Wer in Kufstein durch die Römerhofgasse schlendert, taucht für ein paar Schritte in eine andere Zeit ein. Die schmale, von Kopfsteinpflaster überzogene Gasse zweigt von der Unteren Stadt ab und führt vorbei an dicht aneinandergereihten Bürgerhäusern, deren Fassaden in warmen Gelb-, Rot- und Ockertönen leuchten. Über den Köpfen der Besucher hängen kunstvoll geschmiedete Wirtshausschilder, die jedem Haus seinen eigenen Charakter verleihen und das Bild prägen, das viele Reisende aus Kufstein mit nach Hause nehmen.
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Die Römerhofgasse gilt als eine der bekanntesten und meistfotografierten Ecken der Festungsstadt. Sie ist kein Museum mit Eintritt, sondern ein lebendiger Teil der Altstadt: Hier reihen sich traditionsreiche Gasthäuser und Wirtshäuser aneinander, deren Tische sich bei schönem Wetter in die Gasse hinausschieben. Der enge Verlauf, die niedrigen Durchgänge und die bunten Hauswände erzeugen eine fast intime Atmosphäre, die im Kontrast zur darüber thronenden Festung Kufstein steht.
Ein Besuch beginnt meist am unteren Ende der Gasse, wo sich der Blick beim Hineingehen sofort verengt und die Fassaden förmlich auf einen zukommen. Schritt für Schritt entdeckt man neue Details: ein verziertes Schild, ein altes Wirtshausportal, einen Erker, ein verwittertes Mauerstück. Wer mag, kehrt in einem der Lokale ein und kostet Tiroler Spezialitäten, bevor es weiter zur nahen Festung oder zurück in die Altstadt geht.
Weil die Gasse frei zugänglich ist, lässt sie sich gut mit einem Bummel durch die Untere Stadt und einem Aufstieg zur Festung verbinden. Gerade in den frühen Morgenstunden oder am späten Nachmittag, wenn das Licht weich auf die Fassaden fällt und die größten Besuchergruppen verschwunden sind, zeigt sich die Römerhofgasse von ihrer ruhigsten und reizvollsten Seite.