Die kurze Antwort
Kleiner Bambushain mit Teehaus mittendrin – Kamakuras ruhige Alternative zu Arashiyama.
Was den Bambushain des Hōkoku-ji von den bekannten Bildern aus Arashiyama unterscheidet, ist nicht die Größe, sondern die Zahl der Menschen darin. Hinter der Haupthalle des Tempels stehen rund zweitausend Moso-Bambusrohre, durch die ein kurzer Pfad führt. Anders als dort wird hier Eintritt verlangt, und genau das hält den Andrang klein: Man kann sich zwischen die Halme setzen und tatsächlich Stille erleben.
Der Grund, länger zu bleiben, ist das Teehaus mitten im Hain. Mit einer Schale Matcha setzt man sich zwischen die Rohre, statt nur hindurchzulaufen – aus dem kurzen Pfad wird so ein Aufenthalt.
Viele kommen nicht eigens hierher, sondern nehmen den Tempel als Station eines längeren Gangs durch Kamakura mit, zwischen anderen Tempeln und Schreinen.
Praktisch heißt das: Der Tempel liegt etwas östlich des Zentrums und wird deshalb oft ausgelassen, geöffnet ist täglich von 09:00 bis 16:00 Uhr. Bezahlt wird ausschließlich bar, für den Eintritt wie für den Tee. Parken ist kostenlos möglich, am Straßenrand ebenso wie auf einem Parkplatz.
Außer dem Bambus hat der Tempel einen strohgedeckten Glockenturm, in Kamakura eine seltene Bauform.
Das Eintrittsticket gibt es auch mit Platz im Teehaus, zum Tee gehört eine kleine Süßigkeit.
Der Jōmyō-ji liegt nur wenige Gehminuten entfernt auf der anderen Seite der Hauptstraße.
Vom Bahnhof Kamakura fährt ein Bus, von der Haltestelle sind es etwa sieben Minuten zu Fuß.
Vom Tsurugaoka Hachimangū läuft man rund 20 Minuten bis zum Tempel.
Wann hingehen
Am vollsten wird es gegen 13 Uhr.
Andrang über den Tag
Mittel aller WochentageRuhigster Tag: DonnerstagVollster: Sonntag
Stimmen
4,41.494 Bewertungen · Google
Du warst hier? Erzähl den Nächsten davon. Erfahrung teilen →
Umgebung
1 weiterer auf der Karte
Fragen
Zwei Gründe: Der Zugang kostet Eintritt, und der Tempel liegt östlich des Zentrums – damit fällt er aus der üblichen Runde der Tagesgäste heraus.
Hōkoku-ji nimmt ausschließlich Bargeld. Da sowohl der Eintritt als auch der Tee im Teehaus vor Ort bezahlt werden, solltest du genug Bares mitbringen – mit Karte lässt sich hier nichts regeln.
Der Pfad durch den Hain ist kurz, das Durchgehen allein füllt keinen Nachmittag. Die Zeit vor Ort entsteht dadurch, dass man sich im Teehaus zwischen die rund zweitausend Rohre setzt – wer nur hindurchläuft, ist schnell wieder draußen.
Dein Kamakura-Tag
Ein Vorschlag für den Vormittag — die Reihenfolge änderst du im Plan.
So könnte der Tag aussehen