Was das Haus gut kann
Die Lage trägt das Haus: Der Bahnhof Shinjuku liegt gleich um die Ecke, Geschäfte, Lokale und Konbinis unmittelbar davor. Zweitens die Aussicht: Die Lobby liegt weit oben, die Zimmer beginnen erst darüber, und der Blick über die Stadt ist entsprechend weit. Drittens Sauberkeit und Abläufe – Ein- und Auschecken dauern Minuten, und die Zimmer sind besser gedämmt, als die Umgebung vermuten lässt.
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Wo das Haus Grenzen hat
Zwei Punkte stehen fest. Erstens die Zimmergröße: sehr klein nach europäischem Maßstab, in mehreren Kategorien ohne Kleiderschrank – nur Haken, man lebt aus dem Koffer. Bei zwei Koffern im Doppelzimmer bleibt kaum Bewegungsfläche. Zweitens die Umgebung: Das Haus steht mitten im Vergnügungsviertel – nachts laut auf der Straße, Anwerber, Prostitution im direkten Umfeld, streckenweise schmutzig. Im Zimmer bekommen die meisten davon nichts mit, auf dem Heimweg schon. Dazu kommen Gebrauchsspuren an den Wänden und ein Preis, der bei hohen Raten nicht mehr zur Leistung passt.
Wie der Aufenthalt gelingt
Nimm ein hohes Stockwerk: Aussicht und Ruhe hängen daran, und ab dem 18. Stock wird der Unterschied deutlich. Wer direkt über dem bekannten Filmmonster wohnt, hört dessen Show zu ihren festen Zeiten am frühen Abend – für ein Nickerchen nach der Anreise ungünstig. Packe so, dass du aus dem Koffer leben kannst. Bargeld gibt es im Konbini im Haus; hol dir wegen der Gebühren lieber einen größeren Betrag auf einmal. Und abends gilt: freundlich bleiben, aber auf Ansprachen auf der Straße nicht eingehen.
Für wen das Haus passt
Für den ersten Tokio-Aufenthalt ist das Haus eine naheliegende Wahl: Man wohnt dort, wo man als Reisender ohnehin hinfährt, und kommt überall schnell hin. Wer abends Ruhe braucht, empfindlich auf das Umfeld reagiert oder mit Kindern kommt, sucht besser ein anderes Viertel. Und wer tagsüber unterwegs ist und das Zimmer nur zum Schlafen nutzt, bekommt genau das.


































