Die kurze Antwort
Sukiyaki-Haus in Namba – dünnes Rindfleisch in süßer Sojabrühe, am Tisch von einer Bedienung zubereitet.
Hauchdünn geschnittenes Rind, eine flache Eisenpfanne, dazu Zucker, Sojasauce und Sake — Sukiyaki ist weniger ein Gericht als ein Ablauf, und bei Hariju in Namba wird dieser Ablauf direkt am Tisch vorgeführt. Eine Bedienung im Kimono legt das Fleisch ein, schmort es in der süßen Sojabrühe und gibt Tofu, Lauch und Shiitake dazu, sodass der Abend eine eigene kleine Vorstellung bekommt.
Gegessen wird jeder Bissen, indem man ihn vor dem Essen durch rohes, verquirltes Ei zieht. Das gehört zum Gericht und ist keine Beilage, die man weglassen könnte — wer Sukiyaki zum ersten Mal isst, sollte sich davon nicht abschrecken lassen.
Preislich liegt Hariju in der obersten der vier Kategorien, die Google für Restaurants vergibt: Es ist die teurere Art, in Osaka zu essen.
Als Rahmen taugt das eher für einen längeren Abend zu mehreren als für ein schnelles Essen zwischendurch. Das Zubereiten am Tisch braucht Zeit, und ein Teil des Reizes liegt genau darin, dabei zuzusehen.
Seit 1948 am selben Platz in Dōtonbori: Auf den Tisch kommt nur Fleisch weiblicher Kuroge-Wagyu-Rinder.
Sukiyaki gibt es im japanischen Restaurant im zweiten Stock, im Erdgeschoss liegt der Grill mit Steaks.
Sukiyaki muss für jeden Erwachsenen am Tisch bestellt werden, und im zweiten Stock gibt es nur Rind.
Wer nicht auf Tatami sitzen kann, fragt vorher telefonisch nach einem Platz mit Stühlen.
Auch ohne Reservierung kommt man hinein, dann wird der Reihe nach eingelassen.
Davor & danach
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Fragen
Die Zubereitung wird nicht in der Küche erledigt, sondern vor den Gästen: Eine Bedienung im Kimono legt das dünn geschnittene Rind in die flache Eisenpfanne, schmort es in Zucker, Sojasauce und Sake und gibt Tofu, Lauch und Shiitake dazu. Man isst also mit und sieht gleichzeitig zu.
Das verquirlte rohe Ei steht bei Sukiyaki in einer eigenen Schale neben dem Gedeck, und jeder Bissen wird vor dem Essen hindurchgezogen. Es ist fester Bestandteil des Gerichts und keine optionale Beilage — wer es auslässt, isst Sukiyaki nicht so, wie es gedacht ist.
Neben dem hauchdünn geschnittenen Rind wandern Tofu, Lauch und Shiitake mit in die süße Sojabrühe aus Zucker, Sojasauce und Sake. Sie garen im selben Sud und nehmen dessen süß-salziges Aroma auf.
Für einen Abend, der selbst das Programm ist: Das Essen wird am Tisch zubereitet, das dauert, und Hariju gehört mit der obersten Preiskategorie zur teureren Art, in Osaka zu essen. Als Rahmen für ein längeres Essen mit Freunden passt das besser als für einen schnellen Zwischenstopp.
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