
◆ STADT · TIROL
Kufstein ist Tirols Tor zu Bayern – eine Festungsstadt, über der die mächtige Burg auf ihrem Felsen thront und jeden Mittag die Heldenorgel über die Dächer schallt. Am Ufer des Inn drängt sich die kleinste Altstadt Österreichs in der Römerhofgasse zusammen, einer kopfsteingepflasterten Gasse aus Erkern, Weinstuben und dem Auracher Löchl, das die berühmte Kufstein-Lied-Melodie geprägt hat. Ringsum steigen die Wände des Wilden Kaisers und des Pendling steil empor, das stille Kaisertal beginnt gleich hinter der Stadt – und in den Hallen von Riedel werden bis heute die feinsten Weingläser der Welt mundgeblasen. Wer durch Kufstein geht, spürt das Spiel von Grenze und Geborgenheit, von Fels und Fluss.

Kufstein verdankt sein Gesicht der Lage: Hier zwängt sich der Inn zwischen die Wände des Kaisergebirges und des Pendling, und genau auf dem Felsriegel, der die Talenge beherrscht, wächst seit dem Mittelalter die Festung. Über Jahrhunderte war sie heiß umkämpft – Bayern und Tirol rangen um den Schlüssel zum Unterinntal, und Kaiser Maximilian I. ließ die Burg 1504 mit schwerem Geschütz erstürmen. Was als Grenzbollwerk begann, wurde später Garnison und Gefängnis; heute beherbergt der mächtige Bau ein Museum, weite Höfe und im Bürgerturm die Heldenorgel, deren Klänge zur Mittagszeit über die ganze Stadt ziehen.
Zu Füßen der Festung liegt die kleinste Altstadt Österreichs. Die Römerhofgasse, kaum mehr als eine schmale Schlucht aus überdachten Erkern, gilt als ihr romantischstes Stück – hier steht das Auracher Löchl, ein Wirtshaus mit Wurzeln im 15. Jahrhundert, in dem das „Kufsteinlied“ zur inoffiziellen Hymne der Stadt wurde. Am Unteren Stadtplatz und entlang des Inn reihen sich Bürgerhäuser, Cafés und die Stadtpfarrkirche, während die Fußgängerzone die moderne, lebendige Seite Kufsteins zeigt.
Doch Kufstein ist mehr als Kulisse. Gleich hinter der Stadt öffnet sich das Kaisertal, ein autofreies Hochtal am Fuß des Wilden Kaisers, das man nur über einen langen Treppenaufstieg oder einen kleinen Lift erreicht – ein Refugium aus Almen, Bergbauernhöfen und einer winzigen Antoniuskapelle. Auf der anderen Seite ragt der Pendling als Hausberg auf. Und im Tal selbst arbeitet mit Riedel eine der berühmtesten Glasmanufakturen der Welt, deren mundgeblasene Weingläser auf den Tischen großer Restaurants rund um den Globus stehen. travelperfect rät, die Festung früh am Tag zu besteigen, das Mittagskonzert der Heldenorgel einzuplanen und sich den Nachmittag fürs Kaisertal oder einen langen Bummel durch die Altstadt frei zu halten.
01 · Auf einen Blick
· Sehenswürdigkeiten
· Aktivitäten
· Entdecken & Buchen
02 · Was tun
Festung & Heldenorgel
Mit dem gläsernen Festungsaufzug oder zu Fuß über die Rampe geht es hinauf zur Festung Kufstein. Oben warten der wuchtige Kaiserturm, weite Höfe, das Heimatmuseum und der Bürgerturm mit der Heldenorgel. Plane das Mittagskonzert ein, wenn sich die Klänge der Freiorgel über das ganze Inntal legen – ein Erlebnis, das es so kaum ein zweites Mal gibt.
Altstadt & Römerhofgasse
Die Römerhofgasse ist das romantische Herz Kufsteins: eine schmale, von Erkern überspannte Gasse mit dem Auracher Löchl, in dem das Kufsteinlied entstand. Drumherum laden Unterer Stadtplatz, Stadtpfarrkirche und Inn-Promenade zum Bummeln ein. Am Abend füllen sich die Weinstuben und Gasthäuser – Tiroler Schmankerl, ein Glas Wein aus einem mundgeblasenen Riedel-Glas und der Blick zur beleuchteten Festung.
