Auf einer Anhöhe über der Marina di Villasimius steht die Fortezza Vecchia, ein kantiger Wehrbau, dessen Ursprünge bis ins 14. Jahrhundert zurückreichen. Unter spanischer Herrschaft wurde die Anlage zur Festung gegen die Überfälle nordafrikanischer Korsaren ausgebaut, die über Jahrhunderte eine reale Bedrohung für die sardische Küste waren. Jahrhundertelang wachte hier eine kleine Garnison über die Bucht von Carbonara und das vorgelagerte Meer. Die strategische Lage erklärt sich von selbst, sobald man oben steht: Von der Festung reicht der Blick weit über den Hafen, den Strand von Campulongu und das Kap Carbonara. Diese Aussicht war einst militärisch entscheidend – feindliche Schiffe ließen sich schon von Weitem ausmachen – und ist heute der Hauptgrund für den kurzen Aufstieg. Die kantige, schmucklose Architektur des Baus zeugt von seiner ursprünglichen Funktion als reine Verteidigungsanlage. Nach einer Restaurierung öffnet die Anlage vor allem in den Sommermonaten für Ausstellungen und Veranstaltungen. Die Innenräume werden dann für kulturelle Zwecke genutzt, was dem alten Wehrbau eine zweite Rolle als Ort der Begegnung gibt. Außerhalb der Saison oder bei geschlossenen Innenräumen lohnt der Weg dennoch wegen des Panoramas. Damit verbindet die Fortezza Vecchia Geschichte und Aussicht auf engem Raum: Sie erzählt von der bewegten Vergangenheit der Küste, als Korsarenüberfälle den Alltag prägten, und belohnt den kurzen Aufstieg mit einem der weitesten Ausblicke über Villasimius. Wer die Geschichte des Ortes verstehen will, sollte den Besuch mit dem nahen Museo Archeologico verbinden.
Den weiten Blick über Hafen und Capo Carbonara als Panorama festhalten






























