Sevilla ist die strahlende Hauptstadt Andalusiens, eine Stadt der orangenblütenduftenden Gassen, der gelb-weißen Fassaden und der südlichen Wärme. Hier verschmelzen Jahrhunderte arabischer und christlicher Geschichte zu einer der schönsten und lebendigsten Städte Spaniens.
Drei UNESCO-Welterbestätten liegen dicht beieinander. Die Kathedrale von Sevilla ist die größte gotische Kathedrale der Welt und beherbergt das Grab von Christoph Kolumbus; ihr Glockenturm, die Giralda, war einst das Minarett der maurischen Hauptmoschee und lässt sich über Rampen erklimmen. Direkt daneben liegt der Real Alcázar, ein königlicher Palast von atemberaubender maurischer Pracht mit verschachtelten Höfen, kunstvollen Stuckarbeiten und üppigen Gärten – Filmkulisse unter anderem für Game of Thrones. Auch das Archivo de Indias zählt zum Welterbe.
Das alte jüdische Viertel Barrio de Santa Cruz ist ein Labyrinth enger Gassen, schattiger Plätze und blumengeschmückter Innenhöfe – ideal zum Verlaufen und Entdecken. Etwas weiter liegt die monumentale Plaza de España aus dem Jahr 1928, eine halbrunde Anlage mit Kanälen, Brücken und farbenfrohen Keramiknischen für jede spanische Provinz.
Sevilla ist die Wiege des Flamenco, und die leidenschaftliche Musik samt Tanz erlebt man am authentischsten in den Tablaos und kleinen Peñas des Viertels Triana, jenseits des Guadalquivir. Das Leben spielt sich draußen ab: beim Tapas-Hopping von Bar zu Bar, beim abendlichen Bummel, wenn die Hitze nachlässt. Höhepunkte des Jahres sind die feierliche Semana Santa und die ausgelassene Feria de Abril mit Flamencokleidern und Pferdekutschen. Sevilla ist Andalusien in seiner reinsten, glühendsten Form.