Kaisertal & Wilder Kaiser
Gleich hinter Kufstein beginnt das autofreie Kaisertal, das man nur über einen langen Treppenweg oder den kleinen Materiallift erreicht. Belohnt wird der Aufstieg mit Almen, Bergbauernhöfen, der winzigen Antoniuskapelle und dem Blick auf die Felswände des Wilden Kaisers. Ambitionierte steigen weiter zum Stripsenjochhaus oder umrunden den Kaiser auf mehrtägigen Touren.
Glas, Genuss & Aussicht
Kufstein ist die Heimat von Riedel, einer der renommiertesten Glasmanufakturen der Welt – im Werksverkauf und bei Vorführungen lässt sich das mundgeblasene Handwerk erleben. Für den großen Überblick führt der Weg auf den Hausberg Pendling mit Panoramablick über Inntal und Kaisergebirge, während sich der Stadtberg Kaiserberg samt Aussichtsplattform schon mit kurzem Spaziergang erschließt.
03 · Wann
Kufstein liegt im Tiroler Unterinntal auf rund 500 Metern und damit deutlich tiefer als die großen Skiorte des Landes – das Klima ist gemäßigt alpin, die Stadt selbst meist schneefrei, während die Gipfel ringsum lange weiß bleiben. Für Altstadt, Festung und Wandern sind die Monate von Mai bis Oktober ideal; im Hochsommer wird es mild bis warm, ohne die Hitze der Talkessel weiter südlich. Im Dezember verwandelt der Advent auf der Festung die Stadt in eine stimmungsvolle Kulisse.
04 · Häufige Fragen
Für Altstadt, Festung und Wanderungen sind die Monate von Mai bis Oktober ideal: mildes Bergklima, blühende Almen und stabile Wetterlagen vor allem im September. Wer den Advent auf der Festung erleben möchte, reist im Dezember an. Die Stadt selbst liegt tief im Inntal und ist im Winter meist schneefrei, während die umliegenden Skigebiete in Betrieb sind.
Für die Festung mit Heldenorgel und einen Bummel durch die kleine Altstadt reicht ein voller Tag. Wer zusätzlich ins Kaisertal wandern, auf den Pendling steigen oder die Riedel-Glasmanufaktur besuchen möchte, plant zwei bis drei Tage ein. Kufstein eignet sich auch gut als ruhigere Basis für Ausflüge ins Kaisergebirge und ans nahe bayerische Grenzland.
Kufstein liegt direkt an der Bahnlinie München–Innsbruck: Aus München erreicht man die Stadt in rund einer Stunde, aus Innsbruck in etwa 45 Minuten. Mit dem Auto führt die Inntalautobahn A12 (von deutscher Seite die A93) unmittelbar an die Stadt. Die nächsten Flughäfen sind Innsbruck (ca. 75 km) und München (ca. 100 km).
Die Heldenorgel im Bürgerturm der Festung ist eine der größten Freiorgeln der Welt und erklingt täglich um die Mittagszeit, im Sommer teils zusätzlich am frühen Abend. Die Klänge sind in der ganzen Stadt zu hören; für den vollen Eindruck lohnt sich der Standplatz unterhalb der Festung. Die genauen Spielzeiten wechseln saisonal und sollten vor Ort geprüft werden.
Sehr. Das Kaisertal ist ein autofreies Hochtal direkt hinter der Stadt, das man über einen langen Treppenaufstieg (rund 280 Stufen) oder den kleinen Materiallift erreicht. Oben erwarten Wanderer Almen, Bergbauernhöfe, die Antoniuskapelle und der direkte Blick auf den Wilden Kaiser. Schon eine Halbtagestour lohnt; für die großen Kaiser-Runden braucht es Kondition und Bergerfahrung.
Auch bei Schlechtwetter hat Kufstein einiges zu bieten: das Heimatmuseum und die überdachten Bereiche der Festung, die Glaserlebnisse und der Werksverkauf bei Riedel, gemütliche Weinstuben und Cafés in der Altstadt sowie das Erlebnisbad. Die Römerhofgasse mit ihren überspannten Erkern lässt sich selbst bei Regen stimmungsvoll durchstreifen.
05 · In der Nähe
Sagen Sie uns, worauf Sie Lust haben — wir planen Ihre Tage in Kufstein.
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