Was das Haus gut kann
Hierher kommt man wegen des Gebäudes, nicht nur wegen des Zimmers: der Bau von 1927, die repräsentative Treppe im Hauptgebäude, Gesellschaftsräume, die man auch ohne Übernachtung ansieht. Dazu die Aussicht — Hafen, Marine Tower, das Museumsschiff vor der Tür. Die Lage direkt am Uferpark bringt Chinatown und das Backsteinlager in Laufweite. Und die Küche: Gratin und die neapolitanische Pasta, deren Ursprung dem Haus zugeschrieben wird, gehören ebenso dazu wie das Frühstück. Wer auf der Club-Etage bucht, bekommt Zugang zu einer Lounge mit Teestunde und Cocktailstunde.
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Wo das Haus Grenzen hat
Die Reinigung hält mit dem Anspruch des Hauses nicht Schritt: Beläge und Schmutz im Bad, fleckiger Teppich, ein muffiger Geruch. Das Alter des Gebäudes ist das eine, der Putzstand davon zu trennen. Dazu kommt der Zuschnitt: Die Bäder im Hauptgebäude fallen kleiner aus als in vergleichbaren Häusern der Preisklasse.
Wie der Aufenthalt gelingt
Die Zimmerwahl entscheidet hier viel: Das historische Hauptgebäude liefert die Atmosphäre, der Turmbau die Aussicht, den größeren Zuschnitt und den Zugang zur Lounge. Wer beides will, bucht im Turm und sieht sich die Repräsentationsräume im Hauptgebäude bei einem Rundgang an — die obere Lobby lohnt dabei besonders. Für das Café im Erdgeschoss reservierst du besser vorab, sonst wird die Wartezeit lang. Im Park vor dem Haus finden Trauungen statt, wodurch Wege zeitweise gesperrt sind: Frag beim Ankommen nach den Zeiten. Ein historischer Saal ist nur im Rahmen einer Führung zugänglich.
Für wen das Haus passt
Für Reisende, die klassische Hotelarchitektur und die Geschichte Yokohamas suchen und dafür in Kauf nehmen, dass nicht jedes Detail dem Preis entspricht. Wer dagegen den technischen Standard eines Neubaus erwartet — großes Bad, geregelte Temperatur, makellose Oberflächen —, wird die Abstriche eher als Mangel denn als Patina lesen.



































