
◆ STADT · SALZBURGER LAND
Saalbach-Hinterglemm ist ein Tal mit zwei Leben. Im Winter zieht sich der Skicircus über die runden Grasberge des Glemmtals – ein Pistenrund, das man morgens am Ortsrand betritt und abends fast nahtlos wieder verlässt, weil hier alles talnah miteinander verbunden ist. Im Sommer kippt das Tal in seinen zweiten Modus: Dann surren die Mountainbikes über Flowtrails und Downhillstrecken, der Epic Bikepark gilt als eine der besten Bike-Regionen Europas. Dazwischen liegen zwei Dörfer – das mondäne Saalbach und das ruhigere Hinterglemm im Talschluss –, die ihren bäuerlichen Kern aus Holzbalkonen, Almen und Gasthöfen nie ganz an den Tourismus verloren haben. Und über allem die Hüttengaudi, für die das Tal berühmt-berüchtigt ist: kein Skigebiet der Alpen feiert lauter.

Das Glemmtal war lange ein abgeschiedenes Hochtal: ein schmaler Talboden auf rund 1.000 Metern, gesäumt von den sanften Grasbergen der Kitzbüheler Alpen, dahinter die schroffen Gipfel der Hohen Tauern. Saalbach lebte vom Bergbau, von der Viehwirtschaft und von Almen, die im Sommer aufgetrieben wurden. Erst mit den ersten Liften nach dem Krieg begann die Verwandlung. Heute bilden Saalbach, Hinterglemm und die Nachbarorte Leogang und Fieberbrunn jenseits des Berges den Skicircus – eines der größten zusammenhängenden Skigebiete Österreichs, in dem man tagelang fahren kann, ohne dieselbe Piste zweimal zu sehen.
Die Geographie hat dem Tal in die Hände gespielt. Weil die Berge rundum sanft und grasbewachsen sind, liegen die Pisten breit und sonnig, die Liftstationen mitten im Ort. Man muss hier nicht mit dem Auto zum Skifahren fahren – die Schattberg X-press und die Kohlmaisbahn starten praktisch vor der Hoteltür. Genau dieser Komfort, kombiniert mit dem berüchtigten Après-Ski, hat Saalbach-Hinterglemm zu einer der bekanntesten Adressen für junge, feierfreudige Wintergäste gemacht – und gleichzeitig zu einem Familienparadies, weil die breiten Hänge auch Anfängern wenig Angst einjagen.
Im Sommer zeigt das Tal sein anderes Gesicht. Wo im Winter Schwünge gezogen werden, fräsen sich Mountainbiker durch Flowtrails, der Epic Bikepark im benachbarten Leogang ist ein Wallfahrtsort der Szene, Weltcup-Strecke inklusive. Wanderer haben rund 400 Kilometer Wege, Familien ziehen zum Berg Kodok und zum Teufelswasser im Talschluss. travelperfect rät, die Reisezeit bewusst zu wählen: Saalbach-Hinterglemm im Februar ist ein völlig anderer Ort als im Juli – beide lohnen sich, aber wer Bike sucht, sollte nicht im Schnee anreisen.
01 · Auf einen Blick
· Ortsteile




· Sehenswürdigkeiten
· Hotels
· Entdecken & Buchen
02 · Was tun
Winter & Skicircus
Der Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn ist so angelegt, dass man ihn fahren kann wie eine Runde: vom Schattberg über den Zwölferkogel, hinüber nach Leogang und im weiten Bogen zurück. Wer früh startet, schafft die komplette Runde an einem Tag – ein Erlebnis, für das sich das Tal seinen Namen verdient hat. Abends wartet die Hüttengaudi vom Goaßstall bis zur Bauers Schi-Alm.
Sommer & Bike
Im Sommer wird das Glemmtal zur größten Bike-Region der Alpen. Vom anfängerfreundlichen Flowtrail am Reiterkogel bis zur Weltcup-Downhillstrecke im Epic Bikepark Leogang reicht das Spektrum. Die Bergbahnen nehmen die Räder mit nach oben, abwärts geht es auf gut markierten Lines. Wer es ruhiger mag, fährt die Pinzga-Galopp-Runde oder die Genuss-Touren durch die Almen.
