Am Hang von Zuel, am südlichen Rand von Cortina, steht der Trampolino Olimpico Italia – die Sprungschanze der Olympischen Winterspiele von 1956, der ersten Winterspiele auf italienischem Boden. Damals war die kühne Betonkonstruktion ein Symbol des modernen Italien und Schauplatz der Wettkämpfe im Skispringen, die der Ort vor den Augen der Welt austrug. Von der Schanze wird längst nicht mehr gesprungen; der Sprungbetrieb wurde vor Jahrzehnten eingestellt. Doch das Bauwerk blieb stehen und entwickelte sich vom Sportgerät zum Denkmal jener Ära – ein vertrautes Wahrzeichen im südlichen Talkessel, das von der olympischen Geschichte Cortinas erzählt. Weltberühmt wurde die Schanze ein zweites Mal, als sie 1981 als Kulisse einer spektakulären Verfolgungsjagd im James-Bond-Film „In tödlicher Mission“ diente. Heute ist der Trampolino eines der meistfotografierten Motive des Ortes. Seine markante Silhouette, die sich über die Wiesen von Zuel erhebt, lässt sich besonders gut von der alten Bahntrasse aus erfassen, die hier als Rad- und Wanderweg verläuft. Gegenüber, in Zuel di Sopra, liegen einige der großen Hotels des Tals, deren Gäste den Blick auf das Denkmal teilen. Mit der erneuten Vergabe der Winterspiele an Cortina und Mailand für 2026 rückt die olympische Vergangenheit des Ortes wieder ins Bewusstsein. Der Trampolino verbindet beide Kapitel: Er erinnert an 1956 und steht zugleich als sichtbares Zeichen dafür, warum Cortina über Generationen hinweg mit dem Wintersport verbunden ist.
Von der alten Bahntrasse ergibt sich die klassische Ansicht der Schanze über den Wiesen.






























