Die kurze Antwort
Die künstliche Insel, über die Japan 200 Jahre lang seinen einzigen Handel mit Europa abwickelte – rekonstruiert.
Zwei Jahrhunderte lang lief Japans Handel mit Europa über eine einzige künstliche Insel im Hafen von Nagasaki. Während der Abschließung des Landes war Dejima der einzige Ort, an dem Ausländer leben durften: ein fächerförmiges Eiland, auf dem die Niederländische Ostindien-Kompanie eine Handelsstation unterhielt. Über diesen Kanal kamen westliche Medizin, Astronomie und Bücher ins Land.
Die Insel wurde später eingedeicht und liegt heute nicht mehr im Wasser, sondern im Viertel Dejimamachi. Ein Großteil der Gebäude ist rekonstruiert und begehbar: eingerichtete Kontore, Lager und Wohnräume lassen Warenumschlag und Alltag der Handelsstation nacheinander ablaufen.
Dejima erzählt vor allem eine Handelsgeschichte: Import und Export, die Edo-Zeit und die Abschließung des Landes, sakoku.
Organisatorisch ist der Besuch unkompliziert: geöffnet ist täglich von 08:00 bis 21:00 Uhr, Eingang und Toiletten sind rollstuhlgerecht, und bezahlt wird bargeldlos – von Kredit- und Debitkarte über kontaktloses Bezahlen per Handy bis zu den japanischen E-Payment-Diensten und Transit-IC-Karten. Für Kinder sind Ermäßigungen ausgewiesen.
Einige Gebäude sind noch original, die übrigen wurden nach alten Fotos, Bauplänen und Schriften früherer Bewohner wiederaufgebaut.
Angelegt wurde die Insel 1636 für portugiesische Händler, erst 1641 zog die Niederländische Ostindien-Kompanie ein.
Wer das ins Meer ragende Eiland aus dem Schulbuch erwartet, findet sich seit der Aufschüttung in der Meiji-Zeit mitten in der Stadt wieder.
Wann hingehen
Am vollsten wird es gegen 13 Uhr.
Andrang über den Tag
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Umgebung · Dejimamachi
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Fragen
Ursprünglich war Dejima ein eigenständiges Eiland im Hafen. Später wurde die Insel eingedeicht, sodass sie heute vom Stadtgebiet umschlossen im Viertel Dejimamachi liegt.
Dejima gehört genau in diese Epoche: Während der Abschließung des Landes war das fächerförmige Eiland der einzige Ort, an dem Ausländer leben durften, und die Niederländische Ostindien-Kompanie unterhielt hier ihre Handelsstation.
Ein Großteil der Bebauung wurde rekonstruiert und ist begehbar. Zu sehen sind eingerichtete Kontore, Lager und Wohnräume – also die Arbeits- und Lebensräume der Handelsstation, die die Niederländische Ostindien-Kompanie hier unterhielt.
Weil hier ein Kapitel greifbar wird, das im Unterricht abstrakt bleibt: Dejima war während der Abschließung der einzige Kanal, über den westliche Medizin, Astronomie und Bücher nach Japan gelangten.
Bargeldlos: Akzeptiert werden Kredit- und Debitkarte, kontaktloses Bezahlen per Handy sowie die gängigen japanischen E-Payment-Dienste PayPay, Rakuten Pay, au PAY, d Barai und V Money, dazu Transit-IC-Karten. Für Kinder sind Ermäßigungen ausgewiesen.
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