Familien & Talschluss
Im ruhigen Talschluss von Hinterglemm dreht sich alles um Familien: Der Berg Kodok auf dem Reiterkogel ist ein Erlebnisberg mit Schatzsuche, der Teufelswasser-Erlebnisweg führt entlang von Wasserstationen durch den Wald, und am Talschluss locken Kletterpark und Sommerrodelbahn. Hier ist das Tempo niedriger als im trubeligen Saalbach – ideal für den ersten Bergurlaub mit Kindern.
Wandern & Bergsommer
Die sanften Gipfel rund um Saalbach laden zum Weitwandern: Die Pinzgauer Spaziergang-Route führt als hochalpiner Höhenweg über Stunden entlang der Grate, mit Blick auf die vergletscherten Hohen Tauern. Die Bergbahnen verkürzen den Aufstieg, oben warten bewirtschaftete Almen wie das Spielberghaus. Für den Sonnenaufgang lohnt eine Nacht auf der Hütte.
03 · Wann
Saalbach-Hinterglemm ist eine echte Ganzjahresdestination – aber mit zwei klar getrennten Gesichtern. Der Winter gehört dem Skicircus und der Hüttengaudi, der Sommer den Mountainbikern und Wanderern. Dazwischen liegen die ruhigen Übergangszeiten im Frühjahr und Spätherbst, in denen viele Lifte und Hütten geschlossen haben. Wer eine bestimmte Aktivität sucht, sollte die Saison bewusst wählen.
04 · Häufige Fragen
Das hängt davon ab, was du suchst. Für Skifahren und die berühmte Hüttengaudi ist Dezember bis März ideal, mit den verlässlichsten Bedingungen meist im Jänner und Februar. Für Mountainbiken, Wandern und Familienurlaub im Bergsommer kommst du am besten von Juni bis September. Die Übergangszeiten im April/Mai und Oktober/November sind ruhig und günstig, aber viele Lifte und Hütten haben dann geschlossen.
Der nächste Flughafen ist Salzburg (SZG), rund 90 km entfernt. Mit dem Auto fährst du über die Tauernautobahn (A10) bis zur Ausfahrt Bischofshofen und weiter über Zell am See ins Glemmtal. Per Bahn fährst du bis Zell am See an der Salzburg-Tiroler-Bahn; von dort bringt dich der Postbus in etwa 30 bis 40 Minuten ins Tal. Vor Ort verkehrt ein kostenloser Ski- bzw. Wanderbus.
Saalbach-Hinterglemm bildet zusammen mit Leogang und Fieberbrunn den Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn – eines der größten zusammenhängenden Skigebiete Österreichs. Das Besondere: Die meisten Lifte starten direkt im Ort, und das Pistennetz ist so verbunden, dass man es wie eine große Runde abfahren kann. Genaue Pisten- und Liftzahlen findest du auf der offiziellen Website der Bergbahnen.
Sehr. Im Sommer ist das Glemmtal eine der größten Mountainbike-Regionen der Alpen: Der Epic Bikepark im benachbarten Leogang gilt als Weltklasse, dazu kommen Flowtrails am Reiterkogel und unzählige Touren. Wanderer finden rund 400 Kilometer Wege, Familien den Erlebnisberg Berg Kodok und den Teufelswasser-Weg. Die Bergbahnen laufen, viele nehmen die Bikes mit nach oben.
Ja, besonders der ruhigere Ortsteil Hinterglemm im Talschluss ist auf Familien ausgerichtet. Der Erlebnisberg Berg Kodok am Reiterkogel, der Teufelswasser-Erlebnisweg, Sommerrodelbahn und Kletterpark unterhalten Kinder zuverlässig. Im Winter sorgen breite, sanfte Hänge für entspanntes Skifahren auch mit Anfängern. Wer es lebhafter und mit mehr Après-Ski mag, wohnt eher im Ortsteil Saalbach.
Für einen klassischen Skiurlaub oder eine Bike-Woche sind drei bis sieben Tage ideal – das Skigebiet und die Trailauswahl sind groß genug, um eine ganze Woche zu füllen, ohne sich zu wiederholen. Für einen reinen Wander- oder Familienaufenthalt reichen oft schon drei bis vier Tage. Ein Tagesausflug lohnt sich kaum, weil die Anreise ins Tal vergleichsweise lang ist.
05 · In der Nähe
Sagen Sie uns, worauf Sie Lust haben — wir planen Ihre Tage im Glemmtal.
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