Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Saalbach-Hinterglemm
Die Sehenswürdigkeiten stehen hier nicht an einer Altstadtgasse, sondern an Bergstationen und im Talschluss – die eine Hälfte erreichst du mit der Gondel, die andere auf einem flachen Weg am Wasser.
Der schnellste Weg zum Überblick ist die Schattberg X-press, die direkt aus dem Ortskern von Saalbach startet und in wenigen Minuten auf rund 2.020 Meter zieht. Oben stehst du auf der Schattseite des Tals, jener Flanke, die nach Norden schaut und deshalb den Schnee am längsten hält, und siehst das ganze Glemmtal von oben – im Osten die Öffnung Richtung Maishofen und Zell am See, im Westen der Talschluss, ringsum die Grasrücken der Kitzbüheler Alpen und im Süden, jenseits des Salzachtals, bei klarer Luft die vergletscherte Kette der Hohen Tauern. Der Grat zieht von hier weiter zum Westgipfel, und weil oben eine Bergstation mit Terrasse steht, funktioniert die Auffahrt auch als reiner Aussichtsausflug ohne Ski und ohne Wanderschuhe.
Gegenüber, auf der Sonnseite, bringt dich die Kohlmaisbahn ebenfalls aus dem Ortszentrum von Saalbach hinauf auf den Hausberg. Der Kohlmais ist der freundlichere der beiden Berge – weiche Grasrücken statt steiler Flanken, breite Wege, viel Nachmittagssonne, und mit Montelinos Erlebnisweg ein Themenweg für Familien, der ohne große Steigung auskommt. Ein paar Kilometer talein übernimmt in Hinterglemm die Reiterkogelbahn dieselbe Rolle und endet am Erlebnisberg Kodok mit Spielstationen und Rundwegen. Wer nur einen halben Tag hat und mit Kindern unterwegs ist, nimmt eine dieser beiden Bahnen und lässt den Schattberg links liegen.
Das bekannteste Bauwerk des Tals hängt in den Baumkronen, steht aber nicht im Ort, sondern im Talschluss dahinter. Vom Parkplatz am Talende sind es rund zwei Kilometer über Wiesen und an der Lindlingalm vorbei, dann beginnt der Baumzipfelweg – und zwar mit der Hängebrücke Golden Gate der Alpen, die den Talschluss auf zweihundert Metern Länge und bis zu zweiundvierzig Metern über dem Boden überspannt. Schwindelfrei musst du also gleich am Eingang sein, denn erst jenseits der Brücke führt der hölzerne Steg auf Kronenhöhe durch den Wald weiter, gut dreißig Meter über dem Waldboden statt darauf. Direkt in der Nachbarschaft liegt der Hochseilpark mit Parcours in mehreren Schwierigkeitsgraden, was die Kombination zu einem gut gefüllten Halbtag macht.
Ruhiger wird es unten am Talboden. Dort verläuft der Teufelswasser-Erlebnisweg entlang von Bächen, Gumpen und kleinen Wasserfällen, mit Stationen zum Anfassen und einem Weg, der auch mit Kinderwagen streckenweise machbar bleibt. Noch weiter hinten endet die Straße im Talschluss, wo die Saalach als schmaler Bach zwischen flachen Wiesen liegt, bevor sie das Tal hinaus bis Maishofen läuft, dort nach Norden abknickt und über Saalfelden und Lofer durch das Saalachtal zieht. Zwischen bewirtschafteten Almen wie der Lindlingalm und den steilen Flanken des Talkessels ist das der Gegenentwurf zur Dorfstraße von Saalbach: kein Lift in Sichtweite, keine Musik, dafür der einzige Abschnitt des Tals, in dem du das Wasser hörst statt der Bahnen.














