Der Pontile ist das Wahrzeichen von Forte dei Marmi und zugleich der Ort, an dem die Geschichte des Seebads beginnt. Über die Landungsbrücke wurden einst die Marmorblöcke aus den Apuanischen Alpen auf Schiffe verladen – der Stein, der dem Ort seinen Namen gab. Heute erfüllt der Steg keine wirtschaftliche Funktion mehr, sondern ist zum beliebtesten Spazierweg des Ortes geworden, der weit über das Tyrrhenische Meer hinausführt.
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Wer den Pontile bis zum Ende abschreitet, erlebt das vielleicht eindrucksvollste Bild der Versilia: den Blick zurück auf den Ort, die dunkle Linie der Pinien und dahinter die hellen Marmorwände der Apuanischen Alpen. Meer, Stadt und Gebirge fügen sich hier zu einer einzigen Ansicht zusammen, die kaum ein anderer Punkt der Küste so bietet. Die Brücke ist frei zugänglich und jederzeit begehbar.
Zum Sonnenuntergang gehört der Pontile zu den belebtesten Plätzen von Forte dei Marmi. Dann trifft sich, wie es heißt, die halbe Stadt auf dem Steg, um das Licht über dem Meer und den Bergen zu erleben – ein Ritual, das fest zum Sommer der Versilia gehört. Wer Ruhe sucht, kommt früher am Tag oder außerhalb der Hauptsaison.
Im Winter wechselt das Bild vollständig: Dann gehört der Steg den Spaziergängern und Anglern, die das raue Meer und die klare Sicht auf die schneebedeckten Berge schätzen. So zeigt der Pontile zu jeder Jahreszeit ein anderes Gesicht und bleibt doch der feste Bezugspunkt des Ortes.