Die Casa delle Aie ist das Gegenprogramm zur Fischküche am Kanal. In einem Bauernhaus aus dem 18. Jahrhundert am Pinienhain von Ponente wird das ländliche Erbe der Romagna aufgetischt – nicht der Fang der Adria, sondern die deftige Küche des Hinterlands. Wer Cesenatico bisher nur als Badeort und Fischerhafen kennt, lernt hier seine bäuerliche Seite kennen. Auf den Tisch kommt, was die romagnolische Landküche ausmacht: Piadina, frisch von der heißen Platte, hausgemachte Strozzapreti, Gegrilltes vom Holzfeuer und Sangiovese in Karaffen. Die Gerichte sind einfach, sättigend und ehrlich, ganz in der Tradition der Aie – der Tennen, auf denen früher das Getreide gedroschen wurde und die dem Haus seinen Namen gaben. Die Küche verzichtet auf Schnörkel und setzt auf Produkte und Zubereitung, wie sie über Generationen üblich waren. Das Ambiente trägt diese Linie weiter: lange Tische, ein rustikaler Rahmen und der trubelige Betrieb eines Familienlokals machen den Abend zu einem Stück gelebter Regionalkultur. Es ist kein Ort für ein stilles Dinner zu zweit, sondern für geselliges Essen in größerer Runde, wie es zur Romagna gehört. Die Lage am Pinienhain abseits der Strandzeile sorgt zugleich für eine ruhigere Kulisse als die Lokale am Wasser. Für Besucher, die neben der Fischküche auch das bäuerliche Gesicht der Region erleben wollen, ist die Casa delle Aie die passende Adresse. An Sommerwochenenden empfiehlt sich eine Reservierung, denn das Haus ist beliebt und der Andrang entsprechend groß.
Piadina romagnola
Das dünne Fladenbrot der Region, frisch von der heißen Platte gebacken.





























