Das Forte di Santa Tecla wurde Mitte des 18. Jahrhunderts von der Republik Genua errichtet – nicht zum Schutz der Stadt, sondern um die aufmüpfige Bevölkerung Sanremos nach einem Aufstand im Zaum zu halten. Diese ungewöhnliche Entstehungsgeschichte unterscheidet das Fort von den üblichen Küstenfestungen und macht es zu einem Zeugnis der angespannten Beziehung zwischen der Seerepublik und ihrer Untertanenstadt. Die markante dreieckige Festung wacht bis heute über den alten Hafen. Ihre Form und Lage am Wasser machen sie zu einem prägnanten Bauwerk im Hafenbild Sanremos. Über die Jahrhunderte wurde das Fort militärisch genutzt und diente später als Gefängnis, bevor es eine neue Bestimmung fand. Inzwischen dient das Forte di Santa Tecla als Ausstellungs- und Veranstaltungsort. Die alten Mauern beherbergen heute Kultur statt Kanonen, und das Bauwerk ist so vom Symbol genuesischer Herrschaft zu einem öffentlichen Ort geworden. Von seinen Mauern bietet sich ein schöner Blick auf den Hafen und die Küste, der den Besuch über die Geschichte hinaus lohnenswert macht. Für den Besuch ist ein Ticket erforderlich. Das Fort verbindet damit Geschichte, Architektur und Ausblick an einem Ort und erzählt zugleich ein weniger bekanntes Kapitel der Stadtgeschichte – das der Auseinandersetzung Sanremos mit der Republik Genua. Wer den alten Hafen erkundet, findet im Forte di Santa Tecla einen markanten Bezugspunkt.
Die dreieckige Form der Festung vom Hafen aus festhalten





























