-Schrein, besonders zur Zeit des Herbstlaubs.
Anfahrt mit dem Stadtbus bis Waraishi-chō, von dort rund 15 Minuten zu Fuß zum Einstieg.
Umgebung · Nara-Park
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Fragen
Weil der Berg zum heiligen Bezirk des Kasuga-Schreins zählt. Seit dem 9. Jahrhundert galten dort Holzeinschlag- und Jagdverbot, und dieser Schutz hat über tausend Jahre gehalten – so blieb ein ungenutzter Wald stehen, wie er in Japan kaum noch zu finden ist.
Im Kern ja: Es handelt sich um Primärwald, der nie forstwirtschaftlich genutzt wurde, weil Holzeinschlag und Jagd im Schreinbezirk verboten waren. Erschlossen ist er trotzdem – ein befestigter Rundweg führt hindurch, der Wald selbst blieb davon unangetastet.
Der Weg ist befestigt, aber streckenweise steil, und die Runde dauert etwa zwei Stunden. Das ist keine technische Bergtour, verlangt aber Kondition für stetiges Auf und Ab. Festes Schuhwerk ist deshalb sinnvoll, Straßenschuhe sind es nicht.
Vor allem Mückenschutz. Der alte, dichte Wald hält Feuchtigkeit und Schatten, was in der warmen Jahreszeit für reichlich Insekten sorgt. Zusammen mit festem Schuhwerk ist das die wichtigste Vorbereitung für diese Wanderung.
Eine Wanderung. Der Wald erschließt sich nur über den Rundweg, der rund zwei Stunden durch das Schutzgebiet führt und teils steil ansteigt. Wer diese Zeit nicht einplanen kann, sollte ihn besser nicht anfangen.
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