Die kurze Antwort
Wiederaufgebauter Hauptturm mit goldenen Delfinen auf dem Dach – daneben der originalgetreu rekonstruierte Palast.
Auf dem First des Hauptturms sitzen zwei vergoldete Shachihoko, Fischfiguren, die längst als Wahrzeichen Nagoyas gelten. Die Burg der Tokugawa liegt im Stadtteil Honmaru im Bezirk Naka. Was heute dort steht, ist allerdings nicht das alte Bauwerk: 1945 wurde die Burg zerstört, in den 1950er-Jahren entstand der Turm neu – in Beton.
Genau dieser Wiederaufbau prägt den Besuch: Der heutige Turm entstand 1959 in Stahlbeton und ist damit weniger erhaltenes Original als Zeugnis der Zeit nach 1945.
Sehenswerter als der Turm ist der Honmaru-Palast daneben. Er wurde ab 2009 vollständig in traditioneller Holzbauweise rekonstruiert, mit nachgemalten Wandtafeln und dem Geruch von frischem Hinoki-Holz in den Räumen. Die Holzarbeit ist dabei der eigentliche Gegenstand des Besuchs: neue Arbeit in alter Technik, Raum für Raum.
Geöffnet ist die Anlage täglich von 9 bis 17 Uhr, an allen sieben Wochentagen. Als kinderfreundlich ist sie ausdrücklich ausgewiesen.
Der fünfstöckige Hauptturm ragt auf mächtigen Steinmauern empor, gekrönt von den goldenen Shachihoko.
Vor seiner Zerstörung 1945 stand der ursprüngliche Turm als Nationalschatz unter Schutz.
Gebaut wurde die Anlage für Tokugawa Yorinao, einen Sohn Tokugawa Ieyasus und ersten Herrn von Owari.
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Fragen
Die Burg der Tokugawa wurde 1945 zerstört. Der Wiederaufbau in den 1950er-Jahren erfolgte nicht in Holz, sondern als Stahlbetonkonstruktion. Der Turm ist damit ein Bauwerk der Nachkriegszeit, kein erhaltenes Original.
Der Palast wurde ab 2009 vollständig in traditioneller Holzbauweise rekonstruiert, während der Turm ein Betonbau der 1950er-Jahre ist. Im Palast sind die Wandtafeln nachgemalt, und die Räume riechen nach frischem Hinoki-Holz. Das macht ihn zum sehenswerteren Teil der Anlage.
Es sind zwei vergoldete Fischfiguren auf dem First des Hauptturms; sie gelten als Wahrzeichen der Stadt. Der Turm unter ihnen ist allerdings der Betonbau der 1950er-Jahre – die Figuren krönen damit den Wiederaufbau.
Weil der Hauptturm ein Stahlbetonbau aus den 1950er-Jahren ist, drehen sich viele Besucherkommentare um seine Konstruktion: Erdbebensicherheit, das Kürzel RCC und die Höhe des Bauwerks werden auffällig oft zusammen erwähnt. Das Thema begleitet die Anlage also weniger historisch als bautechnisch.
Drei: 1945, als die Burg zerstört wurde; 1959 beziehungsweise die 1950er-Jahre für den Wiederaufbau des Turms in Beton; und 2009 als Beginn der Rekonstruktion des Honmaru-Palasts in Holzbauweise.
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